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Eigenschaften

  • mehrjährige, winterharte Kräuter
  • robuste, pflegeleichte Pflanzen mit dekorativer Wirkung
  • violette bis cremefarbene Schmetterlingsblüten
  • traditionsreiches Heilkraut
  • Extrakt aus den Wurzeln ist süßer als Zucker

Süßhölzer

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Pflanzen der Gattung der Süßhölzer (bot. Glycyrrhiza) sind anmutige Gewächse. Die ausdauernden, mehrjährigen krautigen Pflanzen gehören zur Ordnung der Schmetterlingsblütenartigen (bot. Fabales) und stehen in der Familie der Hülsenfrüchtler (bot. Fabaceae).

Zur Gattung zählen 20 bis 30 Arten, die im mediterranen Raum, in Süd-Westasien, Amerika und Australien zu Hause sind. Die dekorativen Pflanzen sind durch ihre vielfältige Heilweise wertvoll und geschätzt. Der botanische Name Glycyrrhiza ist dem Griechischen entlehnt und bedeutet 'Süßwurzel'. Bis ins Mittelalter waren die getrockneten Wurzeln der Pflanzen beliebt, beispielsweise für Lakritz. Im Englischen lautet der Pflanzenname entsprechend Liquorice. Im alten Ägypten dienten Tees und Tinkturen aus der Süßholzwurzel als Heilmittel. Süßhölzer sind krautige Pflanze, keine Bäume.

Blatt

Süßholz-Gewächse haben wechselständige, gefiederte Laubblätter. Neun bis siebzehn Blättchen stehen sich als Blattpaar gegenüber. Jedes Blatt hat eine gefiederte, runde bis lanzettliche Form. Die bis zu sechs Zentimeter langen Blätter sind glattrandig und leicht gewellt. Sie werden 1,5 bis 2,5 Zentimeter breit und haben eine samtig dunkelgrüne Farbe. Ihre Unterseite ist mit klebrigen, harzigen Drüsen versehen. Im Gegensatz zu den behaarten Stielen sind die Blätter kahl. Die Pflanzen weisen kleine, kaum sichtbare Nebenblätter auf.

Blüte

Glycyrrhiza-Gewächse blühen zwischen Anfang August und Mitte Oktober. Mehrere violette bis creme-farbene Blüten bilden eine kurze, aufrechte Ähre in den Blattachseln. Die einzelnen kurz-gestielten Schmetterlingsblüten erreichen eine Länge von acht bis zwölf Millimetern. Sie sind mit einem glockenförmigen Kelch versehen und besitzen mehrere lanzettlich spitze Kelchzähne.

Frucht

Aus den zwittrigen Blüten bilden sich bis zu drei Zentimeter lange und vier bis sechs Millimeter breite Hülsenfrüchte. Jede von ihnen enthält zwei bis fünf dunkelbraune Samenkörner. Abhängig von der Art sind die länglichen, geraden Früchte kahl oder mit Stacheln versehen. Reife Früchte sind ledrig und haben eine rotbraune Farbe. Sie springen bei Vollreife auf und entlassen die Samen in den Boden.

Wuchs

Gewächse der Gattung Glycyrrhiza sind robuste, mehrjährige Kräuter von guter Winterhärte. Sie erreichen eine Wuchshöhe von 60 bis 180 Zentimetern. Die Blattstiele und Stängel sind verkahlend, bei wenigen Arten stark behaart. Die gut verzweigten Pflanzen haben neben einer hellbraunen, kräftigen Pfahlwurzel und verzweigten Nebenwurzeln Rhizome. Ihre Wurzeln sind durch eingelagertes Ligin stark verholzt.

Standort

Süßhölzer lieben sonnige bis vollsonnige, geschützte Standorte. Sie benötigen ein nährstoffreiches, gut durchlässiges, tiefgründiges Substrat, das der langen Pfahlwurzel genügend Raum bietet. Lehmhaltige Böden, die nicht zu schwer sind, bieten den Süßhölzern optimale Bedingungen.

Verbreitung

Süßhölzer stammen ursprünglich aus China, wo sie als traditionelle Heilpflanzen geschätzt sind. Sie vertragen unterschiedliche Klimata gut. Daher verbreiteten sich die Pflanzen schnell in Asien, dem Mittelmeerraum, Amerika und Australien. Das klassische Anbaugebiet von Süßhölzern ist der Vordere Orient. Europäische Anbaugebiete befinden sich in Spanien, Russland und Großbritannien. In Deutschland ist die Region um Bamberg ein Glycyrrhiza-Anbaugebiet.

Nutzung

Der Extrakt aus Süßholz-Wurzeln ist ein beliebtes Mittel zum Süßen von Speisen und Getränken. Seine Süßkraft ist bis zu fünfzigmal höher als die des Rüben-Zuckers. Ihr hauptsächlicher Nutzen haben die Pflanzen der Gattung Glycyrrhiza bei medizinischen Zwecken. Verwendet werden Wurzeln und Blätter. Im Jahr 2012 erhielt die gesamte Gattung der Süßhölzer den Titel Arzneipflanze des Jahres. Süßholz-Auszüge dienen beispielsweise bei rheumatischen Erkrankungen, solchen der Bronchien und des Magen-Darm-Traktes.

Pflege/Schnitt

Auf einem nährstoffreichen Standort benötigen Süßholz-Pflanzen keinen zusätzlichen Dünger. Ältere Pflanzen danken das Einarbeiten von Humus im Frühjahr. Der Wasserbedarf der Gewächse der Gattung Glycyrrhiza ist gering. Während heißer Trockenperioden ist es ausreichend, die Pflanzen an jedem zweiten Tag zu gießen. Süßhölzer sind winterhart und tolerieren Frost. Nur jungen Pflanzen hilft ein Schutz mit Reisig vor starkem Frost. Zur Ernte stehen ausschließlich drei- bis vierjährige Wurzeln der Süßhölzer. Nach der Blüte ist die günstigste Zeit, um die verholzten Wurzeln zu ernten.

Krankheiten/Schädlinge

Süßhölzer sind robust und widerstandsfähig gegen Krankheiten. Eine Gefahr bilden Wühlmäuse, die die süßen Wurzeln anknabbern. Es ist ratsam, zwischen den Glycyrrhiza-Pflanzen Steinklee anzubauen, um die Nager fernzuhalten. In Ausnahmefällen ist ein Befall mit Getreidekapuziner-Käfern möglich.

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Pflanzen innerhalb der Gattung Süßhölzer Glycyrrhiza

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