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Eigenschaften

  • Baum, niederer Strauch, Großstrauch
  • immergrün oder laubabwerfend
  • verschiedene Arten winterhart
  • viele duftende Blüten
  • Zier- und Heilpflanzen

Schneebäume

Gattung Chionanthus ab €21.10 kaufen
     
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Die Gattung Schneebäume (bot. Chionanthus) erfasst immergrüne, belaubte Sträucher und Bäume. Es sind Blütenpflanzen und sie gehören als zweikeimblättrige Bedecktsamer zu den Euasteriden I der Asteriden. Asteriden bilden eine Untergruppe der Kerneudikotyledonen. Die Asteriden enthalten die Ordnung der Lippenblütlerartigen (Lamiales). Ihr gehört die Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae) an. Chionanthus sind Mitglieder der Ölbaumgewächse.

Zur Gattung Schneebäume zählen meistens rund achtzig, manchmal bis weit über einhundert Arten. Einige Arten kommen unter einer Vielzahl von Synonymen vor. Einzelne Arten haben Unterarten gebildet. Es sind überwiegen tropische und subtropische Pflanzen. Die Einordnung der Gattung folgt der Pflanzensystematik, die 2009 durch die Angiosperm Phylogeny Group veröffentlicht wurde.

Blatt

Die Pflanzen haben Laubblätter mit Stiel und Blattspreite. Ihre Anordnung ist gegenständig. Die Blattspreiten sind einfach und haben einen glatten oder gezähnten, manchmal einen gewellten Rand. Die Blattform ist eiförmig, verkehrt eiförmig und manchmal spitz oder deutlich zugespitzt. Ihre Länge beträgt zwischen zehn und zwanzig Zentimeter. Ihre Breite liegt zwischen einem und zehn Zentimeter.

Auf der Oberseite glänzen die Blätter meistens. Die Blattadern auf der Unterseite der Blätter besitzen Haare. Manchmal ist die Unterseite vollständig behaart. Die Blätter der meisten Arten sind dunkelgrün und wirken ledrig. Arten aus gemäßigten Zonen werfen zum Winter ihre Blätter ab. Je nach Standort färben sie sich im Herbst hellgelb bis goldgelb oder schlicht braun.

Blüte

Chionanthus haben überwiegend zwittrige manchmal eingeschlechtige Blüten. Die Pflanzen sind einhäusig, einige Arten zweihäusig. Die Blütenteile ordnen sich kreisförmig um eine Hauptachse. Der botanische Begriff ist radiärsymmetrisch. Die Blüten besitzen eine doppelte Blütenhülle.
Sie besteht aus vier kleinen, teilweise miteinander verwachsenen Kelchblättern, die eine Glockenform bilden. Vier bis sechs Kronblätter verwachsen zu einer kurzen Kronröhre. Ihre Länge liegt zwischen zwei und drei Zentimeter. Die Kronzipfel, mit schmal-spitzem oder rundlichem Aussehen, stehen frei. Zwei, in Ausnahmen vier, Staubblätter überragen die kurzen Staubfäden.

Wenige bis viele Einzelblüten stehen in großen, verschieden geformten, dichten oder lockeren Blütenständen zusammen. Oft wirken sie büschelig, manchmal wie Trauben oder Doppeldolden. Manche Blütenstände erreichen Rispenlängen von zwanzig Zentimeter.
Die Blütenstände sitzen meistens seitlich. Endständige Sitze sind die Ausnahme. Weiß herrscht als Blütenfarbe vor. Es gibt gelbe und rötliche Blüten. Sie duften mehr oder weniger stark. Die Pflanzen blühen ab einem Alter von drei bis fünf Jahren. In Mitteleuropa ist die Hauptblütezeit der Pflanzen im Mai und Juni. Die Bestäubung von Chionanthus erfolgt durch Tiere.

Frucht

Aus einem oberständigen Fruchtknoten entwickeln sich Steinfrüchte. Sie sind eiförmig und rund zweieinhalb Zentimeter lang. Die Frucht enthält überwiegend einen, manchmal bis zu drei Samen mit harter Schale. Sie sind von dünnem und trockenem Fruchtfleisch umgeben. Die Haut ist dunkel-purpur oder blau-schwarz und bei einzelnen Arten von einer pulverartigen Wachsschicht bedeckt.

