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Eigenschaften

  • Laubblätter erreichen imposante Größen von über 50 Zentimeter
  • meist fünfzählig angeordnete Blüten blühen von Juni bis August
  • zweiklappige Kapselfrüchte schleudern explosionsartig ihre Samen hinaus
  • wachsen niederliegend oder selbständig aufrecht
  • gedeihen am liebsten in sehr warmen wie auch in gemäßigten Gebieten

Akanthusgewächse

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Die Familie der Akanthusgewächse (bot. Acanthaceae) stammt ursprünglich aus Ländern rund um das Mittelmeer. Die zur Ordnung der Lippenblütler (bot. Lamiales) gehörenden Pflanzen sind überwiegend Sträucher, Halbsträucher und Kräuter sowie vereinzelt auch Kletterpflanzen.

Rund 3500 bis 4000 Arten der Akanthusgewächse verteilen sich auf bis zu 250 Gattungen in vier Unterfamilien. Ihren Namen verdanken die Acanthaceae der Gattung Akanthus oder Bärenklau (botanisch Acanthus). Zu den überwiegend mehrjährigen Pflanzen gehören neben meist krautigen, einige verholzende Arten. Besonders wegen ihrer ornamentalen Blätter waren die Akanthusgewächse schon im Altertum beliebt. Gerne wurden sie beim Verzieren von Bauwerken als Motiv verwendet.

Blatt

Die imposanten Laubblätter aller Acanthaceae-Arten erreichen Größen von einem halben Meter und darüber hinaus. Der Blattaufbau ist fiederspaltig, da längs einer Mittelader im Blatt mehrere Nervenbahnen auf unterschiedlichen Höhen zu den Seiten abzweigen. Dazwischen befinden sich Einschnitte, die eine Länge von bis zu einem Drittel der Blattseite erreichen.

Die Blätter wachsen häufig grundständig (aus der Verbindung der Pflanze mit dem Wurzelwerk (Sprossachse) heraus). Sie nach oben gegenseitig, also jeweils gegenüber auf gleicher Höhe oder wechselseitig angeordnet. Ihre Ränder sind gewellt oder glatt, gesägt, gekernt oder gezähnt. Die Blattoberflächen einiger Arten zeigen sich drüsig gepunktet.

Blüte

Die Blüten der Akanthusgewächse sind meist fünfzählig oder zu mehreren in Blütenständen mit einem Verzweigungsmodus angeordnet. Jede der sich hierbei verzweigenden Achsen endet in einer Blüte, dem sogenannten zymösen Blütenstand. Häufig sind fünf Blütenkronblätter zu einer Röhre verwachsen. In den Blüten sind bis zu fünf Staubblätter vorhanden. An der Basis des Fruchtknotens befindet sich ein ringförmiger Diskus, der Nektar produziert.

Die meist purpur bis rosa und weiß gefärbten, lippenförmigen Rachenblüten öffnen sich in der Regel im Juni und leuchten bis in den August hinein. Da der Bau der Blüten auf ihre Bestäuber abgestimmt ist, finden hier zahlreiche Bienen und andere Flugtiere ihre Nahrung.

Frucht

Akanthusgewächse besitzen zweiklappige Kapselfrüchte, die explosionsartig ihre wenigen Samen hinausschleudern. Viele der Früchte tragen am oberen Ende einen Schnabel. Manche von ihnen sind steinfruchtartig. Die Samen sind flaumig behaart oder kahl und besitzen eine glatte oder leicht aufgeraute Oberfläche.

Wuchs

Die meisten Acanthaceae-Arten wachsen niederliegend oder selbständig aufrecht. Hinzu kommen kletternde Pflanzen, die sich häufig im Uhrzeigersinn winden. Die Zweige oder Stängel sind kantig oder im Querschnitt rund. Oft zeigt sich ein angeschwollener Knoten. Bei einigen Arten entwickeln sich aus Deck- oder Tragblättern oder aus reduzierten Laubblättern Dornen.

Standort

Akanthusgewächse gedeihen am liebsten in sehr warmen wie auch in gemäßigten Gebieten. Je nach Herkunft, kommt es, beim Anpflanzen in raueren Gebieten mit Winterfrösten, leicht zu kleinen Schwierigkeiten. Dem lässt sich im Herbst vorbeugen, indem die Pflanzen einen Schutz aus gemulchtem Laub erhalten. Als Gartenpflanzen lieben die meisten Acanthaceae-Arten einen etwas trockenen, am besten sonnigen bis halbschattigen Platz. Optimal sind sandige oder schwere Böden. Was Pflege und Nährstoffe betrifft, stellen die Pflanzen trotz ihrer wuchsigen Statur keine besonderen Ansprüche.

Nutzung

Akanthusgewächse sind Zierpflanzen, die beim Thema Bodenverhältnisse und Lichtbedarf ausgesprochen anspruchslos sind. Daher eignen sie sich ideal zur Pflanzung vor Wänden oder an Gehölzrändern, in Staudenrabatten und in Steingärten. Auch als einzeln gestellte Schmuckstauden finden sie oft Gefallen. Sobald die Acanthaceae angesiedelt sind, lassen sich, dank der reichlich gebildeten Ausläufer, Ableger nehmen. Das Gleiche gilt für Wurzelstecklinge.

Einige Arten, beispielsweise der Wahre Bärenklau, lassen sich als Heilpflanzen nutzen. Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen vieler Samen gehören Alkaloide, Heteroside, ätherische Öle, Polyphenole sowie nichtflüchtige isoprenoide Verbindungen. Einige aus Südamerika stammende Akanthusgewächse enthalten reichlich proteinhaltiges Tierfutter.

Von Bedeutung ist die wichtige ökologische Rolle, die einige Arten der Familie Acanthaceae spielen, da zahlreiche Blüten in ihrem Aufbau an die vielen verschiedenen Bestäuber angepasst sind. Hierzu gehören Tag- und Nachtfalter, Fledertiere, Bienen und andere Insekten sowie Vögel, wie Kolibris oder Nektarvögel. Ein ausreichendes Angebot an Nektar und Pollen sichert das Überleben dieser Tiere.

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Akanthus (Acanthus)
Akanthus

Acanthus

Gattung
Rungia

Rungia

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