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Eigenschaften

  • einjährige oder ausdauernde Kräuter
  • Hülsenfrüchte mit bis zu zwölf Samen
  • häutige Nebenblätter sind vorhanden
  • Verbreitung in Nordafrika und Eurasien
  • bevorzugen vollsonnige Standorte

Securigera

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Die Beilwicken (bot. Securigera) gehören zur Familie der Schmetterlingsblüter (Fabaceae). Ihre auffällige Wuchsform ist eine Besonderheit. Weltweit sind zwölf Arten dieser einzigartigen Schönheit vertreten. Eine bekannte Variante ist die Bunte Kronwicke. Sie ist bedeutend in ihrer Verwendung als Bienennährpflanze. Sie wirken mit ihren weichen Blütenformen in den zarten Farbtönen wie aus einem Märchen. In der Natur wissen zahlreiche Insekten den süßlichen Duft zu schätzen, der von den Blütenständen ausgeht.

Vor allem Honigbienen sind an der Bestäubung beteiligt und schwirren regelmäßig um die auffälligen Blütenstände herum. Beilwicken verwandeln jeden Garten in eine einzigartige Oase und erzeugen eine natürliche Atmosphäre. Nicht selten lassen sich Bläulinge auf den Blüten nieder und genießen ihre Mahlzeit in der Mittagssonne. Beilwicken sind die optimalen Pflanzen, um den eigenen Garten in eine naturnahe Landschaft zu verwandeln. Die wuchsfreudigen Pflanzen sind anspruchslos und wissen sich selbst zu versorgen. Sie leben in einer Symbiose mit Bakterien, die den in der Luft befindlichen Stickstoff umwandeln und für die Pflanzen verfügbar machen. Daher benötigen Beilwicken keine Düngung. Ihrer Wuchsfreudigkeit ist es zu verdanken, dass Beilwicken innerhalb kürzester Zeit Lücken auffüllen. Die Pflanzen entwickeln zahlreiche unterirdische Ausläufer. Zwischen März und Oktober ist die beste Zeit zur Aussaat der Beilwicken. Sie entwickeln sich optimal in einem Abstand von mindestens 50 Zentimetern zur nächsten Pflanze.

Blatt

Die Laubblätter der Beilwicken sind gestielt oder ungestielt. Die Blattspreite ist unpaarig gefiedert. Jeweils zwei Blattfiedern sitzen sich gegenüber. Am Ende der Blattspreite, die aus mindestens fünf Paaren aus Fiederblättchen besteht, schließt eine einzeln sitzende Blattfieder. Die einzelnen Fiederblättchen sind ganzrandig. Am Grund der Laubblätter sitzen zwei oder mehrere Nebenblätter, die je nach Art in ihrer Form und Größe variieren. Ein zartes Grün überzieht die Laubblätter und bildet einen zarten Kontrast zu den wunderschönen Blütenständen. In der Nacht klappt die Pflanze ihre Fiederblättchen nach oben. Sie ruhen dann in einer Schlafstellung. Möglich macht das ein winziges Gelenk, das an der Basis der Fiederblättchen sitzt.

Blüte

Beilwickeln bilden doldenförmige Blütenstände mit fünf bis 20 nickenden Einzelblüten aus. Diese Blütenstände sitzen auf langen Schäften. Die Blütenstandsschäfte entspringen in den Achseln der Laubblätter. Ein häutiges Deckblatt sitzt unterhalb der Blütenstiele. Jede Blüte enthält männliche und weibliche Blütenorgane. Die Blüten sind spiegelsymmetrisch aufgebaut und folgen einer fünfzähligen Form. Eine doppelte Blütenhülle umschließt die Blüten. Die Kelchblätter sind nicht behaart und bilden einen glockenförmigen Blütenkelch. Die Form der verwachsenen Kelchblätter erinnert an zwei Lippen. Dabei ist die Oberlippe meist kürzer als die Unterlippe. Die Kelchzähne der Unterlippe überragen die Zipfel der Oberlippe.

