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Eigenschaften

  • elegante, schlichte Blüte
  • liebt Sonne und feuchte Böden
  • nicht frosthart
  • leicht giftig
  • in Afrika heimisch

Zantedeschien

Gattung Zantedeschia ab €4.80 kaufen
     
  • Beschreibung
  • Arten
  • Fotos
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Die Zantedeschien (bot. Zantedeschia) sind eine Gattung in der Familie der Aronstabgewächse (Araceae). Innerhalb der Gattung sind acht Arten bekannt, die alle in Südafrika heimisch sind, wo sie auf Sumpfwiesen und an Bachläufen gedeihen.

Die Zantedeschia ist nach dem italienischen Arzt und Botaniker Giovanni Zantedeschi benannt. Ihr Trivialname Calla oder Calla-Lilie ist irreführend, sie ist nicht mit Lilien verwandt und gehört auch nicht zu den Calla-Gewächsen. Die pflegeleichten Pflanzen mit ihrem elegant anmutenden Blütenstandskelch sind hierzulande längst ein vertrauter Anblick. Einige Arten der Zantedeschia haben bei uns als Zimmerpflanze Einzug gehalten, seltener als Gartenpflanze, da sie in unseren Breiten nicht ausreichend winterhart ist. Die ungewöhnliche Blüte erscheint, je nach Zuchtform, in vielen unterschiedlichen Farben gibt. Sie sorgt für einen Hauch Exotik und lässt sich auch ausgezeichnet als Schnittblume verwenden.

Blatt

Die Blätter der Zantedeschia sind grundständig, gestielt und lanzettlich bis pfeilförmig. Das Blatt ist ganzrandig und unbehaart. Es hat eine ledrige Konsistenz, die Oberfläche glänzt leicht. Auf der Unterseite des Blattes sind die Rippen gut erkennbar. Je nach Art ist es von sattgrüner Farbe oder gesprenkelt.

Blüte

Die Pflanze bildet eine Blüte auf einem stabilen Blütenstandsstiel aus, an dem keine Laubblätter sitzen. Am oberen Ende des Stiels sitzt das farbige Hochblatt, dem die Zantedeschia ihr elegantes Aussehen verdankt. Meist ist es weiß oder gelb, mittlerweile gibt es bei den Zuchtarten eine große Vielfalt an Farben. Das Hochblatt ist wie die Laubblätter groß, pfeilförmigund wickelt sich um den darunter liegenden Blütenkolben herum. Im unteren Bereich des Blütenkolbens sitzen die weiblichen, im oberen Bereich die männlichen Blüten. Sie sind winzig und unscheinbar.

Frucht

Befruchtete weibliche Blüten bilden am unteren Teil des Blütenkolbens den Fruchtstand aus, der aus kugelartigen Samenhüllen mit einem bis drei Samenkörnern besteht. Bis die Frucht gereift ist, rollt sich das Hochblatt der Zantedeschia eng um den Fruchtstand herum. Erst dann fällt es ab und gibt die Samen frei. Bis aus den Samen der Pflanze triebfähige Knollen entstehen, vergehen mehrere Jahre.

Wuchs

Pflanzen in der Gattung Zantedeschia haben je nach Art Knollen oder Rhizome als Überdauerungsorgane. Diese liegen unterirdisch, aus ihnen wachsen nach unten die Wurzeln und nach oben die Laubblätter und Blütenstiele empor. Während die Blätter sich nach außen neigen, bleibt der Blütenstängel aufrecht.

Standort

Zantedeschia mag einen vollsonnigen bis halbschattigen Standort, der nicht der Mittagssonne ausgesetzt ist. Der Boden ist ideal nährstoffreich und feucht. Auch leicht sandigen bis lehmigen Boden mit stehendem Wasser mag die Pflanze. Somit eignet sie sich hervorragend als Zierde an Gartenteichufern. Allerdings ist sie bei uns nicht winterhart, wenn die Pflanze draußen überwintert, sorgt ein geschützter Standort und eine Mulchschicht im Winter für Schutz.

Verbreitung

Pflanzen der Gattung Zantedeschia sind in Afrika heimisch, sie stammen aus Südafrika, Swasiland und Lesotho. Auch kommen sie in einigen anderen afrikanischen Ländern vor. Die Pflanzen wachsen dort in Sumpfgebieten, an Flussläufen und in feuchten Gräben, die im Sommer austrocknen.

Nutzung

In der afrikanischen Heimat der Zantedeschia ist die Heilkraft ihrer Laubblätter bekannt. Sie lindern entzündete Wunden. Es ist außerdem möglich, die Blätter gegart zu verzehren. Bei uns dient die Pflanze ausschließlich als Zierpflanze. Sie symbolisierte lange Zeit Trauer und Vergänglichkeit. Da sie in allen Teilen leicht giftig ist, ist in Haushalten mit Tieren und Kindern Vorsicht geboten, es treten bei Kontakt Schleimhautreizungen auf.

Pflege/Schnitt

Die Zantedeschia benötigt während der Blüte einen stets feuchten Boden. Während der Wachstumsphase bekommt die Pflanze alle zwei Wochen einen Blumendünger. Eine wichtige Maßnahme bei der Pflege der Zantedeschia ist ein ausreichender Winterschutz, da die Knollen oder Rhizome bei Minusgraden absterben. Bei Arten, die im Sommer blühen, trocknen die oberirdischen Pflanzenteile nach der Blüte ein und fallen ab.

Es empfiehlt sich, die Knolle oder die Rhizome auszugraben und dunkel und kühl (bei zehn bis 15 Grad Celsius) zu überwintern. Im Frühjahr in die Erde gegeben und gewässert, treiben diese neu aus. In Blumentöpfen gehaltene Exemplare gehen bei reduziertem Wässern in die Ruhephase über, sie überwintern ohne Ausgraben in ebenso kühlen, dunklen Räumen. Während des Überwinterns ist die Gabe von Düngemittel nicht erforderlich.

Krankheiten/Schädlinge

Auch wenn Zantedeschia feuchte Böden liebt, bekommt sie bei zu viel Wasser in der Ruhephase Wurzel- beziehungsweise Knollenfäule. Zu erkennen ist dies an gelblich verfärbten Laubblättern, die herabhängen. Meist ist eine betroffene Pflanze nicht mehr zu retten. Je nach Fortschritt der Fäule hilft eventuell noch das sofortige Herausnehmen der ganzen Pflanze und das Abtrocknen der Knolle.
Zantedeschia ist bei zu trockener Luft und hohen Innentemperaturen anfällig für einen Befall mit Blattläusen und Spinnmilben. Hier hilft es, die Pflanze mit einem mäßig starken Wasserstrahl abzuspritzen und den Standort zu verbessern.

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Pflanzen innerhalb der Gattung Zantedeschien Zantedeschia

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