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Eigenschaften

  • perlschnurartige Blattwedel mit Sporenkapseln
  • markante Blattwedel mit gefiederter Gestalt
  • für schattige und feuchte Standorte geeignet
  • robuste, pflegeleichte Gewächse
  • beliebte Zierpflanzen

Onoclea

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Die Gattung der Perlfarne (bot. Onoclea) gehört zur Familie der Perlfarngewächse (Onocleaceae). Einige Autoren stellen fünf bis acht Arten unter diese Gattung, während andere Quellen von Onoclea sensibilis als einzige Art der Gattung sprechen. Sie trägt den gleichen deutschen Namen wie die Gattung und gilt als beliebte Kulturpflanze.

Perlfarne sind ganz besondere Gewächse. Wie alle Farne haben sich diese Pflanzen lange vor der Evolution der Blütenpflanzen entwickelt. Heute wissen Gartenbesitzer diese einzigartigen Kreaturen zu schätzen. Die lang gestielten Blattwedel sind äußerst dekorativ auf feuchteren Standorten im Schatten. Perlfarne überzeugen mit ihrem prachtvollen Blattwerk, welches in einem frischen Grün erstrahlt. Den Namen bekam die Gattung aufgrund der sporentragenden Sprossachsen, die an eine Perlschnur erinnern. Diese Sporangien geben dem Beet einen mystischen Charakter. Sie dekorieren den Garten während der gesamten Winterperiode. Sie verschönern den Garten, wenn sich andere Pflanzen in die Winterruhe zurückgezogen haben. Als Formgeber schaffen sie klare Linien in Schattenbeeten.

Blatt

Die Arten der Gattung Onoclea bilden lang gestielte sterile Blattwedel und kürzere fertile Blätter aus. Sie stehen einzeln oder zu mehreren zusammen. Im oberen Bereich hängen die sterilen Blätter bogig über, was besonders ästhetisch wirkt. Die gelblich bis grün gefärbten Blätter sind fiederförmig eingeschnitten. Bevor sie ihre typische Farbe annehmen, erscheinen sie im Frühjahr in einem rosa bis bräunlichen Farbton.

Die einzelnen Blattfiedern wirken derb ledrig und erinnern in ihrer Form an ein Dreieck. Die Nerven auf den Blattspreiten sind netzartig verbunden. Die fertilen Blattwedel machen nicht den Anschein eines typischen Blattes. Sie erinnern in ihrer Erscheinung an einen aufrecht stehenden Blütenstand. Die einzelnen Blattfiedern dieser Wedel wickeln sich um die Sporenbehälter und schließen diese vollständig ein. Die Blattfiedern sind nicht grün, sondern dunkel bräunlich gefärbt.

Blüte

Perlfarne entwickeln keine Blüten. Sie vermehren sich über Sporen, die an einem sporentragenden Wedel entstehen. Die Sporenwedel sind nicht nur zur Blütezeit eine Bereicherung für den Garten. Sie setzen den ganzen Winter über dekorative Akzente im tristen Garten. Sie nehmen nach dem ersten Frost eine rot-bräunliche Färbung an und wirken wie ein in herbstliche Farben getauchter Blütenstand.

Frucht

Da Farne nicht zu den Blütenpflanzen gehören, tragen sie keine Früchte. Ihre Verbreitungseinheiten entwickeln sich in Sporenträgern. Diese sogenannten Sori enthalten zahlreiche mikroskopisch kleine Sporen. Sie dienen der Ausbreitung der Farne, bei welcher der Wind seine Dienste leistet.

Wuchs

Perlfarne sind mehrjährige krautige Pflanzen, die ihr Laub im Herbst abwerfen. Sie ziehen sich kurz vor dem Wintereinbruch in ein Rhizom zurück, indem sie Nährstoffe gespeichert haben. Aus diesem Überdauerungsorgan treiben nach den Frühjahrsfrösten die frischen Triebe erneut aus und entwickeln wunderschöne Horste. Die Rhizome neigen stark zur Ausläuferbildung. Anders als andere Farne entwickeln die Perlfarne sterile Blätter und fertile Wedel. Die Pflanzen erreichen Wuchshöhen zwischen 50 und 60 Zentimeter.

