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Eigenschaften

  • formschöne Bäume
  • interessantes Blattwerk
  • wundervolle Herbstfärbung
  • angenehmer Duft
  • giftige Pflanzenteile

Sassafras

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Die Pflanzengattung Sassafras (bot. Sassafras) bildet eine kleine Gruppe in der Familie der Lorbeergewächse (Lauraceae). Weltweit gibt es drei Sassafras-Arten. Alle Pflanzenteile der Bäume verströmen einen charakteristischen, aromatischen Duft. Sie enthalten ätherische Öle, hauptsächlich Safrol. Die Bäume von Sassafras sind exotische Schönheiten, die zunächst mit ihrem Duft auffallen. Der leicht süße, nach Zitrone duftende, würzige und holzige Geruch verbreitet eine wohlige Wärme. Blühende Bäume enfalten ihren Duft am stärksten.

Die Wuchsform von Sassafras ist schlank und aufgelockert. Wie kleine Wolken erscheinen die einzelnen Äste mit ihren interessanten Laubblättern. Sassafras trägt drei verschiedene Blattformen an einem Ast. Kaum ein anderer Baum hat dieses Merkmal. Besonders attraktiv sind die Bäume im Herbst. Ihre an Feigen oder Ginkgo erinnernden Blätter strahlen in gelb, orange, rot oder purpur. Manchmal treten die Blattadern farblich betont hervor und zeichnen kleine Kunstwerke auf die Blätter. In ihrer Heimat gedeihen Sassafras im Wald, in Europa wachsen die kultivierten Bäume in Parks und vor Gebäuden. Als Zierpflanze finden diese edlen Solitärgehölze auf großen Freiflächen ihren Platz. Dazu zählen geräumige Innenhöfe, Plätze vor dem Haus oder ausdrucksstarke Stellen im Garten. Durch einen Formschnitt bleibt Sassafras auf Strauchgröße und passt in kleinere Gärten.

Blatt

Die Blattformen von Sassafras sind charakteristisch. Die Bäume zeigen drei unterschiedliche Blattformen, die an einem Ast auftreten. Wie häufig die Blattformen auftreten, ist von Art zu Art unterschiedlich. Das häufigste, größte und auffälligste Blatt ist dreilappig, tief gefingert und von zwei Einbuchtungen gezeichnet. Die Enden sind stumpf bis spitz, die Basis ist keilförmig. Das kleinste Blatt ist oval bis eiförmig und ganzrandig. Die mittlere Blattform ist zweilappig, mit einer Einbuchtung. Selten treten vier- oder fünflappige Blätter auf.

Die Blätter stehen wechselständig am Trieb, verbunden durch einen ein bis drei Zentimeter langen Stiel. Sassafras-Blätter erreichen eine Länge von sieben bis 20 Zentimeter und eine Breite von fünf bis zehn Zentimeter. Der Blattrand ist glatt. Die Farbe an der Oberseite ist grün, an der Unterseite blaugrün. Im Herbst zeigt das Laub eine Farbvielfalt, die von gelb, über orange und rot bis hin zu purpur reicht. Die Gattung Sassafras wirft das Laub im Winter ab. Wer die Blätter zerreibt, erhält den typischen, starken Safrolgeruch.

Blüte

Die Blütenstände sitzen in den Blattachseln. Sassafras bildet rispenartige, manchmal doldenartige Blüten. Sie sind unscheinbar. Die Kronblätter fehlen bei allen Sassafras-Arten. Die sechs Kelchblätter tragen eine gelbgrüne Farbe. Die neun Staubblätter stehen in drei Wirteln zusammen.
Eine Art ist zweihäusig getrenntgeschlechtlich, weibliche und männliche Blüten sind auf unterschiedlichen Bäumen. Zwei Arten sind eingeschlechtlich und tragen weibliche und männliche Blüten auf einem Baum. Die weiblichen Blüten besitzen einen eiförmigen Fruchtknoten und einen dünnen Griffel. Die Blüten erscheinen im Mai und sind gelblich-grün, mit ausgeprägten gelben Staubbeuteln. Sie verströmen einen süßlichen Duft.

Frucht

Im späten Sommer reifen die schwarzblauen, einsamigen Steinfrüchte auf langen, roten Stängeln. Sie sind eiförmig und erreichen rund einen Zentimeter im Durchmesser. Vögel fressen die Früchte der Sassafras-Bäume und verbreiten die Samen.

