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Eigenschaften

  • charakteristische dreifiedrige Blätter
  • kugelförmige Blüten
  • Blütezeit zwischen April und Oktober
  • nützliche Pollenpflanze für Bienen
  • winterhart, pflegeleicht

Klee

Gattung Trifolium ab €5.20 kaufen
     
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Die Pflanzengattung Klee (botanisch Trifolium) umfasst knapp 245 Arten und gehört zur Unterfamilie der Faboideae (Schmetterlingsblütler). Klee zählt zur Familie der als Fabaceae bezeichneten Hülsenfrüchtler. Im deutschen Sprachgebrauch setzte sich der Begriff Klee ebenfalls für die Arten verwandter Gattungen, beispielsweise Medicago (Schneckenklee) oder Melilotus (Steinklee) durch. Zu den typischen Merkmalen der Gattung gehören die dreifiedrigen Blätter sowie die kopfigen Blütenstände. Diese treten oft vielblütig auf. Die verschiedenen Arten breiteten sich auf natürliche Weise auf allen Kontinenten, außer Australien und der Antarktis, aus. Menschen führten die Pflanzengattung nach Down Under ein.

In der Landwirtschaft kommen 16 Vertreter des Klees als Futterpflanzen zum Einsatz. Dementsprechend kommt dem Kleeanbau in Europa und den USA eine hohe ökonomische Bedeutung zu. In Mitteleuropa bauten die Menschen die Art Trifolium pratense (Wiesen-Klee) bereits im vierten Jahrhundert nach Christi Geburt an. Die Pflanzen besitzen die Fähigkeit, eine Symbiose mit Knöllchenbakterien einzugehen. So binden sie Stickstoff an ihren Wurzeln und tragen zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit bei. Die charakteristischen Arten der Gattung Klee weisen in zahlreichen Kulturen Symbolkraft auf. Dreiblättrige Kleeblätter dienen als Zeichen der Dreifaltigkeit, beispielsweise im Christentum. Des Weiteren symbolisieren die Pflanzen Liebe und den Sommer. Symbolcharakter erhält das vierblättrige Kleeblatt, das für Glück steht.

Blatt

Bei der Mehrzahl der Trifolium-Arten erscheinen die Laubblätter wechselständig angeordnet. Seltener kommen die oberen Blätter gegenständig vor. Die oberen Knoten stehen dicht beieinander, sodass der Eindruck der Gegenständigkeit entsteht. In dem Fall zeigt sich eines der Blätter nicht komplett entwickelt. Bei fast allen Klee-Arten existieren dreizählig gefiederte Blattspreiten. In der Untersektion Lupinaster wachsen Vertreter mit fünf- bis neunzählig gefingerten Laubblättern.

Bei den Pflanzen weichen die basalen (unteren) Blätter im Erscheinungsbild vom oberen Blattwerk ab. Oft treten die Fiedern eiförmig, verkehrt-eiförmig oder breit elliptisch auf. Klee besitzt einen ganzrandigen, seltener gezähnten Blattrand. Die Blattspreiten sind beidseitig oder ausschließlich auf der Unterseite mit zarten Härchen versehen. Bei wenigen Arten wachsen die Blätter komplett kahl. Bei allen Vertretern kommt eine einheitliche Blattnervatur vor.

Blüte

Bei den Klee-Arten existieren achselständige und gestielte, selten stiellos sitzende, Blütenstände. Diese erweisen sich als vielblütig und kopfig. Bei vereinzelten Vertretern wachsen Blütenstände mit wenigen Einzelblüten. Der Blütenkelch der Pflanzengattung kommt symmetrisch sowie glocken- oder röhrenförmig vor. Er besitzt fünf gleichmäßige Kelchlappen oder Zähne. Bei den Blüten handelt es sich um fünfzählige Schmetterlingsblüten. Bei der Krone präsentieren sich die Farben weiß, gelb oder purpur.

Bei vielen Arten kommen zweifarbige Blüten vor. Die Nuance wechselt nach der Anthese (dem Blühen), sodass mehrfarbige Blütenstände auftreten. Die vier unteren Kronblätter, Schiffchen und Flügel genannt, verwachsen lose miteinander. An diese gliedern sich die Staubblätter an. Das fünfte Kronblatt, die Fahne, wächst frei und vergrößert. Im Normalfall zeigen sich die Flügel länger als das Schiffchen.