In den Blüten ist die typische Form der Schmetterlingsblütengewächse erkennbar. Auch die Kronblätter sind kahl und besitzen kleine Öhrchen. Die Blüten der Fabaceaen sind in Fahne, Schiffchen und Flügel eingeteilt. Auch Beilwicken entwickeln eine elliptische Fahne, die kürzer oder länger als der Blütenkelch ist. Ihr Schiffchen ist sichelförmig gebogen. Beilwicken sind mit Blüten in zarten rosa bis weißen Tönen geschmückt. Häufig sind das Schiffchen und die Fahne unterschiedlich gefärbt. Beilwicken blühen erst im zweiten Jahr. Dann entwickeln die Pflanzen zwischen Juni und August ihre Blütenpracht. In der Blüte sitzen zehn Staubblätter, die in gelbe Staubbeutel enden. Im Zentrum der Blüte sitzt ein einzelnes Fruchtblatt.

Frucht

Beilwicken bilden Hülsenfrüchte aus, die an kleine Erbsenfrüchte erinnern. Die Teilfrüchte sind zwischen 25 und 50 Millimeter lang und vierkantig. An der Spitze ragt ein hakig gebogener Schnabel empor. Die Samen sind durch einen länglichen grünen Mantel geschützt. Dieser ist mit drei bis sechs Einschnürungen versehen. Während der Fruchtreife stehen die Früchte senkrecht nach oben. Aufgrund ihrer auffälligen Form haben die Hülsenfrüchte einen dekorativen Charakter. Nach der Fruchtreife vertrocknet die äußere Hülle und zerfällt in vier bis zehn einsamige Glieder, die an Nüsse erinnern.

Wuchs

Die Pflanzen entwickeln eine niederliegende bis aufsteigende Wuchsform. Sie wachsen als einjährige oder ausdauernde Arten und erreichen Wuchshöhen von 30 bis 60 Zentimetern. Der Stängel der Beilwicken ist typisch gerillt. Ihre Wurzeln reichen bis zu einen Meter tief in den Boden, sie sind als Tiefwurzler bekannt.

Standort

Beilwicken bevorzugen trockene Standorte, wie auf Wiesen oder in Wald- und Gebüschsäumen. Der Boden ist gut durchlässig. Sie wachsen an Rainen, in Steinbrüchen und an Bahndämmen und zählen zu den Pflanzen, die sich gerne an extremeren Standorten etablieren. Auf Rohböden treten Beilwicken als Pionierpflanzen auf. Sie bedanken sich mit einer üppigen Blütenpracht, wenn das Substrat basenreich und neutral bis mild ist. Als kalkliebende Pflanze ist sie einer Aufkalkung des Bodens im Frühjahr nicht abgeneigt.

Verbreitung

Die Gattung Securigera ist in Mittel- und Südeuropa weit verbreitet. Die Arten kommen schwerpunktmäßig im nordöstlichen Mittelmeerraum und im Balkan vor. Im Westen und Norden Europas kommen kultivierte Zuchtformen dieser Gattung vor. Ihr Futterwert und ihre Tendenz zur Stickstoffbindung macht sie zu einer beliebten Pflanze im Grünland.

Nutzung

Haben die Beilwicken einen optimalen Standort im Garten gefunden, breiten sie sich zügig auf großen Flächen aus. Das macht sie zu beliebten Lückenfüllern auf gestörten oder aufgewühlten Böden. Sie eignen sich optimal zur flächigen Bepflanzung und kommen besonders gut in hellen Hecken- und Gebüschsäumen zur Geltung. Auf steinigen Böden erzeugen sie zarte Farbakzente und setzen jeden Steingarten perfekt in Szene.

Optimale Pflanzpartner sind Arten, die sich gleichermaßen schnell ausbreiten. Leinkräuter, Glockenblumen und Sauerampfer setzen sich gegen die wuchsfreudigen Beilwicken durch und kreieren mit unterschiedlichen Wuchsformen, Blütenausprägungen und Farbtönen ein aufregendes Farbspiel mit vielen Kontrasten. In kleinen Tuffs von drei bis fünf oder maximal zehn Pflanzen ergeben Beilwicken eine schöne Komponente in der Einzelstellung.

Pflege/Schnitt

Beilwicken benötigen keine spezielle Pflege oder Düngung. Sie vermehren sich über Samen, die nach der Fruchtreife aus den aufspringenden Teilfrüchten herausfallen. Landen sie auf dem Boden, keimen die Samen im nächsten Frühjahr. Starke Winde tragen die Samen an entferntere Standorte. Auch Wasser begünstigt eine örtliche Verbreitung über größere Entfernungen. Bei Bedarf erfolgt der Rückschnitt im Herbst.

Krankheiten/Schädlinge

Beilwicken sind robuste Pflanzen. Krankheiten oder Schädlinge sind keine bekannt.

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