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Eigenschaften

  • auffällig gefärbte Hochblätter
  • Wirtel aus drei Laubblättern
  • einkeimblättrige Pflanzen
  • wachsen auf schattigen und feuchten Standorten
  • Blätter glänzend grün oder panaschiert

Waldlilien

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Die Gattung der Waldlilien (bot. Trillium) zählt zur Familie der Germergewächse (Melanthiaceae). Die Waldlilien sind unter dem Synonym Dreiblatt bekannt. Die Gattung umfasst rund 45 Arten, von denen einige in Deutschland als Zierpflanzen von Bedeutung sind.

Die Waldlilien haben ihren deutschen Namen der Tatsache zu verdanken, dass ihre Hochblätter an die Form einer Lilienblüte erinnern. Trillium-Arten gehören zu den einkeimblättrigen Pflanzen. Diese Gruppe bildet während des Keimens ein Blatt, das sich in der Gestalt von den später wachsenden Laubblättern unterscheidet. Es ist einfach ausgebildet und versorgt die wachsende Pflanze mit Nährstoffen. Auffällig sind die großen Einzelblüten, die in den verschiedensten Farben erstrahlen. Die Gattung hat ihre besonderen Merkmale, denn einige Arten blühen bereits im Februar. Sie verschönern mit ihrer auffälligen Erscheinung die dunklen Bereiche in Wäldern. Einige Waldlilien benötigen bis zu sieben Jahre, bis sich aus den Samen blühende Pflanzen entwickeln.

Blatt

Typisch für die Waldlilien sind die bodennahen einfachen Laubblätter. Sie stehen in einem Quirl am Stängel und waagerecht von der Sprossachse ab. Die einfachen Laubblätter sind charakteristisch für alle einkeimblättrigen Pflanzen. Die Blattspreite ist rhombisch bis oval ausgeformt. Auf der Blattoberfläche sind drei bis fünf Hauptnerven erkennbar, die sich handförmig ausbreiten und an der Blattspitze zusammenlaufen. Von den Hauptnerven gehen zahlreiche Nebennerven ab.

Die Blätter sind grün gefärbt und glänzen. Einige Arten entwickeln dunkel gefleckte Blätter, die panaschiert erscheinen. Ein charakteristisches Erkennungsmerkmal für die Waldlilien sind die drei Hochblätter. Sie stehen wirtelig beisammen und sind verschieden gefärbt. Viele Arten besitzen grünliche Hochblätter. Andere Vertreter aus dieser Gattung entwickeln bunt gefärbte oder gefleckte Hochblätter. Dadurch erinnern die Hochblätter an die Form einer Blüte. Die Hochblätter sind oval oder elliptisch und wachsen auf bis zu zehn Zentimeter Länge heran. Sie sind gestielt oder ungestielt. Sie haben wie die Laubblätter drei bis fünf Hauptadern, die sich handförmig ausbreiten.

Blüte

Waldlilien tragen pro Pflanze eine Blüte. Sie folgen einem dreizähligen Aufbau und bilden sich radiärsymmetrisch mit mehreren Spiegelachsen aus. Die Blüte setzt sich aus zwei Kreisen mit Hochblättern zusammen. Da es sich hierbei um Blätter handelt, ist die Blüte eine sogenannte Scheinblüte. Die Hüllblätter unterscheiden sich in ihrer Form und Farbe. Die Farbpalette umfasst die Farben rot, purpur, weiß, gelb und grün. Einige Arten zeigen Kombinationen und Übergänge aus diesen Farben.

Ein oberständiger Fruchtknoten setzt sich aus den Fruchtblättern zusammen. Sie sind von zwei Kreisen mit jeweils drei Staubblättern umgeben. Die Staubblätter ragen aufrecht in die Höhe oder sie biegen sich, sodass sie auseinander streben. Die kurzen Staubfäden sind an ihrer Basis verdickt. Die zweiteiligen Staubbeutel sind gleich lang oder etwas länger als die Staubfäden. Die Blütezeit der Trillium-Arten ist im Vergleich zu anderen einkeimblättrigen Pflanzen sehr lang. Es gibt Arten, die im Februar mit der Blütenentwicklung beginnen. Andere Arten blühen im Sommer und bis in den Juli hinein.