Kleeblüten besitzen zehn Staubblätter. Neun verwachsen zu einem U-förmigen Tubus. An der Basis des zehnten Staubblatts existiert ein Nektarium (eine kleine Honigdrüse). Im Tubus befindet sich der Fruchtknoten. Bei der Vielzahl der Arten fällt die Krone ab, selten bleibt sie erhalten.

Frucht

Die ursprüngliche Fruchtform der Gattung Trifolium sind vielsamige Hülsenfrüchte, an zwei Nähten aufreißend. Manche Arten bilden davon abgeleitete Früchte. Diese nähern sich der Schließfrucht an. In jeder Kleefrucht kommen artabhängig zwischen zwei und mehrere Samen vor. Sie zeichnen sich durch eine eiförmige, elliptische oder längliche Form aus. Seltener treten seitlich gestauchte Exemplare auf.

Wuchs

Bei der Vielzahl der Kleepflanzen handelt es sich um ausdauernde, selten annuelle (einjährige) Gewächse. Manche der krautigen Pflanzen kommen bien (zweijährig) vor. Sie verzweigen sich an der Basis oder an der gesamten Sprossachse. Wenige Vertreter bilden über den Blättern einen langen, blattlosen Schaft aus.

Bei den Arten ist die Sprossachse aufrecht, liegend oder kriechend. Artabhängig variiert die Dichte der Behaarung. Manche Exemplare weisen dichte Haare auf. Andere bleiben unbehaart. Die Ausrichtung der Härchen reicht von anliegend bis abstehend.

Standort

Die Mehrzahl der Trifolium-Arten zeigt sich pflegeleicht, sodass die Gattung an unterschiedlichen Standorten vorkommt. Klee wächst in der Vollsonne sowie im Halbschatten. Vorrangig kommt er auf Wiesen oder Weiden vor.

Verbreitung

Klee gehört zu den weitverbreiteten Pflanzengattungen. Die verschiedenen Arten kommen in vier Florenreichen vor. Vorrangig gedeihen sie in Amerika, Europa, Afrika und Asien. In Australien fehlen einheimische Klee-Arten. Einwanderer siedelten die Gewächse an. 59 Prozent der unterschiedlichen Trifolium-Vertreter existieren als natürliche Vorkommen in Eurasien. Das Gebiet der höchsten Artenvielfalt befindet sich im Mittelmeerraum.

Nutzung

Klee dient als Zierpflanze und zahlreiche Arten kommen als Futterpflanzen zum Einsatz.

Pflege/Schnitt

Die unterschiedlichen Klee-Arten brauchen wenig Pflege. Gärtner wässern die Pflanzen ausschließlich in Trockenperioden. Die Gewächse gelten als strapazierfähig. Damit sie bis zum Winter anwurzeln, setzt der Gärtner die Kleepflanzen bis zum Herbst ein oder um. Als Gartenpflanze braucht der Klee keinen Schnitt. Findet er als Futterpflanze Verwendung, beispielsweise als Weiß- oder Rotklee, eignen sich bis zu vier Schnitte jährlich. In manchen Gärten dient der Klee als Rasenersatz. Damit er trittfest bleibt, bietet sich das regelmäßige Schneiden an.

Krankheiten/Schädlinge

Zu den Parasiten, die den Klee befallen, zählt die Klee-Seide. Sie dringt mit den Haustorien (Saugorganen) in das Phloem (Leistungsgewebe) der Trifolium-Arten ein. Sie entzieht ihnen zum Wachstum relevante Nährstoffe. Einen weiteren Schädling stellt der Kleewürger dar. Hierbei handelt es sich um eine Pflanze, die bevorzugt den Wiesenklee befällt. Die Kleeälchen gehören zu den Fadenwürmern, die in die Sprossachse der Kleepflanzen eindringen. Sie ernähren sich von den betroffenen Pflanzenteilen, sodass diese welken und abfallen.

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