Klassifikation

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  • Ordnung: Lilienartige
  • Familie: Germergewächse
  • Gattung: 3 Einträge
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Eigenschaften

  • Pflanzenfamilie umfasst die ursprünglich eigenständige Familie Trilliaceae
  • überwiegend ausdauernde Kräuter mit Rhizom
  • in der Regel zwittrige Blüten
  • oftmals dreizählige, radiärsymmetrische Blüten
  • Fruchtformen sind Balgfrüchte sowie Kapselfrüchte

Germergewächse

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Die Familie der Germergewächse (bot. Melanthiaceae) ist unter dem Synonym Schwarzblütengewächse vielfach bekannt. Zahlreiche Vertreter dieser Pflanzenfamilie wachsen in Laub- und Auenwäldern. Die ausdauernden, krautigen Pflanzen zeichnen sich durch einen niedrigen Wuchs aus. Ihre Blühzeit liegt zwischen Mai und Juni.

Zur Ordnung der Lilienartigen (Liliales) gehörend, umfasst die Pflanzenfamilie 13 bis 16 Gattungen. Insgesamt existieren 170 Arten, deren Vertreter hauptsächlich in den gemäßigten Zonen leben. Auf der nördlichen Halbkugel finden sich verschiedene Germergewächse, darunter der Weiße Germer. Er gehört zu den wenigen Arten, die der Mensch nutzt. Weitere bekannte Vertreter sind die Vierblättrige Einbeere und die Aufrechte Waldlilie. Sie eignen sich als Naturheilmittel.

Blatt

Bei den Melanthiaceae kommen wechselständige oder schraubige, selten wirtelige Laubblätter vor. Sie liegen direkt am Stängel auf. Sie sind flach, einfach und ganzrandig. Wie für die Einkeimblättrigen charakteristisch, verlaufen die Blattadern parallel zueinander. Bei den Parideae gibt es Vertreter mit netzartiger Adernstruktur.

Blüte

Die Blüten der Germergewächse bilden ährige oder rispige Blütenstände. Sie kommen bei verschiedenen Vertretern in traubiger oder verzweigter Form vor. Die Ausnahme stellen die Parideae dar, bei denen eine einzige Blüte am Stängel wächst.

Bei der Mehrzahl der Gewächse entwickeln sich zwittrige und radiärsymmetrische (strahlenförmige) Blüten. Mit zygomorphen (spiegelsymmetrischen) Exemplaren schmückt sich ausschließlich die Chionographis. Die Germergewächse gehören zu den einkeimblättrigen Pflanzen, sie entwickeln dreizählige Einzelblüten. Von dem Standard weicht die Gattung der Einbeeren ab. Bei ihr befinden sich vier bis elf Blütenblätter am Fortpflanzungsorgan.

Die Blüten kommen freistehend oder miteinander verwachsen vor. Ein weiteres Merkmal stellen die drei Blütenhüllblätter dar. Deren Farbvarianten reichen von Weiß über grün bis zu intensiven Nuancen wie rot, gelb oder purpur. In der Regel besteht die Blüte aus zwei Kreisen mit jeweils drei Staubblättern. Ebenso manifestieren sich drei oberständige Fruchtblätter, freistehend oder einen Fruchtknoten bildend. Jede Einzelblüte enthält drei freie Griffel.

Frucht

Germergewächse bilden im Normalfall Kapselfrüchte oder Balgfrüchte. Wenige Einbeeren-Arten besitzen Beeren als Fruchtform. In den drei Fruchtfächern befinden sich artabhängig eine geringe Anzahl oder zahlreiche Samen. Diese zeichnen sich durch eine helle Farbe aus. Sie verfügen über Flügel oder andere Anhängsel.

Wuchs

Die Germergewächse manifestieren sich als immergrüne oder saisongrüne Pflanzen. Oft kommen diese als ausdauernde Kräuter, seltener Sträucher vor. Die einzelnen Arten bilden Rhizome aus. In einigen Fällen fungieren Knollen als Überdauerungsorgane. Die Melanthiaceae zeichnen sich durch einen kurzen Keimstängel, Hypokotyl genannt, aus.

Verbreitung

Die Vertreter der Pflanzenfamilie Melanthiaceae wachsen vorrangig in der Holarktis, einem Florenbereich in der nördlichen Hemisphäre. Ferner treten die Gewächse in der Paläotropis sowie der Neotropis auf. Die Verbreitung in den Dauerfrostzonen bis in die Tropen zeugt von der Widerstandskraft der Germergewächse.

Deren Verbreitungsschwerpunkt liegt in der gemäßigten Klimazone. Zahlreiche Vertreter der Pflanzenfamilie befinden sich in Nordamerika und Ostasien. Seltener existieren sie in Europa, Malaysia, Borneo und den arktischen Gefilden.

Nutzung

Einige Vertreter der Pflanzenfamilie, beispielsweise der Weiße Germer, eignen sich als Bestandteile homöopathischer Arzneien. Hierfür nutzen die Hersteller vorrangig getrocknete unterirdische Pflanzenteile.

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