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Eigenschaften

  • sommergrüne und winterharte Schattenstaude
  • zierliche, weiße oder gelbe Blüten von Mai bis Juli
  • wächst sehr feingliedrig
  • Wuchshöhe von zehn bis 40 Zentimetern
  • benötigen viel Feuchtigkeit

Vancouveria

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Die Gattung Vancouveria zählt zur Familie der Berberitzengewächse (bot. Berberidaceae), die wiederum den Hahnenfußartigen (Ranunculales) zuzuordnen ist. Ihr unterstehen drei Arten. Der Gattungsname geht auf den englischen Seefahrer und Forscher George Vancouver zurück.

Auch unter den Trivialnamen Rüsselsternchen oder Scheinelfenblume ist diese Gattung bekannt. In ihrem Aussehen ähnelt sie der Gattung der Elfenblumen (bot. Epimedium). Allerdings unterscheidet sie sich von ihr durch eine größere Zahl an Kronblättern. Die Blüten stehen über dem Laub und wirken auf den Betrachter sehr filigran. Als Unterwuchs von Gehölzen bilden die schattenliebenden Stauden, die hierzulande noch wenig bekannt sind, im Laufe der Zeit schöne Pflanzenteppiche.

Blatt

Das mittelgrüne Laub der sommergrünen Vancouveria-Arten ist grundständig und gefiedert bis doppelt gefiedert. Mit einer Länge von bis zu 40 Zentimetern erreichen die ganzrandigen und etwas ledrig wirkenden Blätter eine stattliche Größe.

Blüte

Die elegant überhängenden, zahlreich in Rispen angeordneten, zwittrigen Blüten erscheinen von Mai bis Juli. Artenspezifisch variiert die Blütenfarbe von weiß bis gelb. Der Aufbau besteht aus sechs zurückgeschlagenen Kronblättern und zwölf Kelchblättern. Der Fruchtknoten ist oberständig.

Frucht

Die Stauden tragen grüne Balgfrüchte, die sich, im Sommer reif geerntet, in Töpfen aussäen lassen.

Wuchs

Die zur Gattung Vancouveria gehörenden Arten wachsen aufrecht und locker. Sie erreichen gewöhnlich eine Höhe von 10 bis 40 Zentimetern und eine Wuchsbreite von 30 bis 60 Zentimetern. Der Spross und die daran hängenden Blüten präsentieren sich dem Gartenfreund sehr feingliedrig. Indem sie kriechende kräftige Rhizome bilden, zeigen sich die Pflanzen ausbreitungsfreudig.

Standort

Die mehrjährigen Vancouveria-Arten gedeihen optimal an einem halbschattigen bis schattigen und zudem gut windgeschützten Standort. Darüber hinaus bevorzugen sie es kühl und luftfeucht. Sie benötigen einen frischen, sandig-lehmigen, gut durchlässigen, humosen sowie sauren Boden. Sie vertragen Temperaturen von bis zu -18 °C ohne Schaden zu nehmen. Trockene Luft und trockenen Boden tolerieren die trittempfindlichen Pflanzen nicht, sodass sie für das urbane Klima nicht geeignet sind.

Verbreitung

Das natürliche Verbreitungsareal der Gattung Vancouveria erstreckt sich vom südlichen British Columbia bis in den Norden Kaliforniens. Hier, im niederschlagsreichen westlichen Nordamerika, wachsen die Pflanzen bevorzugt auf felsigen Hängen oder an Ufern von Flüssen und Bächen in Ahorn-, Misch- oder Nadelwäldern. Häufig treten sie in Vergesellschaftung mit dem Geschwänzten Haselwurz, der Zwergigen Herzblume sowie einer Vielzahl von Farnen auf.

Nutzung

Die schnellwüchsigen Stauden finden hauptsächlich in Steingärten, Beeten und Rabatten sowie als Friedhofsgrün Verwendung. An diesen Stellen sorgen sie als Bodendecker rasch für eine geschlossene Pflanzendecke. Gut eignet sich die elfenblumenähnliche Zierpflanze zur Bepflanzung von schattig liegenden Hängen sowie zur Unterpflanzung von Gehölzen. Bei der Wahl von Begleitpflanzen ist zu achten, dass diese konkurrenzstark sind.

Pflege/Schnitt

Die lebenskräftigen Schattenhelden sind stets feucht zu halten. Trotzdem ist die Erde zwischenzeitlich abtrocknen zu lassen. Ideal ist eine seltene, dafür gründliche Wassergabe. Dies regt die Wurzeln zum Vordringen in tiefere Bodenschichten an. In der Folge kommen die Pflanzen besser mit Trockenheit zurecht.

Krankheiten/Schädlinge

An den Pflanzen lassen sich häufiger Schadbilder entdecken. Sie weisen auf den gefräßigen Gefurchten Dickmaulrüssler hin. Während sich die Larven an der Wurzel zu schaffen machen, fressen die dunkelbraunen bis schwarzen, bis zu drei Zentimeter großen Käfer die oberirdischen, grünen Pflanzenteile. Tagsüber ist das nachtaktive Insekt schwer zu entdecken, da es sich unter Laub oder in dunklen Hausecken versteckt. Am wirkungsvollsten lassen sich die Schädlinge mit Nematoden bekämpfen.

Ausgebracht werden diese 0,1 Millimeter kleinen Nützlinge mit der Gießkanne, woraufhin sie in die Larven und Puppen des Dickmaulrüsslers eindringen. Infolge der Übertragung eines Bakteriums sterben die Schädlinge schließlich ab. Da die Mikroorganismen kaum UV-Licht vertragen und nur bei feuchtem Boden aktiv sind, erfolgt die Anwendung idealerweise bei bewölktem Himmel oder am Abend. Von einem gleichzeitigen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ist abzuraten, da das Risiko besteht, dass die Nematoden durch das Insektizid absterben. Das Absammeln der Käfer geschieht am besten morgens. Auch das abendliche Abklopfen der befallenen Pflanzen über einem ausgebreiteten Tuch ist hilfreich.

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