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Eigenschaften

  • schönes grünes Blattwerk
  • winterhart
  • sommergrün
  • trockene Blätter verbleiben an den Zweigen
  • beliebte Heckenpflanzen

Hainbuchen

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Die Pflanzengattung der Hainbuchen (bot. Carpinus) ist auch unter dem Namen Weißbuchen bekannt. Es sind Laubbäume oder Sträucher. Sie sind in gemäßigten Klimagebieten auf der Nordhalbkugel beheimatet und kommen von Europa bis Ostasien vor. Die in Europa einzige heimische Hainbuchenart ist die Gewöhnliche Hainbuche (Carpinus betulus). Mit den Buchen und der in unseren Breiten heimischen Rotbuche sind die heimischen Bäume, trotz ihres ähnlichen Namens, nicht verwandt.

Der sommergrüne Laubbaum bildet schöne grüne Blätter. Durch deren eiförmig und spitz zulaufende Form, lässt sich die botanische Verwandtschaft zu den Birkengewächsen erkennen. Der Name Hainbuche kommt aus dem Althochdeutschen Wort "haganbuoche", was auf den Begriff "Hag" für Hecke oder Einzäunung und Buche zurückgeht. Der Begriff deutet auf die gute Schnittfähigkeit des Grüngehölzes und die Ähnlichkeit mit der Buche hin. Hainbuchen werden bei uns bis zu 25 Meter hoch und bis zu 150 Jahre alt.

Blatt

Der sommergrüne Laubbaum hat eiförmig bis elliptisch geformte Blätter, die zum Blattende hin spitz zulaufen. Die Blätter stehen wechselständig und bis zu zehn Zentimeter lang und rund vier Zentimeter breit. Sie haben einen doppelt gesägten Rand und einen rund 15 Millimeter langen Blattstiel. An dieser Form ist die Verwandtschaft zu den Birken erkennbar. Beim Austrieb sind die Blätter an der Unterseite behaart, später sind sie komplett glatt. Die parallelen Blattadern treten markant hervor. Im Herbst färben sich die Blätter gelb. Über den Winter verbleibt ein Teil des vertrockneten Blattwerks an den Zweigen und fällt mit dem Austrieb der frischgrünen Blätter ab.

Blüte

Die Blütezeit der Gattung Carpinus ist im April und Mai. Die gelbgrünen Blütenkätzchen bilden sich noch vor den Laubblättern. Die männlichen Kätzchen hängen seitlich an den Zweigen und erreichen eine Länge zwischen vier und sieben Zentimetern. Die weiblichen Blüten stehen am Ende der jungen Triebe.

Frucht

Aus den Blüten entwickeln sich im September gelblich-grüne, später braune, einsamige Nüsschen. Sie werden sechs bis neun Millimeter lang und bis zu sechs Millimeter breit. Die einzelne Nuss ist in dreilappige und flügelartige, papierartigen Vorblätter eingehüllt. Diese fungieren als Flügel. Die Nüsschen bleiben bis in den Winter an den Zweigen. Während des Winters lösen sie sich ab und fliegen, vom Wind bewegt, in einer schraubenförmigen Bewegung zu Boden. Die Bestäubung erfolgt durch den Wind.

Wuchs

Hainbuchen bilden zum Teil bis zu 18 Meter lange Stämme, die einen unregelmäßigen Querschnitt aufweisen. Im Jungstadium wachsen die Äste senkrecht nach oben, bei älteren Bäumen haben sie eine horizontale Ausrichtung. Die mächtigen Kronen sind dicht. Bei freistehenden Bäumen sind sie weit ausladend und breit-oval.
Die Triebe sind anfangs glänzend braun und leicht behaart. Im Alter werden sie dunkelgrau. Der glatte Stamm ist bräunlich-grau mit elliptischen, weißen Lentizellen.
Die Bäume sind Herzwurzler, die, je nach Standort, mehr oder weniger tief in den Boden eindringen. Hainbuchen verfügen über ein weißes bis gräulich-weißes Holz. Daher stammt die Bezeichnung "Weißbuche".

Standort

Hainbuchen wachsen oftmals auf Braunerde oder Ton-Sand-Ablagerungen. In Gebirgen und in Südost-Europa besiedeln sich Flächen mit Lößböden, die ihnen ausreichend Wasser bieten.
Sie bevorzugen, sonnige bis halbschattige Standorte. Auch Schattenplätze liegen in ihrer Toleranz. Oftmals bilden sie mit Eichen und Buchen einen Laubmischwald. Hainbuchen sind bis -20 °C winterhart.

Verbreitung

Die Gattung der Hainbuchen ist von Mitteleuropa über Südskandinavien bis nach Weißrussland sowie auf der Balkanhalbinsel verbreitet. Das östlichste Siedlungsgebiet ist der Kaukasus. Im Westen reichen ihre Bestände bis zu den Pyrenäen, im Süden sind die Bäume bis nach Süditalien vorzufinden. Auf der Iberischen Halbinsel sind sie nicht heimisch.

Nutzung

Hainbuchen finden oftmals als Heckenpflanzen in Gärten und Parkanlagen Verwendung. Ihr Holz ist extrem hart (Eisenholz), fest und überaus schwer. Es findet im Werkzeugbau für zahlreiche Gegenstände, wie Hobel, Hämmer und viele andere Geräte bis heute Verwendung. Es verfügt über einen sehr hohen Brenn- und Heizwert. Auszüge von Hainbuchen sind seit langer Zeit als Heilmittel in der Volksmedizin bekannt.

Pflege/Schnitt

Die Gattung der Carpinus ist schnittverträglich und pflegeleicht.

Krankheiten/Schädlinge

Hainbuchen sind robust. Doch sind bis heute über 200 Pilzsorten bekannt, wie etwa Mehltau- oder Rostpilze, die die Hainbuchen befallen.

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