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Eigenschaften

  • bekannt als Rucola oder Rauke
  • Verwendung als Salat und Würzmittel
  • hat gesundheitsfördernde Eigenschaften
  • grob gefiederte Blätter
  • bevorzugen sonnige bis halbschattige Bereiche

Rucola

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Rucola (bot. Rucola) fasst verschiedene Pflanzenarten aus der Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae) zusammen. Vor allem ist Rucola eine Salatpflanze, auch bekannt als Rukola, Rauke, Garten-Senfrauke, Arugula, Roquette, Raukelkohl oder Senfkohl. Im deutschsprachigen Raum war die Pflanze als Rauke über lange Zeit wenig populär.

Unter dem italienischen Namen Rucola wurde sie wiederentdeckt und ist aus der mediterranen Küche nicht mehr wegzudenken. Als frischer Salat, auf Sandwiches oder auf Pizza ist Rucola äußerst beliebt. Bekannt ist er für seine prägnante gezackte Form und seine leicht scharfe Würze. Ebenso benennt der Begriff Rucola die Schmalblättrige Doppelsame (Diplotaxis tenuifolia), auch Wilde Rauke oder Würzrauke. Sie ist mehrjährig, wächst langsamer als der einjährige Rucola und schmeckt schärfer. Seltener bezeichnet Rucola die Mauer-Doppelsame (Diplotaxis muralis), eine wild wachsende Staude mit wenig verlockendem Duft.

Blatt

Als unverkennbares Merkmal verfügt Rucola über längliche, dunkelgrüne Blätter. Diese sind fiederteilig. Ähnlich wie beim Löwenzahn sind die Blätter grob ausgefranst. Zwei bis vier Zackenabschnitte finden sich auf jeder Blattseite. Oft sind die Blätter kahl, teilweise haben sie feine Haare auf der Oberfläche. Sie werden 15 bis 20 Zentimeter lang, die Blattadern heben sich hell ab.

Blüte

Ab Mitte Juni zeigen sich am Rucola gelbe, fast weiße, zierliche, vierblättrige Blüten. In der Mitte sind sie dunkel getönt. Bis zu drei Blütenköpfe befinden sich oberhalb des Stängels. Diese blühen bis in den September hinein. Die Blüten des Rucola sind essbar und haben ein süßliches Aroma. Sie sind eine schöne Dekoration für Salate.

Frucht

Als Frucht bildet Rucola kleine hellbraune Schoten aus. Diese sind mit einem Fruchtstiel am Stängel befestigt und zwei bis sechs Zentimeter lang. In der Schote sind die Samen zweireihig angeordnet. Fallen die Samen auf die Erde, bilden sich neue Pflanzen. Die Schoten sind eine einfache Möglichkeit, um Rucola-Samen zu erhalten. Sie springen leicht auf.

Wuchs

Ohne Schnitt wird Rucola zehn bis zu 50 Zentimeter hoch. Seine fingerdicken Wurzeln gehen tief in den Boden und sind widerstandsfähig.

Standort

Der wilde Rucola wächst an Wegrändern, auf Schutthalden und auf felsigem Untergrund. Da Rucola anspruchslos ist, gedeiht er problemlos im Hausgarten, im Kübel oder Balkonkasten. Hier empfiehlt sich ein sonniger Standort sowie eine geschützte Lage. Rucola benötigt nur schwach gedüngten und durchlässigen Boden.

Verbreitung

Beheimatet ist Rucola ursprünglich im südlichen Mittelmeerraum sowie im vorderen Orient. Sein Hauptanbaugebiet liegt in Italien. Auch in den südlichen Regionen Deutschlands wächst er. In Indien und Brasilien gibt es große Anbauflächen, um aus den Samenkörnern Brennöl zu gewinnen.

Nutzung

Seine hauptsächliche Verwendung hat Rucola als Salatpflanze, oft dient er zum Belegen von Speisen. Die junge Blätter eigen sich für Salat, die älteren zum Würzen. Rucola schmeckt frisch und roh am würzigsten. Beim Erhitzen bilden sich Bitterstoffe, die sehr scharf sind. Hervorragend passt Rucola mit Spirellis, frischen Tomaten, Knoblauch und Olivenöl zusammen. Sein einzigartiger, leicht nussiger Geschmack geht auf einen hohen Gehalt an Senfölen und Bitterstoffen zurück.
Rucola ist nicht nur ein Geschmackserlebnis, sondern hat auch gesundheitsfördernde Eigenschaften. Die Pflanze enthält die Mineralstoffe Kalium und Kalzium, Folsäure, Carotin sowie viele Vitamine. Damit stärkt sie das Immunsystem, verbessert die Verdauung, wirkt entgiftend und gilt traditionell als Aphrodisiakum. Daneben hat Rucola einen hohen Gehalt an Jod, das wichtig für Menschen mit einer Schilddrüsenunterfunktion ist.

Pflege/Schnitt

Rucola ist schnellwachsend und pflegeleicht. Ab April oder Mai ist im Freiland die beste Saatzeit. Die Pflanze ist nach vier bis sechs Wochen erntereif. Zusätzlichen Dünger benötigt sie nicht. Bei der Vorbereitung des Beetes ist das Einharken von Kompost förderlich.
Eine regelmäßige Bewässerung hilft beim Wachstum. Rucola erzielt hohe Ernteerträge. Die beste Erntezeit ist abends. Bis in den September hinein wächst Rucola fortlaufend.

Krankheiten/Schädlinge

Bei Blattfleckenkrankheiten oder einem Befall mit Falschem Mehltau hilft nur das Ausstechen der Pflanze. Jedoch ist Rucola eine robuste, wenig anfällige Kulturpflanze.

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