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Eigenschaften

  • Gattung mit rund 1400 Arten
  • wachsen als Bäume auf bis zu fünf Meter
  • immergrün, lange Blühphase
  • intensiv duftende Blüten
  • nicht ausreichend winterhart

Akazien

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Akazien (bot. Acacia) bilden eine Gattung innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und reihen sich in die Unterfamilie der Mimosengewächse (Mimosideae) ein. Akazien gehören zu den Harthölzern. Weltweit gibt es um die 1400 verschiedene Arten, etwa 950 davon sind in Australien beheimatet. Seit den 1980ern ziert die Akazie das australische Wappen. In unseren Breitengraden wächst sie nicht in freier Natur. Akazien tragen viele Blüten, die einen angenehmen Duft verbreiten und deren Nektar besonders zuckerhaltig ist. Sie eignen sich ideal als Bienennährpflanze. Das Resultat ist ein angenehm milder Honig.

In Costa Rica gehen Akazienbäume eine wunderbare Symbiose mit Ameisen ein und halten sich so ihre eigene Armee. Die Ameisen nisten in den hohlen Dornen der Pflanze und leben von der Nahrung, mit der die Pflanze sie ausreichend versorgt. Im Gegenzug greifen die Insekten nach kürzester Zeit jedes Lebewesen an, das der Akazie schaden könnte. Selbst Schling- oder Kletterpflanzen, die zu viel Licht rauben, beißen sie mit wenigen kräftigen Bissen kurzerhand ab.

Blatt

Die Exemplare der Gattung Acacia sind immergrüne Bäume. Die Laubblätter bestehen aus einem Blattstiel und einer doppelt gefiederten Blattspreite. Die Blätter sind bei einigen Arten kurz und rundlich, bei anderen länglich und spitz zulaufend. Bei Akazien-Arten lässt sich das Phänomen beobachten, dass sich die Blätter zu blattartigen Blattstielen zurückbilden (Phyllodien). Diese reduzierten Blätter nehmen mannigfaltige Formen und Auswüchse an. Je nach Klima und Art wandeln sich die Nebenblätter zu Dornen um, die sich in unterschiedlichsten Größen präsentieren. Manchmal sind sie kurz wie bei Rosen, manchmal weiß, lang und stachelig wie bei einigen Arten der Sukkulenten.

Blüte

Akazien blühen in der Regel das ganze Jahr über, treiben aber vornehmlich im März oder April aus. Die Blüten sind weiß, gelb oder rosa, in seltenen Fällen rot. Die Form der Blüte kann kugelig-rund oder länglich-ährig sein. Besonders charakteristisch sind die weit herausragenden Staubblätter. Die Blüten sitzen an den Zweigenden und hängen bei den meisten Arten in dichtem, traubenartigem Wuchs herab. Sie verbreiten einen intensiven Duft, der Bienen anlockt.

Frucht

Die Arten bilden Früchte, die aussehen wie Bohnen oder Schoten. Manche sind gerade, manche gekrümmt und haben unterschiedlichste Größen und Farben. Im Inneren finden sich mehrere Samen, aber kein Mark.

Wuchs

Dieses Zierholz wächst langsam. In ihrer natürlichen Umgebung erreichen Akazien eine Höhe von bis zu fünf Metern. In Kübeln in unseren Breitengraden werden die Bäumchen nicht höher als anderthalb Meter.

Standort

Akazien lieben Wärme. Im Sommer fühlen sie sich an einem warmen, vollsonnigem Standort am wohlsten. Auch gelegentliche Kälte und Zugluft liegen in ihrer Toleranz. Während des Überwinterns benötigt die Pflanze es dunkel und kühl bei 5°C oder hell und warm bei 15°C Raumtemperatur. Ein Wintergarten oder Glashaus eignet sich dafür optimal.

Verbreitung

Die Gattung kommt in den subtropischen und tropischen Gebieten unserer Erde vor. Akazien passen sich spielend den klimatischen Bedingungen an. Die Bäume wachsen an der Küste und im Gebirge, in trockenen genauso wie in regenreichen Gebieten.

Nutzung

Bei uns ist die Akazie eine beliebte Zierpflanze für die Terrasse oder den Balkon. Wo sie natürlich vorkommt, fand und findet sie als Nutzpflanze in vielen verschiedenen Bereichen Verwendung. Einige Arten liefern hochwertiges Holz. Dann gibt es Arten, deren Rinden oder Hülsen als Gerbmaterial dienen. In älteren Lexika sind Einträge zu finden, die Teile des Baumes als Nahrungsmittel verzeichnen oder besagen, dass indigene Völker tonische Getränke und Spirituosen daraus brauen. Auch zum Betreiben von Körperpflege kommt die Akazie zum Einsatz. In Indien beispielsweise bewährt sich die Rinde beim Zähneputzen.

Die Hülsen mancher Arten erzeugen Seife. Sogar medizinische Zwecke als Mittel gegen Fieber oder Diarrhöe und andere Beschwerden sind überliefert. Das bekannteste Produkt der Akazie ist Gummi arabicum. In großem Stil aus mehreren afrikanischen Akazien-Arten gewonnen, findet es auf vielfache Weise in der Industrie Verwendung. Zum Beispiel handelt es sich bei der Gummierung von Briefmarken oder -umschlägen, Etiketten oder Zigarettenpapier um Gummi arabicum. Auch Medikamente in Dragéeform haben eine Hülse aus diesem Material. Es ist in Künstlerfarben enthalten, weil der Stoff die Farbpigmente bindet.

Pflege/Schnitt

Die Gattung der Acacia ist anspruchslos und leicht zu kultivieren. Die Pflanzen kommen selbst mit nährstoffarmen Böden zurecht. Der Kalkgehalt des Bodens ist im besten Fall niedrig und der Torfanteil hoch. Beim Wässern ist auf Regelmäßigkeit zu achten. Staunässe ist zu vermeiden. Es empfiehlt sich, den Topf oder Kübel mit einer Drainageschicht zu versehen und den Boden durchlässig zu gestalten. Im Sommer ist darauf zu achten, den Wurzelballen nicht austrocknen zu lassen. Im Winter reicht mäßiges Gießen aus. Am besten eignet sich kalkarmes (Regen-) Wasser. Während der Wachstumsphase von März bis September, empfiehlt es sich, monatlich mit einem kalkarmen Produkt düngen. Die Pflanze dankt einen regelmäßigen Schnitt während der Wachstumsperiode mit einem herrlich buschigen Wuchs. Vor dem Einwintern fällt der Rückschnitt radikaler aus. Durch eine jährliche Ästung entsteht aus einem kleinen Akazienstrauch ein Bäumchen mit einem schönen Hochstamm.

Krankheiten/Schädlinge

Leider sind Akazien als Zimmerpflanze krankheitsanfällig. Das hat in der Hauptsache mit zu viel oder zu wenig Wasser zu tun. Nach zu großzügigem Wässern oder bei Staunässe verfärben sich die Phyllodien ins Bräunliche und / oder hängen herab. Nisten sich Schädlinge wie Spinnmilben, Schild- oder Wolläuse ein, ist dies ein Zeichen für zu trockene Raumluft. Regelmäßges Besprühen der Pflanze oder das Befeuchten der Luft bietet gute Hilfe. Halten sich die ungebetenen Gäste hartnäckig, hilft das Abreiben mit einem in Alkohol oder Spiritus getränkten Wattebausch. Stellt sich keine Besserung ein, bleibt der Griff zum Insektizid oder Akarizid.

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