Klassifikation

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  • Ordnung: Commelinaartige
  • Familie: Wasserhyazinthengewächse
  • Gattung: 2 Einträge
  • Art: 1 Eintrag
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Eigenschaften

  • submerse oder emerse Laubblätter
  • meist grundständige Blätter
  • parallel angeordnete Blattnerven
  • auffällig gefärbte Blütenhüllblätter
  • Blüten sind klein und dreizählig aufgebaut

Wasserhyazinthengewächse

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Die Familie der Wasserhyazinthengewächse (bot. Pontederiaceae) gehört zu der Ordnung der Commelinartigen (Commelinales). Heute beinhaltet die Familie sechs Gattungen mit etwa 30 Arten.

Nach neueren Studien zählen aktuell die Trugkölbchen (botanisch Heteranthera) ebenfalls zu den Wasserhyazinthengewächsen. Früher bestand die Familie aus neun Gattungen. Die am meisten genutzte Art in Deutschland ist die Dickstielige Wasserhyazinthe (botanisch Eichhornia crassipes).

Blatt

Wasserhyazinthengewächse bilden Laubblätter an der Basis der Sprossachse oder verteilt am Stängel aus. Sie folgen einer wechselständigen oder spiralförmigen Anordnung. Selten stehen die Blätter zweizeilig oder wirtelig am Stängel.

Je nach Lebensweise der Art tauchen die Blätter komplett unter die Wasseroberfläche, oder sie erstrecken sich über dem Wasser. Untergetauchte Blätter heißen submers und solche, die über der Wasseroberfläche liegen, tragen die Bezeichnung emers.
Während der Großteil der Arten gut ausgebildete Blätter entwickeln, bildet das Brasilianisches Wasserhaar (botanisch Hydrothrix gardneri) stark reduzierte Blätter aus. Die Blätter bestehen aus einem Stiel, den eine röhrige Blattscheide umschließt, sowie aus einer einfachen Blattspreite mit einem ganzrandigen Blattrand. Diese sind sehr unterschiedlich ausgeformt und tragen parallel oder netzförmig angeordnete Nerven. Typisch für das Brasilianische Wasserhaar sind die fadenförmigen Blattspreiten.

Blüte

Pontederiaceaen entwickeln einzeln stehende Blüten oder Blütenstände. Zwei Hochblätter (Brakteen) sitzen an der Basis der Blüten und Blütenstände. Die Einzelblüten sind klein bis mittelgroß und zwittrig. Sie folgen einem dreizähligen Aufbau und sind typischerweise radiärsymmetrisch aufgebaut. Nur selten besitzen die Arten spiegelsymmetrische Blüten.

Je drei Blütenhüllblätter sitzen in zwei Kreisen. Die gleich- oder verschiedengestaltigen Blütenhüllblätter stehen entweder frei oder bilden an ihrer Basis durch Verwachsung mit den nebenstehenden Hüllblättern eine Röhre. Sie tragen auffällige Farbtöne von weiß, über violett bis blau. Selten entwickeln die Hüllblätter gelbe Farben. Im Zentrum der Blüte sitzen ein bis zwei Kreise aus je drei frei stehenden Staubblättern. Sie sind fertil oder zu sterilen Staminoiden umgebildet, die eine Schaufunktion übernehmen. Drei Fruchtblätter bilden einen oberständigen Fruchtknoten. Dieser enthält eine bis drei Kammern. Jede Kammer bildet bis zu 50 Samenanlagen aus. Eine winzige kopfige Narbe mit drei Lappen schließt den Griffel ab. Die Befruchtung erfolgt durch Insekten.

Frucht

Wasserhyazinthengewächse entwickeln Kapselfrüchte oder Nüsse, die aus drei Fächern bestehen. Die stärkehaltigen Samen tragen eine gerippte oder glatte Struktur auf ihrer Oberfläche.

Wuchs

Wasserhyazinthengewächse sind einkeimblättig. Die zumeist krautigen Pflanzen sind ausdauernd oder einjährig. Sie bilden teilweise sukkulente Pflanzenorgane aus, um Wasser über einen längeren Zeitraum zu speichern. Ihre Wurzeln ankern im Boden oder schwimmen frei im Wasser. Zur Erhöhung der Schwimmfähigkeit enthalten Stängel und Blätter ein schwammartiges Gewebe, in dessen Hohlräume die Pflanzen Luft einschließen.

Verbreitung

Die Arten der Pontederiaceae kommen von den tropischen Klimazonen bis in die warm-gemäßigte Zone vor. In einigen Ländern gelten sie als invasive Arten. Durch die Einführung der Pflanzen, um sie in Gärten zu kultivieren, verwilderten viele Arten. Mittlerweile verdrängen sie heimische Arten aus den Gewässern durch ihre hohe Ausbreitungsfähigkeit.

Nutzung

Die Dickstielige Wasserhyazinthe (bot. Eichhornia crassipes) dient in Taiwan trotz ihres neutralen Geschmacks als Gemüsepflanze. Sie enthält große Mengen an Carotinen, was ihre Bedeutung als Nahrungspflanze erklärt. Die Samen des Herzblättrigen Hechtkrauts (botanisch Pontederia cordata) gelten in rohem oder geröstetem Zustand als beliebte Süßspeise. Als gemahlenes Pulver sind sie ein beliebtes Gewürz. Die Blätter und Stängel sind die Basis von Salaten oder Gemüsegerichten wie Spinat.

Die Industrie gewinnt aus ihren Pflanzenteilen Biogas. Die Pflanze gilt als ergiebige Quelle für Biomasse, da sie auf Wasserflächen sehr schnell wächst. Einige Arten finden Verwendung als Zierpflanzen in Teichen oder in Aquarien.

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Wasserhyazinthen (Eichhornia)
Wasserhyazinthen

Eichhornia

Gattung
Hechtkräuter (Pontederia)
Hechtkräuter

Pontederia

Gattung
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