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Eigenschaften

  • stark giftig in allen Pflanzenteilen
  • Frühlingsblüher
  • Bienenweide
  • hitze- und trockenheitsverträglich
  • bedingt winterhart

Spartium

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Die Pflanzengattung Spartium (bot. Spartium) ist ein frühlingsblühender Zierstrauch. Weitere Namen für sie sind Pfriemenginster, Binsenginster und Spanischer Ginster. Diese Gattung ist Teil der Familie der Hülsenfrüchtler (bot. Fabaceae) und monotypisch. Das bedeutet, nur eine einzige Art gehört ihr an. Vom griechischen Wort sparton, zu Deutsch Seil, leitet sich der Gattungsname ab, welcher auf die schmalen, rutenartigen Zweige hinweist.

Trotz der namentlichen Ähnlichkeit, gehört Spartium botanisch nicht zum Ginster (bot. Genista). Pfriemenginster sind sogenannte Rutensträucher, welche früh blühen und zu Sommerbeginn ihr Laub teils abwerfen. Im Frühling besticht Spartium durch leuchtend gelbe Blütenpracht und ausgeprägten Duft. Er bietet eine wertvolle erste Nahrungsquelle für Bienen, Hummeln und andere nektarsuchende Insekten. Im Umgang mit der Pflanze ist Vorsicht geboten. Sie ist in allen Teilen ausgesprochen giftig. Vergiftungen lösen Erbrechen, Nierenschäden aus und lähmen den Atem, in schweren Fällen mit tödlichen Folgen. Gefährlich ist dies vor allem für Kinder, die die Pflanze nicht anfassen sollten. Ebenso vergiften sich Haustiere und Weidetiere durch Fressen der Pflanze.

Blatt

Ihre aufrecht stehenden Blätter bildet die Pflanze an den Blütentrieben. Die Form der Blätter ist einfach, länglich-lanzettlich. Sie sind eineinhalb bis drei Zentimeter lang und drei Millimeter breit. Beim Austrieb ist das Laub hellgrün gefärbt, später dunkelgrün. Während die Blattoberseite glatt und kahl ausfällt, zeigt sich die Unterseite entlang der Mittelrippe fein behaart. Nebenblätter gibt es keine. Kurz nach der Blütezeit wirft die Pflanze den Großteil ihres Laubes ab.

Blüte

Der Pfriemenginster blüht im Frühjahr üppig mit leuchtend reingelben Schmetterlingsblüten, welche ausgesprochen intensiv und süß duften. Auf fünf Millimeter langen Stielen stehen die Blüten in lockeren Trauben endständig an Jungtrieben zusammen. Eine Einzelblüte misst circa zwei bis zweieinhalb Zentimeter. Ihr Fruchtblatt ist oberständig, die zehn Staubblätter ungleich lang verwachsen. Der Blütenkelch ist einlippig und fünfzähnig. Seine Oberseite ist scheidig gespalten.

Frucht

Nach der Reife bildet die Pflanze leicht gebogene, grau-braune Hülsenfrüchte. Diese wachsen rund fünf bis zehn Zentimeter lang und sind seitlich abgeflacht. Anfänglich sind die Hülsen silbrig, seidig behaart. Mit zunehmender Reife verkahlen sie. In ihnen enthalten sind zehn bis zwanzig rot-braune, glatte, glänzende, vier Millimeter lange Samen. Diese sind von außen durch verengte Schotenwände (ähnlich Bohnen oder Erbsen) gut erkennbar. Durch Aufplatzen der Hülsen schleudert es den Samen weitläufig um die Mutterpflanze.

Wuchs

Spartium wachsen breitbuschig, aufrecht und erreichen Wuchshöhen von zwei bis drei Metern. Die Rinde älterer Exemplare ist graugrün gefärbt. Typisch sind die binsenartigen, runden Sprosse, welche biegsam und fein gerieft sind. Im Erscheinungsbild erinnert der Strauch mit seinen straff aufgerichteten, unterschiedlich langen Zweigen an einen Besen. Seine Jungtriebe sind hell gelbgrün gefärbt, mit zunehmendem Alter dunkelgrün. Ihr Laub trägt die Pflanze hauptsächlich während der Vegetationszeit im Frühjahr und Sommer. Ein Teil der Blätter fällt zum Sommeranfang kurz nach der Blütezeit ab. Der Pfriemenginster ist hierdurch optimal an heiße, vollsonnige Umwelt angepasst: Der Laubabwurf verhindert übermäßiges Verdunsten von Wasser. Seine hinterher eher kahlen Zweige dienen während der Sommermonate noch der Photosynthese. Ab dem Spätherbst verlieren die Pflanzen ihr Laub komplett.

