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  • Ordnung: Tüpfelfarnartige
  • Familie: Perlfarngewächse
  • Gattung: 2 Einträge
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Eigenschaften

  • stark unterschiedlich ausgeprägte Wedel an ein und derselben Pflanze
  • fertile Wedel sind oftmals über und über mit Sori bedeckt
  • in gemäßigten Regionen beheimatet
  • bereichern schattige Standorte
  • lassen sich teilweise wie Gemüse zubereiten

Perlfarngewächse

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Die Pflanzenfamilie der Onocleaceae, zu Deutsch Perlfarngewächse, gehört in die Ordnung der Tüpfelfarnartigen (bot. Polypodiales). Darin stehen sie innerhalb der Klasse der Echten Farne (bot. Polypodiopsida). Die Perlfarngewächse umfassen acht Arten in vier Gattungen.

Zu ihnen zählen die namensgebenden Perlfarne, Pentarhizidium, Onocleopsis und die Straußenfarne. Im Gegensatz zu anderen Farn-Familien, wachsen die Perlfarngewächse vorwiegend in gemäßigten klimatischen Zonen der nördlichen Hemisphäre. Ein besonderes Merkmal dieser Pflanzenfamilie sind die unterschiedlich ausgeprägten fertilen und sterilen Blattwedel. Teilweise erinnern sie an Perlenschnüre, die sich in die Höhe strecken. Gerade an sonst schwierigen Standorten mit viel Schatten und feuchten Böden sind sie eine echte Zierde.

Blatt

Die Blätter der Perlfarngewächse stellen ein Charakteristikum der Familie dar. Sie kommen dimorph vor. Das heißt, eine Pflanze bildet verschiedenartige Blätter aus, die fertil oder steril sind. Sie unterscheiden sich optisch stark. Die fertilen Wedel, beispielsweise der Gattung Perlfarne, weisen eine große Vielzahl an perlförmigen Sporenhäufchen aus, die den gesamten Wedel bedecken. Die Stiele der Wedel, weisen ausgeprägte Leitbündel auf, über die sich die Pflanzen mit Nährstoffen und Wasser versorgen.

Blüte

Farne definieren sich als sporenbildende Pflanzen und demgemäß bilden auch die Perlfarngewächse keine Blüten aus.

Frucht

Perlfarngewächse bilden Sporen aus, die eine nierenartige Form aufweisen. Sie wachsen in Anhäufungen von Sporenbehältern, die sich Sori nennen. Mit den braunen oder grünen Sporen vermehren sich die Onocleaceae. Häufiger umhüllt sie ein Indusium, also ein Blatthäutchen. Dies vereinfacht das Bestimmen der Perlfarngewächse innerhalb der Echten Farne. Besonders auffällig ist dieses bei den Gattungen, die neben den Sterilen auch feritle Wedel ausbilden. Sie sehen aus wie kleine Perlen, was zum Namen der Pflanzenfamilie beitrugen.

Wuchs

Onocleaceae bilden stark unterschiedlich lange Rhizome aus, die einen kriechenden Wuchs haben. Manchmal wachsen die Rhizome aufsteigend oder bilden Ausläufer. Aus den Rhizomen entspringen die Blattwedel, die zunächst aufgerollt stehen und sich während der Wachstumsphase aufrecht strecken.

Standort

In anderen Farn-Familien kommen häufiger Epiphyten vor. Jedoch entwickelt sich diese Form der Aufsitzerpflanzen nicht in der Familie der Perlfarngewächse. Die Onocleaceae wachsen terrestrisch. Sie bevorzugen halbschattige bis schattige Standorte und tolerieren meistens keine sonnigen Lagen und trockenen Böden. Die Substrate sind idealerweise frisch oder feucht und humos oder lehmig und trotzdem durchlässig.

Verbreitung

Perlfarngewächse treten in den meisten Fällen außerhalb der Tropen auf und siedeln bevorzugt in klimatisch gemäßigten Zonen der nördlichen Erdkugel. Sie sind in Mitteleuropa heimisch, finden sich mit einer Gattung auch in Mittelamerika.

Nutzung

Perlfarngewächse bereichern im Garten schattige Ecken und stehen gerne unter Gehölzen. Die teilweise sehr großen, aufrechten Wedel zieren schwierige Standorte.
Manche Vertreter der Pflanzenfamilie sind essbar. Die jungen Blattwedel sind noch eingerollt zu ernten und schmecken gedünstet entfernt wie Brokkoli.

Pflege/Schnitt

Zwar sind viele Arten dieser Pflanzenfamilie in unseren Breiten heimisch, trotzdem ist teilweise ein Winterschutz dienlich, damit die Rhizome keinen Schaden nehmen. Alte Wedel bleiben bis nach den letzten Frösten stehen. Der Gärtner schneidet sie im Frühjahr zurück um den jungen Blättern Platz zu machen. Die Pflanzen der Onocleaceae vermehrt der Gärtner durch ein Abteilen der Rhizome oder überlässt den Sporen das Vermehren. Zu bedenken ist, dass einige Gattungen sich stark ausbreiten, sodass eventuell ein Anpflanzen mit einer Rhizomsperre sinnvoll ist. Auf eine ausreichende Wasserzufuhr und einen beschatteten Standort legen die Perlfarngewächse wert. Eine weitere Pflege ist im Garten nicht notwendig.

Krankheiten/Schädlinge

Schädlinge kommen an den Onocleaceae nicht vor. Auch von Krankheiten sind sie in der Regel nicht betroffen.

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