Wuchs

Die Arten kommen als Bäume und Sträucher vor. Je nach Standort wächst manche Art als Baum und als Strauch. Es gibt mehrstämmige Großsträucher. Sie erreichen Höhen zwischen drei und zehn Meter. Bei Bäumen beträgt der Stammdurchmesser bis zu dreißig Zentimeter. Ihre Krone ist meistens schlank und oft rundlich, manchmal breit und buschig. Die Äste sind in der Jugend grau und glatt mit sichtbaren Korkzellen. Mit zunehmendem Alter bilden sich schuppige oder borkige Oberflächen. Schneebäume sind Flachwurzler mit einem weit ausgebreiteten Wurzelsystem. Ihre feinen Faserwurzeln liegen dicht unter der Oberfläche.

Standort

Die Pflanzen gedeihen in Sonne und Halbschatten. Die meisten Arten benötigen eine hohe Boden- und Luftfeuchtigkeit. Lauberde, Sand-Lehmgemische, locker-humose Erde, Geröll mit fruchtbarer Bodenabdeckung sind für die Pflanzen nutzbar. Das ideale Substrat ist leicht sauer und ohne Kalkanteil.

Verbreitung

Fast alle Arten haben sich als immergrüne Gewächse in den Subtropen und den Tropen rund um die Welt entwickelt. In der Karibik, in Indien, Ostasien und in Mittelamerika ist eine breite Artenvielfalt entstanden. In den feuchtwarmen Regionen Australiens haben sich fünf Arten gebildet. Aus Afrika ist eine Art bekannt. Zwei Arten stammen aus gemäßigten Zonen in China und Nordamerika. Chionanthus virginicus ist als Vertreterin aus Nordamerika in vielen Ländern verbreitet.

Nutzung

Wegen ihrer weißen Blütenfülle sind Schneebäume als Ziersträucher oder Zierbäume beliebt. Die weiße Blütenpracht erinnert aus der Ferne an einen schneebedeckten Baum. Deshalb hat die Pflanze ihren deutschen Namen Schneebaum, Schneeflockenstrauch oder Schneeflockenbaum. Einige Arten sind in ihren Heimatländern in Gärten, Parks und in Stadtbereichen zierende Bepflanzungen. Einige Arten vertragen Stadtluft und Rauch. In der passenden Klimazone sind sie attraktive Straßenbäume.

In Mitteleuropa wachsen frostharte Arten aus den gemäßigten Zonen. In milden Klimazonen eignen sie sich als Freilandpflanzen. Durch ihre geringe Größe und mit ihrem flachen Wurzelwerk bewachsen sie kleine Flächen mit geringer Bodentiefe. Abwärme von Gebäuden und Straßen schadet nicht. Schadstoffbelastete Stadtluft tolerieren die Chionanthus. Überwiegend wachsen die Schneebäume oder Schneesträucher in Deutschland in Pflanzkübeln. Sie treiben spät aus und blühen oft erst im Juli. Ihr Zierwert ist hoch.

Produkte aus der Rinde oder der Wurzel von Chionanthus sind als Medizin im Einsatz. Verbreitet sind Mittel in der Homoöpathie. Bekanntheit haben die Chionanthus-Produkte überwiegend in den USA und in Europa.

Pflege/Schnitt

Das Pflanzsubtrat ist im Freiland eine gute, lockere, tiefgründige und fruchtbare Erde mit ausreichender Bodenfeuchte. Gießen ist bei Trockenheit notwendig. Düngegaben oder Kompost fördern das Wachstum und den Blütenansatz. Ein geschützter Standort ist ideal. Sonnig sollte er sein. In Pflanzgefäßen wachsen sie in guter Balkon- oder Kübelpflanzenerde. Zur Verbesserung der Durchlässigkeit erhält die Erde eine Zugabe aus Sand oder Tonsplitt. Regelmäßige Düngegaben und Wasser sind für das Wachstum notwendig.

Spätfröste gefährden den Austrieb von Jungpflanzen. Die Frosthärte stellt sich mit höhreren Jahren ein. Die Pflanzen benötigen einen variablen Schutz. Wärmevlies ist gut geeignet. Den Winter verbringen die Chionanthus an einem kühlen und frostfreien Ort. Vor allem dürfen die Wurzelballen nicht durchfrieren. Schnitte sind nur bei weichen Trieben vor der Winterruhe und bei beschädigten Zweigen nötig.

Krankheiten/Schädlinge

Bei ungenügend belüftetem Standort bildet sich Schimmel an den frischen Trieben. Wie bei anderen Sträuchern drohen im Winterquartier Schmier- und Schildlausbefall. Regelmäßige Kontrolle und häufiges Lüften sind notwendig.

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