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Eigenschaften

  • Gattung fasst über 450 Arten
  • weltweit verbreitete Stauden
  • blaue oder weiße Blütenstände
  • gilt als homöopathische Heilpflanze
  • hoher Gehalt an Bitter- und Gerbstoffen

Veronicastrum

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Ehrenpreis (bot. Veronicastrum) ist eine weit verbreitete holarktische Pflanzengattung mit über 450 Unterarten. Die krautigen Pflanzen verdanken ihren Namen der heilsamen Wirkung des sogenannten Echten Ehrenpreises, der vor allem in den Allgäuer Alpen vorkommt. Verschiedene Unterarten gedeihen in Mitteleuropa, Nordasien und Nordamerika sowie in subtropischen Gebirgshöhen.

Der schwedische Naturforscher Carl von Linné definierte 1753 erstmals die Gattung Veronica. Die biologische Einordnung dieser Pflanzen war bis Ende des 20. Jahrhunderts noch unklar. Verschiedene Quellen führen Ehrenpreis unter den Braunwurzgewächsen, andere zählen sie zur Familie der Rachenblütler (bot. Scrophulariaceae). Bis heute ist bei vielen Botanikern der Begriff Veronicaceae geläufig, der Ehrenpreis-Gewächse als eigene Familie definiert. Allerdings sind die Ehrenpreis-Gewächse korrekterweise der Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae) zuzuordnen. Unter den Wegerichgewächsen ist Ehrenpreis die artenreichste Gattung, die ihre Bestäuber hauptsächlich mit ihren farbvollen Lippenblüten anlockt. Als Zierpflanze ist Ehrenpreis wegen seines weiten Verbreitens mäßig beliebt.
Weiterhin ist Ehrenpreis unter den Namen Männertreu, Veronika, Wundheilkraut oder Allerweltsheil bekannt. Ein nordischer Volksglaube sagt, dass Ehrenpreis-Gewächse Gewitter anziehen und ein Vorzeichen für drohende Unwetter sind.

Blatt

Die gegenständigen Laubblätter der Ehrenpreis-Gewächse wachsen direkt am Stängel oder haben sehr kurze Stiele. Langblättrige Unterarten sind in Nordasien verbreitet, während auf dem amerikanischen Kontinent und in Europa nesselblättrige Unterarten vorkommen.

Blüte

Ehrenpreis-Gewächse sind vielblütrige Kräuter, die blau oder weiß blühend auftreten. Einige Unterarten bilden grünliche oder graue Blüten. Die kleinen Blüten sammeln sich in traubigen Ständen am Stängelende. Durch das Verwachsen zweier Kronblätter sind die Blüten vierzählig. Die Bitterstoffe in den Blüten können bei übermäßigem Verzehr Halluzinationen und Übelkeit auslösen.

Wuchs

Die eher kleinwüchsigen Kräuter wachsen kriechend oder stehend und bilden meist dichte Flechten. Blütenstände wachsen ährig in die Höhe. Blätter und Stängel sind häufig von auffälligen Härchen bedeckt, die die Pflanze vor Schädlingen schützen. Mehrjährige Unterarten nutzen einen verholzten Wurzelstock zum Überwintern.

Standort

Gewächse der Gattung Veronicastrum sind typische Ackerpflanzen. Sie gedeihen auf lehmigem Untergrund mit mäßigem Sandanteil, einige Arten sind an Sumpfgebiete und aquale Umgebungen angepasst.

Verbreitung

Ehrenpreis ist auf der gesamten nördlichen Hemisphere verbreitet. Die Pflanze wächst in Gebirgen bis zu 2000 Metern Höhe. Auch in subtropischen Höhen in Afrika, Neuguinea, Australien und Neuseeland wachsen einige seltenere Unterarten.

Nutzung

Verschiedene pflegeleichte Ehrenpreis-Arten zieren europäische Gärten und Parks. Ehrenpreis ist ungiftig, jedoch nicht als Futterpflanze geeignet - größere Bestände auf Viehweiden können zu Vergiftungserscheinungen führen.

Einige Unterarten wie der europäische Wald-Ehrenpreis sind beliebte Heilpflanzen zum äußeren und inneren Anwenden (Herba Veronicae). Das Kraut ist in der Naturheilkunde zum Behandeln von Atemwegsbeschwerden, Gicht, Rheuma und Verdauungsproblemen im Einsatz. Auch Gurgelmittel enthalten häufig Extrakte aus dem heilsamen Kraut. Jedoch ist der medizinische Erfolg von Ehrenpreis bisher nicht bestätigt.

Pflege/Schnitt

Im Garten ist Ehrenpreis eine pflegeleichte Zierde für schwer zu erreichende Beete. Gärtner schneiden die Stauden im späten Herbst zurück und schützen sie mit Rindenmulch vor Frost. Organische Düngemittel sorgen für reiche Blütenstände und schnelles Wachstum in den Sommermonaten.

Krankheiten/Schädlinge

Schädlinge wie Blattläuse lassen sich mit handelsüblichen Pflanzenschutzmitteln fernhalten.

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