Standort

Sonne und Wärme gehören zu den Grundbedürfnissen des Pfriemenginsters. Der ideale Platz ist vollsonnig, trocken, mit durchlässigem, kalkigem, sandigem Magerboden. Die Pflanze verträgt stauende Nässe ausgesprochen schlecht. Mit dem Winterverlauf in unseren Breiten kommt Spartium nicht uneingeschränkt zurecht. Ein helles, kühles Überwintern im Kübel ist empfehlenswert. Auf plötzliche Kälteeinbrüche reagiert der Strauch empfindlich, weshalb er nach dem Auspflanzen bei Bedarf ein Schutzvlies braucht.

Pflanzt der Gärtner Spartium im Garten, empfiehlt es sich, den Standort, aufgrund der giftigen Pflanzenteile, sorgsam abzuwägen. Pfriemenginster steht im Garten nicht zu nahe am Ufer eines Fischteiches. Seine Samen sind ausgesprochen giftig. Fallen diese ins Wasser, ist dies möglicherweise für den Fischbestand tödlich.

Verbreitung

Beheimatet ist Spartium im gemäßigten Klima des gesamten Mittelmeerraumes. Die Gattung gilt als charakteristisches Gewächs mediterraner Strauchheiden in offenen, trocken-heißen Zonen. Häufig vertreten sind sie im Süd-Westen Europas sowie verwildert auf den Kanarischen Inseln. Ebenso gibt es zahlreiche Vorkommen von Kleinasien, Syrien, Palästina bis zum Kaukasus sowie in Nordwestafrika bis nach Libyen. In den USA besiedelt die Pflanze die trockenen Gebiete Kaliforniens bis nach Mexiko. Weitere Bestände finden sich an Gebirgshängen Südamerikas. In Südafrika gilt die Gattung als invasive Pflanze, welche durch starkes Ausbreiten den Lebensraum landestypischer Flora bedroht.

Nutzung

Als Zierstrauch für Gärten und Parkanlagen wird Spartium seit Jahrhunderten kultiviert. Der Handel bietet hierzulande Zuchtvarianten mit gefüllten und ungefüllten Blüten an. Die Pflanze ist auf Trockenstandorte spezialisiert und bietet sich zum Gestalten von Steingärten, trockenen Hanglagen oder zum Begrünen sonniger Mauern an.

Pflege/Schnitt

Spartium ist ein Blühstrauch, der geringe Ansprüche stellt. Er ist anspruchslos, pflegeleicht und benötigt einen vollsonnigen, nässegeschützen Platz. Mit trockenen und nährstoffarmen Böden kommt er bestens zurecht. Besondere Düngergaben braucht der Pfriemenginster nicht. Nach Abtrocknen der obersten Erdschicht bekommt die Pflanze erneut eine geringe Wassergabe. In jedem Fall gilt es Staunässe zu vermeiden, weshalb eine ausreichende Drainage unabdingbar ist.

Den Winter hierzulande übersteht die Pflanze oftmals nicht, da sie nur eingeschränkt winterhart ist. Ähnlich anderen mediterranen Gewächsen überwintert der Gärtner den Strauch im Kübel hell und kühl, vorzugsweise bei Temperaturen von fünf bis maximal zehn Grad Celsius. Sobald im Frühjahr kein Frost mehr droht, zieht der Strauch zurück ins Freiland. Bei späten Kälteeinbrüchen bietet sich ein Vlies zum Schutz vor Frost an.

Rückschnitte sind nicht zwingend regelmäßig erforderlich, maximal einmal jährlich im Herbst. Kräftigen Rückschnitt toleriert die Pflanze gut. Wichtig ist, wegen der giftigen Pflanzenteile beim Umgang mit Spartium Handschuhe zu tragen. Das Vermehren des Strauchs durch Stecklinge oder Steckhölzer gelingt bestens. Ideal hierfür sind einjährige Triebe eines älteren Exemplars. In einem Topf mit Anzuchterde bewurzeln die Stecklinge innerhalb eines Jahres bis zur Auspflanzreife. Auch durch Samen lassen sich die Pflanzen der Gattung vermehren. Hierzu lässt der Gärtner den Samen in warmem Wasser vorquellen, gibt ihn in feuchtes Anzuchtsubstrat und bedeckt ihn leicht. Anschließend steht die Aussaat hell und bleibt gleichmäßig feuchta. Im Haus kann die Samenanzucht ganzjährig erfolgen.

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