Standort

Humose und feuchte Böden sind ideal für Perlfarne. Das Substrat ist perfekt, wenn es nie vollständig austrocknet. Eine starke Vernässung und eine dauerhafte Feuchte bereitet den Pflanzen Probleme. Optimal sind Plätze, an denen die Feuchtigkeitsverhältnisse gleichbleibend stabil bleiben. Sie bevorzugen halbschattige bis schattige Standorte und gedeihen auf besonders feuchten Böden in der Sonne. Der pH-Wert des Substrats darf im sauren Bereich liegen. Kühle Plätze mit einer hohen Luftfeuchtigkeit gelten als wahre Oase für Perlfarne, die mit ihren großflächigen und dünnhäutigen Blättern perfekt an diese Standorte angepasst sind.

Verbreitung

Die Arten innerhalb dieser Gattung besiedeln das östliche Nordamerika und kommen in Ostasien vor. Zwei Arten sind in Mitteleuropa heimisch. Sie bevorzugen feuchte Habitate in Wäldern oder an Grabenrändern und wachsen in der Nähe von Bächen und Quellen oder auf feuchten Wiesen.

Nutzung

An Standorten, wo Sommerblumen und Blütenstauden zu Höchstformen auflaufen und ihr komplettes Farbspektrum zum Besten geben, bringen Perlfarne Ruhe in das Beet. Sie geben dem Pflanzenarrangement Struktur und bringen klar definierte Linien ein. Die Sporenpflanzen dekorieren Ufersäume und Gewässerränder. Sie fügen sich perfekt in eine Wasserlaufgestaltung, an dessen Ufern unterschiedliche Lebensräume bestehen. Optimale Pflanzpartner sind krautige Pflanzen, die gleiche Ansprüche an den Lebensraum stellen. Die zarten Blüten des Wiesen-Schaunkrauts (Cardamine pratensis) und die creme-weiße Blütenfarbe des Sumpf-Mädesüß (Filipendula ulmaria) bilden einen ästhetischen Kontrast zu den kräftigen Blattwedeln der Perlfarne.

Gehölze und Bäume bekommen mit den Farnen eine dekorative Unterpflanzung. Als tolle Pflanzpartner erweisen sich Frühjahrsblüher, die unter schattigen Bedingungen wachsen. Die Perlfarne entwickeln ihre volle Größe erst nach dem Abblühen der Zwiebelpflanzen. Die Blüten bilden ein idyllisches Bild, wenn sie zwischen den sich entrollenden Blattwedeln der Perlfarne empor ragen. Die Pflanzen eignen sich als Solitär oder in einem Gruppenarrangement. Ein Perlfarn benötigt einen Abstand von 30 bis 40 Zentimeter zum nächsten Farnexemplar. Dann haben die Gewächse genügend Platz, um üppig zu wachsen. Die sporentragenden Blattwedel geben einen wunderschönen Trockenstrauß ab.

Pflege/Schnitt

Obwohl eine hohe Luftfeuchtigkeit für die Perlfarne wichtiger ist als ein nasser Boden, empfiehlt sich während langer Trockenperioden eine regelmäßige Bewässerung. Die Wuchsleistung der Farne ist im Sommer gewährleistet, wenn das Substrat nicht vollständig austrocknet.
Eine Düngung kommt den Pflanzen zu Gute. Langzeitdünger versorgen die Farne das ganze Jahr über mit Nährstoffen. Um den pH-Wert des Bodens zu optimieren, eignet sich eine Einstreu mit Nadeln. Diese Maßnahme lässt sich optimal mit einer Reisigabdeckung im Herbst verbinden, die den oberirdischen Rhizomen als Schutz vor Kälte dient.

Perlfarne sind ausbreitungsfreudige Gewächse. Um den Ausbreitungsdrang durch die kriechenden Ausläufer zu unterbinden, eignen sich kleine Wurzelsperren in der Erde. Sobald sich die Farne in ihre Rhizome zurückgezogen haben, überstehen sie den Winter problemlos. Temperaturen von -12° Celsius machen den Überdauerungsorganen nichts aus. Späte Fröste im Frühjahr schädigen die jungen Blatttriebe. Ein Schutz schafft Abhilfe.
Einmal an einem Standort gepflanzt, wachsen die Perlfarne für viele Jahre an einem Standort. Sie reagieren empfindlich auf eine Umpflanzung. Kurz vor dem Austrieb der frischen Triebe empfiehlt sich ein bodennaher Abschnitt der vertrockneten Pflanzenteile.

Krankheiten/Schädlinge

Perlfarne zählen nicht zur bevorzugten Nahrung von Schnecken. Sie verschmähen den frischen Austrieb im Frühjahr. Krankheiten und Schädlinge sind an Perlfarnen nicht bekannt.

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