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Eigenschaften

  • mehrjährige, polsterbildende Stauden
  • spätblühend von August bis Oktober
  • rosafarbene, duftende Blüten
  • bevorzugen schattige oder halbschattige Standorte
  • stammt ursprünglich aus Ostasien

Reineckea

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Die Gattung Reineckea gehört zur Unterfamilie der Nolinoideae innerhalb der Familie der Spargelgewächse (bot. Asparagaceae). Bei uns ist sie unter dem Namen Japanische Maiglöckchen bekannt. Errichtet wurde die Gattung im Jahr 1844 vom deutschen Botaniker Karl Sigismund Kunth. Wissenschaftlich beschrieben sind eine ganze Reihe von Arten. Botaniker gehen heute davon aus, dass nur eine einzige Art, Reineckea carnea gültig ist.

Mittlerweile hat Reineckea hat als Zierpflanze und winterharter, robuster Bodendecker gleichermaßen in unseren Gärten viele Freunde gefunden. Sie ist für die Anlage von Schattengärten und asiatischen Gärten geeignet, die sich bei uns immer größerer Beliebtheit erfreuen. Mittlerweile existiert eine Reihe von Zuchtformen, wie Reineckea carnea 'Compactform', die im Gegensatz zur Stammform nur 20 Zentimeter Höhe erreicht. Reineckea ist ein Spätblüher, der dem Garten im späten Sommer und frühen Herbst durch seine rosafarbenen, stark duftenden Blüten eine besondere, exotische Pracht verleiht. Gerade wenn der Blütenzauber des Frühlings lange verflogen ist, sorgt Reineckea für willkommene Farbtupfer.

Blatt

Die tiefgrünen, wechselständig angeordneten Blätter stehen senkrecht. Sie sind ganzrandig und lanzettförmig, entfernt vergleichbar mit denen unseres Maiglöckchens. Dies verleiht der Pflanze einen grasartigen Habitus.

Blüte

Ein wenig an Orchideen erinnern die sternförmigen, traubenständigen Blüten. Sie sind weiß bis rosafarben und zart duftend. Die Blütenblätter verbinden sich an der Basis zu einer Röhre und stehen nach außen hin frei. Sechs Staubblätter sind vorhanden. Die Knospen sind lilafarben. Die Blütenstiele, die sich zumeist zwischen den Blättern verstecken, pink- bis lilafarben. Blütezeit ist von August bis Oktober.

Frucht

Reineckea trägt kleine rote, rundliche, mehrsamige Beeren. Vorsicht ist geboten, denn diese Beeren sind wie die gesamte Pflanze leicht giftig. Besser geraten sie nicht in die Hände von Kindern und auch Haustieren vergiften sich beim Abfressen. Da die häufigsten im Handel angebotenen Pflanzen Klone sind, ist kaum mit dem Ausbilden von Beeren zu rechnen.

Wuchs

Reineckea wächst in Form kleiner, zarter, immergrüner, polsterbildender Stauden. Sie zeigt häifiger unregelmäßige Wuchsformen. Durch ihr kräftiges Wurzelwerk und die Tendenz regelrechte Matten zu bilden, eignet sie sich gut als Bodendecker an schattigen oder halbschattigen Standorten. Die Pflanze ist winterhart und mehrjährig.

Standort

Das Japanische Maiglöckchen liebt schattige bis halbschattige Standorte. Denn Gehölze und Gehölzränder in bergiger Umgebung sind sein natürlicher Lebensraum. Daher eignet es sich hervorragend dazu, kleine Gehölze, wie beispielsweise Rhododendren, zu unterpflanzen. An solchen Standorten ist Reineckea ein guter Bodendecker. Grelle Sommer- und Wintersonne verträgt die Pflanze nicht gut. Ein Verdecken der immergrünen Blätter gegen die Wintersonne, beispielsweise mit Reisig, ist daher zu empfehlen.

Verbreitung

Reineckea carnea stammt ursprünglich aus Ostasien. Sie ist in Japan und China weit verbreitet und findet sich in Südchina zu medizinischen Zwecken angebaut.

Nutzung

Hierzulande schätzen Pflanzenfreunde die Reineckea als exotische Zierpflanze in Gärten oder auf schattigen Balkonen. In Ostasien dient sie häufiger zu pharmazeutischen Zwecken. Die traditionelle chinesische Medizin nutzt die Pflanze vor allem bei Lungenleiden.

Pflege/Schnitt

Als Topfpflanze benötigt Reineckea carnea eine Topfgröße von rund neun Zentimetern und bevorzugt lehmig-humosen Boden. Als Rasenpflanze ist ein Pflanzabstand von 20 bis 25 Zentimeter ratsam. Das bedeutet ein Bestand von circa 14 bis 16 Pflanzen pro Quadratmeter. Hier ist durchlässiger, sandiger Boden zu empfehlen. Die Erde ist ideal leicht sauer und kalkarm. Frische, nicht austrocknende und gut entwässernde Böden sind zu bevorzugen.
Bei langen trockenen Perioden ist das zusätzliche Gießen empfehlenswert. Leichtes Düngen mit Kompost oder organischem Dünger im Frühling ist ratsam. Da die Pflanze spätblühend ist, empfiehlt es sich im Spätsommer und Frühherbst die Blätter zu beschneiden. Dann kommen die zauberhaften Blüten besser zur Geltung.

Krankheiten/Schädlinge

Reineckea ist anfällig für Schadbefall durch Nackt- und Gehäuseschnecken. Hier kann der Einsatz von Schneckenkorn in den Frühlingsmonaten Abhilfe schaffen. In ihrer Heimat China ist Befall durch den Pilz Pestalotiopsis nachgewiesen, hierzulande jedoch noch nicht.

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