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Eigenschaften

  • Duftbaum
  • Liebhabergehölz
  • dekoratives Blattwerk
  • sommergrün
  • winterhart

Kuchenbäume

Gattung Cercidiphyllum ab €19.40 kaufen
     
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Kuchenbäume (bot. Cercidiphyllum) sind botanische Raritäten. Es sind Relikte aus der Vorzeit und als lebende Fossile die letzten und einzigen Vertreter ihrer Art, die schon vor 65 Millionen Jahren auf der Erde existierte. Bekannt sind sie als Katsurabäume. Kuchenbäume bilden die einzige Gattung in der Familie der Cercidiphyllaceae, die zur Ordnung der Steinbrechartigen (Saxifragles) gehört.

Die deutsche Bezeichnung Kuchenbäume erhielten die Grüngehölze wegen ihres schönen Duftes im Herbst. Dann verströmen die welken Blätter einen angenehmen Duft nach Lebkuchen. Die sommergrünen Laubbäume der Gattung Cercidiphyllum kommen heute noch wild in zwei Arealen in Asien vor. Sie wachsen in China, Taiwan, Korea und in Japan. Kuchenbäume werden dort bis zu 45 Meter hoch. Ihr helles Holz ist für Furniere geschätzt. In Europa sowie in weiteren Zonen mit gemäßigtem Klima erfreut sich vor allem der Japanische Kuchenbaum (Cercidiphyllum japonicum) mit seinen Varietäten großer Beliebtheit. Er schmückt als Ziergehölz Parkanlagen und Gärten. Die Erstbeschreibung der Gattung erfolgte im Jahr 1846 durch Philipp Franz von Siebold und Gerhard Zuccarini. Sie wählten den Gattungsnamen Cerdidiphyllum aufgrund der Ähnlichkeit der Blätter mit denen der Judasbäume (Cercis).

Blatt

Kuchenbäume sind in vielerlei Hinsicht auffällige Gehölzpflanzen. Die Blätter duften und sind eine herrliche Augenweide. Das Laub treibt nach den Blüten im Frühjahr aus. Die Blätter sind anfangs bronzefarben bis violett. Im Laufe des Sommers nehmen sie eine grüne bis blau-grüne Farbe an und wechseln im Herbst zu einem leuchtenden Orangerot. Die Blätter sind an den Langtrieben meist gegenständig angeordnet, seltener wechselständig. Die Kurztriebe tragen ein Blatt. Die Laubblätter sind von länglicher bis elliptischer, an der Basis herzförmiger Form. Sie werden zwischen fünf und acht Zentimeter lang und bis zu acht Zentimeter breit. Der Blattstiel ist rotbraun. Blätter an den Kurztrieben wachsen direkt am Baum. Der Blattrand ist bei Kuchenbäumen gekerbt bis gezähnt.

Blüte

Kuchenbäume sind zweihäusig. Dies bedeutet, dass es männliche und weibliche Bäume gibt. Die meist karminroten Blüten zeigen sich von März bis April und stehen büschelartig an den Trieben. Die männlichen Blütenstände sind kurz und ungestielt. Sie stehen über einem Hochblatt und verfügen über mindestens vier Blüten. Die weiblichen Blütenstände besitzen kurze Stiele und meist sechs oder acht Blüten. Die Bestäubung erfolgt durch den Wind.

Frucht

Nach der Blüte bilden sich in den Blattachseln Balgfrüchte. Die bündelig stehenden Hülsen werden fünf bis sechs Millimeter lang. Darin befinden sich flache geflügelte Samen.

Wuchs

Kuchenbäume sind schnell wachsende, winterharte Bäume, die sich im Herbst ihres Laubes entledigen. Sie erreichen in Europa Höhen von bis zu 15 Meter, in Asien bis zu 45 Meter. Die Krone ist in der Regel kegelförmig.

Standort

Die Bäume bevorzugen Standorte mit ausreichender Bodenfeuchte und Licht. Der ideale Untergrund ist tiefgründig, nährstoffreich, sauer bis alkalisch und gut durchlässig. Optimal gedeihen die Bäume auf sandig-lehmigen Tonböden. Besonders intensiv ist die Herbstfärbung auf sauren Böden. Vor allem im Sommer haben die Kuchenbäume einen hohen Wasserbedarf. Die Laubbäume sind gut winterhart.

Verbreitung

Nur noch mit zwei Arten is die Gattung Cercidiphyllum heute in Asien vertreten. Diese sind in China, Taiwan, Korea und in Japan heimisch. Vor allem der Japanische Kuchenbaum ist als Ziergehölz in Kultur und schmückt in unterschiedlichen Sorten Parks und Gärten weltweit.

Nutzung

Kuchenbäume sind aufgrund ihrer markanten Blätter und wegen ihres köstlichen Duftes beliebte Ziergehölze. Ihr edles Holz ist hell und extrem hart. Es findet als Furnierholz Verwendung.

Pflege/Schnitt

Kuchenbäume wachsen in einer gleichmäßigen Kegelform und benötigen keinen Rückschnitt oder Verjüngungsschnitt. Lediglich abgestorbenen Äste oder Zweige sind im Winter zu entfernen.

Krankheiten/Schädlinge

Bei Kuchenbäumen kann die Verticilliumwelke auftreten. Verursacher ist ein Pilz, der die Blätter welken und absterben lässt. Es ist wichtig, befallene Stellen zu entfernen und zu entsorgen.

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