Wuchs

Die Pflanzengattung Sassafras wächst aufrecht, mit schlanken Ästen und glatter, rotbrauner Rinde. Sie erreicht Höhen zwischen 15 und 35 Meter und einen Kronendurchmesser von 70 bis 150 Zentimeter. Die Äste verzweigen sich sympodisch und bilden ansehnliche Stufen in der Krone. Sie zeigen eine hellgrüne Farbe, mit dunkleren Flecken. Die Rinde ausgewachsener Exemplare ist dick, rotbraun bis grau mit tiefen Furchen. Die Arten der Sassafras bilden Pfahlwurzeln.
In Mitteleuropa kultivierte Pflanzen wachsen in den Anfangsjahren langsam, später 25 bis 45 Zentimeter pro Jahr. Sie erreichen Höhen von bis zu 15 Meter. Klein gehaltene Individuen breiten sich über Wurzelausläufer aus.

Standort

Die Bäume der Gattung Sassafras sind anspruchslos. Sie gedeihen auf nahezu allen Böden. Allerdings wachsen sie auf frischem, humosen und tiefgründigem Boden am besten. Staunässe vertragen sie nicht. Sassafras tolerieren Sonne und Halbschatten. In Mitteleuropa kultivierte Bäume brauchen in den ersten Jahren Aufmerksamkeit. An einem windgeschützten Standort fühlen sie sich am wohlsten.

Verbreitung

Die Art Sassafras albidum wächst im Nordosten Amerikas bis in 1500 Meter Höhe. Die Heimat von Sassafras randaiense ist Taiwan, wo er in Höhen zwischen 900 und 2400 Metern in Lorbeerwäldern gedeiht. Sassafras tzumu gedeiht in einigen Provinzen in Zentral- und Südwest-China auf bis zu 1900 Meter Höhe.

Nutzung

Sassafras ist vor allem wegen seiner ätherischen Öle bekannt. Safrol-Öl entsteht aus den Wurzeln und Früchten der Bäume. Der außergewöhnliche Geschmack der Rinde der Sassafras-Wurzel dient als Grundlage für Tee und eine spezielle Biersorte (Root Beer). Die zermahlenen Blätter würzen und verdicken kreolische Gerichte. Dieses Aroma ist charakteristisch für Gumbo, ein Eintopf aus Fisch, Gemüse und Reis. Sassafras ist neben Tabak eines der ersten und bekanntesten Gewürze, die aus der Neuen Welt nach Europa kamen. Die enthaltenen ätherischen Öle, vor allem Safrol, und weitere Inhaltsstoffe galten früher als eine Art Allheilmittel gegen eine Vielzahl von Krankheitsbildern. Sie kamen bei Syphilis und Rheuma bis zu Blasenentzündungen zum Einsatz und galten als aphrodisierend.
Heute steht Safrol im Verdacht, Krebs hervorzurufen und Leber und Nieren zu schädigen. Es wirkt bereits in kleinen Mengen giftig und ist seit 2001 in Lebensmitteln verboten. Safrol ist heute Bestandteil von Parfums, Kosmetika und Zahnpasta. Derivate des Safrols sind Bestandteil von Insektiziden. Aus dem Holz der Sassafras-Bäume entstehen Möbel und Schiffe.

Pflege/Schnitt

Sassafras stellt geringe Ansprüche an den Boden, durchgehend nasse Wurzeln verträgt er nicht. Am leichtesten wachsen Exemplare von Sassafras in der blattlosen Phase an. Günstige Pflanzzeitpunkte sind März, April, September oder Oktober. Um Sassafras als Strauch zu kultivieren, ist der Leittrieb zu entfernen. Dann wächst der Baum mehrstämmig und niedriger. Sassafras verträgt einen Schnitt aller drei bis fünf Jahre. Ein jährlicher Schnitt setzt dem Baum zu stark zu.

Junge Exemplare verlangen einen Frostschutz in strengen Wintern. Eine Laubschicht auf der Erde und ein Vlies über der Krone reichen aus. Sassafras braucht bei langen Trockenperioden leichte Wassergaben. Sonst stellt er das Wachstum ein. Etablierte Bäume benötigen keinen Winterschutz und keine Wassergaben im Sommer. Weil Sassafras-Bäume nur eine geringe Anzahl von Feinwurzeln bilden, reagieren sie empfindlich auf Umpflanzen.

Krankheiten/Schädlinge

Sassafras ist robust. Krankheiten und Schädlinge treten wenig auf.

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