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Eigenschaften

  • sommer- oder immergrüner Laubbaum
  • gefiederte Blätter
  • schöne Blütenstände
  • dekorative Fruchtstände
  • anspruchslos und pflegeleicht

Stinkeschen

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Die Stinkeschen (bot. Tetradium) sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Rautengewächse (Rutaceae). Die immergrünen oder laubabwerfenden Bäume oder Sträucher kommen in neun Arten in tropischen Regionen in östlichen, südöstlichen und südlichen Regionen Asiens vor. Vor allem die Samthaarige Stinkesche (Tetradium daniellii) ist mittlerweile in unseren Breiten als beliebter Bienenbaum bekannt und ein gerne gepflanzter Parkbaum.

Charakteristisch für Stinkeschen sind im Frühling die vielen Trug- oder Scheindolden (Thyrsus) an den Zweigen sowie die daraus entstehenden rotbraunen vierteiligen Balgfrüchte. Die erste wissenschaftliche Beschreibung und Klassifizierung der Gattung Tetradium erfolgte im Jahre 1790 durch den portugiesischen Missionar und Pflanzenkundler Joao de Loureiro. Botaniker ordnen die Gattung Tetradium in die Unterfamilie Toddalioideae in der Familie der Rutaceae ein. Der Gattungsname Tedradium beschreibt die vierteiligen Früchte. Die deutsche Bezeichnung weist auf den leicht unangenehmen Duft der Blätter sowie deren Ähnlichkeit mit Eschenblättern hin.

Blatt

Die Stinkeschen besitzen gegenständig angeordnete Blätter. Sie werden je nach Art zwischen 20 und 45 Zentimeter lang. Die Laubblätter sind unpaarig gefiedert und erinnern an Eschen- oder Walnussblätter. Die Fiederblättchen werden bis zu 18 Zentimeter lang. Sie sind meist ungleichseitig, elliptisch, lanzettlich oder eiförmig. Die grünen Blätter nehmen bei einigen Arten im Herbst eine gelbe Färbung an. Bei einigen Arten ist die Mittelrippe zottig behaart.

Blüte

Die Stinkeschen blühen im Sommer. Die Bäume sind in der Regel zweihäusig getrenntgeschlechtig. Die Blütenstände sind endständig oder end- sowie seitenständig. Es handelt sich um reichverzweigte und attraktive Schein- oder Trugdolden (Thyrsus). Die Blüten sind radiärsymmetrisch und vier- oder fünfzählig. Die Blütenhülle ist doppelt und besteht aus vier oder fünf Kelchblättern und Kronblättern. Die männlichen Blüten weisen bis zu fünf Staubblätter auf, die über die Kronblätter ragen. Die weiblichen Blüten besitzen vier oder fünf Fruchtblätter mit Samenanlagen und Griffel. Diese enden in einer Narbe. Außerdem verfügen sie über einen Diskus und Staubblätter.

Frucht

Aus den attraktiven Blütenständen der Stinkeschen bilden sich meist vierteilige, selten ein- oder fünfteilige, Balgfrüchte. Die weiblichen Blütenstände öffnen sich in spektakulärer Weise, indem sie die braunen, glänzenden Samen sternförmig ausgebreitet im Spätsommer präsentieren. Die beerenartigen Früchte haben trockenes oder fleischiges Fruchtfleisch. Die Samen bleiben bei Vollreife in der Frucht. Das Fruchtfleisch dient als Nahrung für Vögel, diese fressen die Früchte und scheiden die Samen der Stinkesche an anderer Stelle aus.

Wuchs

Die Stinkeschen wachsen als sommer- oder wintergrüne Bäume. Sie erreichen Höhen von bis zu 20 Metern und entwickeln sich manches Mal mehrstämmig. Mit den Jahren wird die Krone breit, kegelförmig, später sogar abgeflacht bis schirmförmig.

Standort

Die Gattung der Stinkeschen bevorzugt einen warmen und sonnigen bis halbschattigen Standort. Die Bäume oder Sträucher benötigen einen frischen bis feuchten sowie schwach sauren bis alkalischen Boden.

Verbreitung

Die Gattung der Stinkeschen kommt in den tropischen Regionen Ost-, Süd- sowie Südostasiens vor. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom Himalaya bis nach Indochina, Sumatra sowie Java. Allein sieben Arten sind in China heimisch, eine ist dort endemisch (Tetradium calcicola).

Nutzung

Die Samthaarige Stinkesche ist bei uns unter den Namen Bienenbaum oder Honigesche bekannt. Die Art ist winterhart und schmückt als Zierbaum Parkanlagen und große Gärten. Aufgrund des Nektars ist sie bei Imkern beliebt.
Aus den gegarten Früchten von Tetradium fraxinifolium lässt sich köstliches Chutney herstellen. Die Früchte von Tetradium daniellii liefern Speise- oder Haaröl.
Stinkeschen sind trotz ihres abwertenden Namens, aufgrund ihrer wunderschönen Blüten sowie der bis in den Herbst haften bleibenden rot-braunen Früchte, dekorative Zierbäume.

Pflege/Schnitt

Besondere Pflege- oder Schnittmaßnahmen sind nicht notwendig. Nicht alle Arten sind winterhart.

Krankheiten/Schädlinge

Spezielle Krankheiten oder Schädlinge bei Stinkeschen sind nicht bekannt.

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