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Eigenschaften

  • Gattung überwiegend tropischer Wasserpflanzen
  • freischwimmende Pflanzen ohne Wurzeln
  • Schwimmblätter mit stark wasserabweisendem Effekt
  • bilden Sporenkörper an den Schwimmblättern
  • bevorzugen warme, stehende Gewässer

Schwimmfarne

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Zur Gattung der Schwimmfarne (bot. Salvinia) zählen zwischen zehn und zwölf verschiedenen Arten. Die Gattung steht in der nach ihr benannten Familie der Schwimmfarngewächse (Salviniaceae). Die Salvinia zählen zu den Echten Farnen in der Ordnung der Schwimmfarnartigen (Salviniales). Es handelt sich um freischwimmende Pflanzen ohne Wurzeln.

Die Schwimmfarne stammen ursprünglich aus tropischen Regionen des mittel- und südamerikanischen Kontinents. Lediglich die Art Salvinia natans stammt aus warmen europäischen Gebieten und ist auch in Deutschland heimisch. Mittlerweile finden sich die Gattungsarten als Neophyten auf der gesamten Erdkugel verbreitet. Interessant ist der sogenannte Salvinia-Effekt, den die Blätter der Gattung aufweisen. Ihre wasserabweisende Oberfläche ist Gegenstand wissenschaftlicher Studien und gilt in der Bionik als Vorbild für neuartige Schiffsbeschichtungen. Mit diesen ließe sich eine Luftschicht erzeugen und die Reibung des Schiffsrumpfes mit dem Wasser, und damit der Kraftstoffverbrauch, reduzieren.

Blatt

Die Blätter der Schwimmfarne stehen an Sprossachsen, die horizontal im Wasser treiben. Sie stehen in Wirteln zu dritt an einem Knoten. Jeweils zwei der Blätter sind Schwimmblätter und erscheinen rundlich bis oval. Ein Blatt ist ein fein zergliedertes Wasserblatt, das in der Funktion einer Wurzel Nährstoffe aus dem Wasser filtert und der Pflanze zuführt. Außerdem stabilisiert das Wasserblatt die Lage der Pflanze im Wasser.

Die Schwimmblätter weisen eine stark waserabweisende Oberfläche auf. Dies resultiert aus den winzigen Haaren, mit denen die Blätter besetzt sind. Diese und die restliche Oberfläche des Blattes sind zusätzlich mit einem wachsartigen Überzug versehen. Mit dieser speziellen Blattoberfläche haftet eine dünne Luftschicht an den Schwimmblättern und verhindert, dass die Blätter nass werden, zudem sorgt sie für den Aufrtieb.

Frucht

Die sporenbildendenden Fruchtkörper der Schwimmfarne sitzen an den Wasserblättern der Pflanzen. Die enthaltenen Sporen verbreiten sich im Wasser.

Wuchs

Die Gattung der Salvinia besteht aus frei im Wasser schwimmenden Pflanzen, die an der Oberfläche treiben und sich nicht mit Wurzeln verankern. Die Gattungsarten erreichen eine Länge zwischen zwei und bis zu zwanzig Zentimeter. Sie bilden Ausläufer mit denen sie sich großflächig verbreiten. Teilweise wuchern sie über die gesamte Wasseroberfläche hinweg.

Standort

Die Schwimmfarne siedeln in stehenden Gewässern oder solchen, die einen langsamen Wasserfluss aufweisen. Seen und Teich, aber auch Flussarme kommen als Standorte in Frage.

Verbreitung

Die Gattungsarten wachsen in tropischen Gewässern in Süd- und Mittelamerika. Sie wachsen als Neophyten auch auf anderen Kontinenten unter entsprechenden klimatischen Einflüssen. Die Art Salvinia natans, Gemeiner Schwimmfarn, wächst in warmen gemäßigten Zonen und ist in Europa verbreitet. Auch in Deutschland ist die Art anzutreffen. Allerdings ihr Bestand stark bedroht und findet sich stark begrenzt im Oberrhein.

Nutzung

Einige der Arten des Schwimmfarns dienen als Zierpflanzen in Gartenteichen, seltener in Aquarien.

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