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Eigenschaften

  • Gattung mit nur einer Art
  • wächst vorwiegend in Asien, in Europa gefährdet
  • rispige Blütenstände
  • enthält entzündliche und hautreizende Öle
  • bildet wuchernde Klon-Kolonien

Diptam

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Zur Gattung Diptam (bot. Dictamnus) gehört ausschließlich eine Art. Dictamnus albus trägt im Deutschen einige Trivialnamen. Die Gattungsart ist in regionalen Variationen als Aschwurz, Spring- oder Spechtwurzel und Pfefferkraut bekannt und besonders als Brennender Busch geläufig. Diesen Namen tragen die Pflanzen, da sich ihre Blütenstände aufgrund flüchtiger ätherischer Öle selbst entzünden.

Die monotypische Gattung steht in der Ordnung der Seifenbaumartigen (Sapindales) und reiht sich in die Pflanzenfamilie der Rutaceae (Rautengewächse). Die Gattung ist in Asien, Nordafrika und Europa beheimatet, doch ist sie hier mittlerweile gefährdet. Bereits seit den Dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts steht sie unter Artenschutz und das Pflücken der Pflanzen ist in Deutschland nach wie vor untersagt. Ohnehin ist ein Berühren der Pflanzenteile nicht ratsam, da sie Stoffe enthalten, die hautreizend bis phototoxisch wirken. Im Zusammenspiel mit Sonnenlicht verursachen sie Brandwunden.

Blatt

Die Blätter der Dictamnus erscheinen drei- bis fünffach gefiedert. Die Fiedern sind eiförmig gestaltet. Sie strömen einen aromatischen Zitrusduft aus. Sie sind dunkelgrün gefärbt und fallen zum Winter hin ab.

Blüte

Die Blüten haben fünf Blätter und sind zygomorph aufgebaut, sie spiegeln sich als nur entlang einer Ebene. Ein Blütenblatt zeigt nach unten, die anderen vier ordnen sich darüber an. Die Staubblätter ragen prominent über die Kronblätter. Diese haben eine weiße oder rosa bis hellviolette Farbe und sind dunkel geädert.

Die einzelnen Blüten sind in aufrechten, traubenartigen oder rispigen Blütenständen angeordnet. Sie wachsen auf bis zu sechs Zentimeter in der Länge. In den Monaten Mai und Juni zeigen sich die Pflanzen der Gattung in voller Blüte. Ein wahres Spektakel ereignet sich, sobald die flüchtigen Öle der Pflanze sich unter den Blütenständen entzünden und kleine blaue Flammen an den Rispen entstehen. Sie erlöschen schnell und hinterlassen keine Schäden an den Pflanzen.

Frucht

Die Gattungsart entwickelt aus den bestäubten Blüten Kapselfrüchte, die jeweils einen kugeligen Samen enthalten. Sobald die Fruchthülle getrocknet ist, reißt sie auf und katapultiert den Samen mehrere Meter weit. Häufiger stehen große Gruppen der Pflanzen zusammen und das Knallgeräusch des Schleuder-Mechanismuses ist weithin vernehmbar.

Wuchs

Dictamnus albus wächst als krautige Pflanze und ist mehrjährig. Aus den Rhizomen, die sich kriechend verbreiten, wachsen gerade Stängel auf Höhen von bis zu 120 Zentimeter. Die Pflanzen entwickeln Klon-Kolonien und breiten sich schnell aus. Die Pflanzenteile der Diptam enthalten ätherische Öle, die intensiv duften, teilweise entzündlich sind und teilweise schwere Hautirritationen auslösen.

Standort

Die Pflanzen wachsen auf trockenen Untergründen und bevorzugen kalkige Böden. Sie siedeln bevorzugt an halbschattigen Plätzen und finden sich daher häufiger in lichten Wäldern oder Gebüschen.

Verbreitung

Die Gattung ist in Asien weit verbreitet und siedelt auch in Nordafrika. Häufiger ist sie im Südosten Europas anzutreffen. In Mitteleuropa ist die Gattung in ihrem Bestand gefährdet.

Nutzung

Die Gattungsart Dictamnus albus steht seit langer Zeit in Kultur. Sie galt zu früheren Zeiten als Heilpflanze und zierte Gärten in Europa seit dem Ende des Mittelalters. Aufgrund ihrer phototoxischen Eigenschaften findet sie sich heute weder als Zier- noch als Nutzpflanze.

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