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Eigenschaften

  • immergrüne Sträucher
  • attraktive Blüten
  • angenehmer Duft
  • schmackhafte, süße Früchte
  • winterhart

Stauntonien

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Stauntonien (bot. Stauntonia) sind eine Gattung immergrüner Sträucher aus der Familie der Fingerfruchtgewächse (Lardizabalaceae). Die sich windenden Stauntonien stammen aus Asien und verdanken ihren Namen dem britischen Arzt und Naturforscher Sir George Leonard Staunton (1737-1801).

Die Gattung enthält etwa 24 Arten, die wohl bekannteste ist der Rosenbecher (Stauntonia hexaphylla). Der deutsche Name dieser Art rührt daher, dass die becherförmigen Blüten einen angenehmen Rosenduft verströmen. Stauntonien haben wechselständig stehende Blätter und sind zweihäusig. Die männlichen und weiblichen Blüten finden sich getrennt auf verschiedenen Pflanzen. Typisch für Stauntonien sind die glockenförmigen, cremefarbenen Blüten, die in Dolden stehen und später essbare, rosarote Früchte ausbilden.

Blatt

Stauntonien sind immergrüne Ranker, die sich über mehrere Meter erstrecken. Die wechselseitig an der Stauntonie stehenden Blätter haben lange Blattstiele. Sie sind artabhängig handförmig in drei bis neun Blättchen aufgeteilt oder in drei Blättchen gefiedert. Jedes Blättchen hat einen unterschiedlich langen Stiel und ist ganzrandig. Die Blätter sind elliptisch bis oval, bis zu 15 Zentimeter lang, ledrig und dunkelgrün.

Blüte

Die Blüten stehen bei Stauntonien in achselständigen Trauben. Diese reichen von wenigen bis mehr als zehn Blüten. Die Blüten sind glockenförmig, rund zwei Zentimeter lang und duften süßlich. Außen sind sie cremegelb und innen purpurfarben gezeichnet. Die Blütezeit erstreckt sich von März bis April.

Die Kelchblätter der Blüte unterscheiden. Die äußeren sind breiter und fleischiger als die inneren. Manche Stauntonien bilden bis zu sechs kleine Kronblätter, bei anderen fehlen sie. Weibliche Stauntonien-Blüten haben drei Fruchtknoten und Staubblätter, die zu Staminodien reduziert sind. Männliche Blüten verfügen über sechs verwachsene Staubblätter. Die Kronblätter und Nektarien fehlen. Die Kelchblätter männlicher Blüten sind eine Spur kleiner als die weiblichen.

Frucht

Die Blüten der Stauntonie stehen in lockeren Dolden. Aus diesen entstehen essbare Früchte von bis zu zehn Zentimeter Länge. Sie sind eiförmig und im reifen Zustand rot-violett. Die Beeren sind fleischig, saftig und samenreich. Der Geschmack ist süßlich und honigartig, die vielen Kerne erschweren den Verzehr.

Wuchs

Stauntonien erreichen nach mehreren Jahren Wuchshöhen von sieben bis neun Metern.

Standort

Stauntonien gedeihen in den Sommermonaten am besten an halbschattigen Standorten. Im Winter vertragen sie es heller und Temperaturen von bis zu -10 °C.

Verbreitung

Stauntonien stammen aus Asien. Sie sind von Myanmar bis Taiwan und Japan beheimatet und auch in Korea zu finden.

Nutzung

In Europa sind Stauntonien als Zierpflanzen verwendet. Hierfür eignen sie sich wegen der dekorativen Blüten und der reichlichen Früchte. Auch ihre immergrüne Eigenschaft und das rasche Wachstum machen die Stauntonie zu einer attraktiven Zierpflanze. In Japan sind die süßen Früchte ein beliebtes Dessert, bei Menschen und Affen. Auch gelten Früchte, Wurzeln und Rinde von Stauntonien in Japan als Heilmittel. Sie sollen eine antirheumatische und diuretische Wirkung haben.

Pflege/Schnitt

Wer eigene Stauntonien zieht, befreit die Samen von restlichem Fruchtfleisch und bedeckt sie leicht mit Erde. Am besten ist eine lockere Mischung aus Aussaaterde und Sand oder Perlite geeignet. Für sechs bis zehn Wochen ist die Aussaat im Kühlschrank oder Kalthaus kaltzustellen. Danach lässt sie sich bei 23 bis 25 °C hell warm aufstellen. Ideal ist eine leichte Feuchte ohne entstehende Nässe.

Während des Sommers benötigen Stauntonien regelmäßig Wasser. In den Wintermonaten sind sie genügsamer und es reicht, ihren Wurzelballen nicht komplett austrocknen zu lassen. Einige Arten halten im Winter Temperaturen von bis zu -10 °C aus. An geschützten Standorten sind sie in der Lage, frei zu überwintern. Für die pflegeleichten Stauntonien eignet sich eine humusreiche Einheitserde mit einem Langzeitdünger.

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