Frucht

Trillium-Arten entwickeln nach dem Verblühen der Blüte eine Kapselfrucht, die an die Form einer Beere erinnert. Sie ist fleischig verdickt. Zur Fruchtreife platzt die Kapselfrucht an vorgebildeten Nähten auf. Sie enthält zahlreiche Samen, die weiß oder gelblich gefärbt sind. Die Samen sind reich an Ölen und zwischen zwei und vier Millimeter lang. Ihre Form ist ellipsoid.

Waldlilien wachsen als krautige Pflanzen, die mehrere Jahren überdauern. Das ist möglich, da die Pflanzen unterirdische Rhizome entwickeln. Es sind verdickte Wurzeln, die die Pflanze als Energiespeicher nutzt. Die Rhizome liegen horizontal oder schräg aufrecht im Boden. Die Hauptachse ist nicht oder gering verzweigt. Am vorderen und am hinteren Ende des Rhizoms entwickeln sich fleischige Verdickungen.

An diesen Stellen bricht das Rhizom auseinander. Aus den neuen Rhizomen wachsen frische Triebe. Waldlilien bilden sogenannte Adventivwurzeln aus. Diese feinen Wurzeln entspringen am Grunde der Sprossachse über dem Rhizom. Über diese Wurzeln nimmt die Pflanze Wasser und Nährstoffe auf. Die Sprossachse wächst aufrecht und unverzweigt. An der Basis ist der Spross von einer braunen Hülle umgeben. Die Pflanzen wachsen zwischen 15 und 30 Zentimeter hoch. Einige Zierformen bilden Horste aus.

Standort

Trillium-Arten bevorzugen einen halbschattigen bis schattigen Standort. Sie gedeihen optimal auf einem gut aufgelockerten, humosen und nährstoffreichen Boden, der nicht zur Staunässe neigt. Das Substrat hat idealerweise einen pH-Wert, der leicht in den sauren Bereich geht. Waldlilien wachsen an sickerfrischen Hängen und in sommergrünen Laubwäldern, wo die Pflanzen dichte Bestände ausbilden. Sie kommen auf Auwiesen und an Straßenrändern vor.

Verbreitung

Die Pflanzen aus der Gattung Trillium haben ihre Hauptverbreitungsgebiet auf der Nordhalbkugel. Sie erstrecken sich über die Klimazonen mit gemäßigten Bedingungen. Waldlilien kommen in Nordamerika mit etwa 38 Arten vor. Das Zentrum ihrer Artenvielfalt hat die Gattung in den USA. Waldlilien wachsen in Asien mit einem Schwerpunkt in China. Weitere Vorkommen gibt es in Indien und Japan sowie in Bhutan, Nepal und Myanmar. Die Pflanzen wachsen in der Tiefebene und erobern Standorte bis in die submontane Höhenstufe.

Nutzung

Waldlilien verschönern den Unterwuchs von Gehölzen. Sie fügen sich in Moorbeete und Schattenbeete ein. Sie wachsen in den kühlen und luftfeuchten Habitaten an Mauern und eignen sich für asiatische Gärten.

Pflege/Schnitt

Waldlilien sind dankbare Pflanzen im Garten, denn sie benötigen wenig Pflege. Sie lieben ein feuchtes Milieu und erfreuen sich über eine regelmäßige Wassergabe. Sobald die oberste Bodenschicht austrocknet oder Trockenperioden über eine längere Zeit anhalten, empfiehlt sich eine Bewässerung. Das Gießen erfolgt durchdringend. Die Pflanzen benötigen keinen zusätzlichen Dünger, wenn sie beim Einpflanzen eine Schicht Kompost bekommen. Die Pflanzen sind winterhart. Über eine zusätzliche Schicht aus Rindenmulch oder Reisig zeigen sie sich in der kalten Jahreszeit dankbar. Die Waldlinien benötigen keinen Rückschnitt. Die Blätter verwelken im Herbst und sterben ab. Ein Rückschnitt während der Vegetationsperiode führt dazu, dass die Pflanzen die Energie nicht vollständig aus den Blättern in das Rhizom umlagern.

Krankheiten/Schädlinge

Die jungen Triebe der Waldlinien sind ein gefundenes Fressen für Schnecken. Die Schädlinge fressen die grünen Pflanzenteile, bis der Spross vollständig kahl ist. Ein Sud aus Ackerschachtelhalm oder Brennnessel wirkt vorbeugend. Gegenüber Blattläusen und Pilzen zeigen sich die Pflanzen unbeeindruckt. Waldlilien sind nicht anfällig für Krankheiten.

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