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Eigenschaften

  • ausdauernde, krautige Pflanzen
  • langgestielte Laubblätter
  • bilden Rhizome aus
  • oft Blütenkörbe aus Zungen- und Röhrenblüten
  • bilden Horste

Telekien

Gattung Telekia ab €4.80 kaufen
     
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Die Pflanzengattung Telekie (bot. Telekia) stammt aus der Familie der Asteraceae (Korbblütler). Bei den Gewächsen handelt es sich um ausdauernde, krautige Pflanzen. Bei guten Lebensbedingungen erreichen sie eine Höhe von bis zu 200 Zentimetern. Telekien stammen aus dem Kaukasus.

Telekia zeichnen sich durch die Ausbildung von Rhizomen und ihre lang gestielten Grundblätter aus. Bei manchen Arten, beispielsweise der Großen Telekie (Telekia speciosa), erreichen die Laubblätter eine Breite von bis zu 30 Zentimetern. Die Form der Blätter ähnelt einem Herz. Dieses resultiert aus den eiförmigen Blattspreiten. Bei der Mehrzahl der Pflanzen kommen gestutzte Stängelblätter, die einem Keil ähneln, vor. Die Gewächse gehen mit zwei bis acht Blütenköpfen einher. Sie erreichen einen Durchmesser zwischen sechs und acht Zentimetern. Folglich handelt es sich um auffällige, oft leuchtend gelbe Blüten. Ihnen verdanken die Telekia-Gewächse ihre Eignung als Gartenzierpflanzen.
Wildwachsend gedeihen sie an Rändern von Bergwäldern oder Bachufern. Manche Arten bilden natürliche Hochstaudenflure. Bis in die Höhenlagen von 2.400 Metern wachsen die Pflanzen ohne Beeinträchtigung. Telekia bürgerten die Menschen in West- und Zentraleuropa ein, wo sie als Neophyten existieren. Hierbei handelt es sich um Gewächse, die sich außerhalb ihres Heimatlandes etablieren. Die Pflanzengattung neigt zur Selbstaussaat. Bleiben abgestorbene Exemplare im Herbst stehen, vermehren sie sich eigenständig. Bei guten Lebensbedingungen geschieht dies unkontrolliert, es kommt zu einer invasiven Ausbreitung.

Blatt

Telekie-Arten bilden lange, gestielte Grundblätter. Bei großen Wuchsformen, beispielsweise der Großen Telekie, erreichen sie eine Länge von bis zu 30 Zentimetern. Durch die ovalen Spreiten erhalten die Laubblätter eine an ein Herz erinnernde Form. Im oberen Teil des Stängels umfassen sie diesen halbseitig. Zudem erweisen sich die Stängelblätter als stark gestutzt.

Blüte

Bei den Pflanzen aus der Gattung Telekia existieren zwei bis acht Blütenköpfe. Bei den einzelnen Arten variiert deren Durchmesser. Beim bekanntesten Vertreter, der Telekia speciosa, reicht er bis zu acht Zentimeter. Die Blüten besitzen eiförmige Hüllblätter. Die äußeren Exemplare gehen mit einer laubförmigen, zurückgebogenen Spitze einher. Bei zahlreichen Arten kommen Blütenkörbe, bestehend aus Zungen- und Röhrenblüten, vor. Erstere weisen oft eine goldgelbe Farbe auf. Die Röhren- oder Scheibenblüten zeigen sich bei vielen Vertretern bräunlich bis braungelb. Die Blütezeit der Pflanzen beginnt im Juni. Sie endet im August.

Frucht

Die Gattung bringt kantige, nussähnliche Schließfrüchte (Achäne) hervor. Diese kahlen Früchte besitzen an ihrer Spitze oft einen schwach ausgeprägten, häutigen Ring.

Wuchs

Bei den Telekia-Arten handelt es sich um perennierende (mehrjährige) bis ausdauernde Pflanzen. Aufrecht stehend, neigen sie zur Horstbildung. In gemäßigten Breiten sind die Gewächse frosthart. Artabhängig erreichen sie eine Wuchshöhe von bis zu 150 Zentimetern.

Standort

Bevorzugt wachsen die Telekien an sonnigen bis vollsonnigen Standorten. Manche Arten vertragen leichten Halbschatten. Die Pflanzen stellen keine besonderen Ansprüche an den Boden. Als Substrat eignet sich Gartenerde mit einem neutralen pH-Wert. Auf einem mäßig nährstoffreichen Untergrund gedeihen die Telekia-Arten kräftig. Stehen sie in einem übernässten Erdreich, resultiert daraus ein beeinträchtigter Wuchs der Pflanzen.

Verbreitung

Die Mehrzahl der Telekien stammt aus Eurasien. Sie wachsen in der nördlichen Türkei, im Kaukasus sowie im Südosten Europas. Zudem siedelten die Menschen Vertreter in West- und Zentral-Europa an. Folglich verbreitet sich beispielsweise die Große Telekie als Neophyt (Neubürger) in Deutschland, Tschechien und Österreich.

Nutzung

Vorrangig dienen die Pflanzen der Gattung als dekorative Bepflanzung. Aufgrund der großen, goldgelben Blüten eignen sie sich als auffälliger Gartenschmuck. Die Große Telekie kultivieren Gartenbesitzer seit dem Jahr 1739. Sie zählt in manchen Regionen zu den begehrten Schnittblumen.

Pflege/Schnitt

Um den Wuchs der Pflanzen zu fördern, verwenden die Besitzer im Frühling einen Langzeitdünger. Alternativ liefern sie den Gewächsen Nährstoffe, indem sie Kompost um die Stängel streuen. Verblühte Triebe und Blätter sind zu entfernen. Achtet der Gärtner auf gute Umweltbedingungen, droht kein Schädlings- oder Krankheitsbefall. Das Vermehren der Telekia-Arten lässt sich im Herbst und Frühjahr durch Teilen durchführen. Im Sommer lassen sich die Samen aussäen.

Einen Schnitt brauchen die Pflanzen nach der Blüte oder vor dem Austriebsbeginn. Dieser beginnt zwischen Februar und März. Zu dem Zeitpunkt schneiden die Besitzer die Gewächse handhoch zurück.

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Pflanzen innerhalb der Gattung Telekien Telekia

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