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Eigenschaften

  • laubabwerfende, mittelgroße Bäume
  • prachtvolle herbstliche Farben in leuchtendem Rot
  • glockenförmige Blüten von Juni bis August
  • Duftgehölz
  • gut winterhart

Oxydendrum

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Die Gattung Oxydendrum gehört zur Familie der Heidekrautgewächse (bot. Ericaceae). Sie besteht aus einer Art, die im Deutschen mit dem Namen Sauerbaum bekannt ist. Letztere leitet sich von den griechischen Wörtern 'oxy' (sauer) und 'dendron' (Baum) ab.

Der Name nimmt Bezug auf das sauer schmeckende Laub, das roh essbar ist. Der Baum ist weniger wegen des Geschmacks seiner Blätter, sondern aufgrund der attraktiven Herbstfarben beliebt. Gemeinsam mit den traubigen Blütenständen machen sie den Sauerbaum zu einem reizvollen Ziergehölz, das den Gärtner im Sommer mit einem betörenden Duft verzaubert.

Blatt

Der Sauerbaum ist sommergrün. Während sich die jungen Triebe im Anfang rötlichbraun bis bronzefarben zeigen, glänzen sie später hell- oder dunkelgrün. Die einfachen und schmal-lanzettlichen Blätter sind wechselständig und weisen einen glatten bis gezähnten Blattrand auf. Sie haben eine Länge von zehn bis 20 Zentimetern und sind unterseits grauweiß. Im November setzt das wunderschöne Farbspiel der Blätter ein und lässt das Laub in leuchtendem Scharlachrot erstrahlen.

Blüte

Von Juni bis August hüllt sich der Sauerbaum in ein Meer aus weißen Blüten. Diese sehen den Maiglöckchen zum Verwechseln ähnlich. In 15 bis 25 Zentimeter langen Rispen hängen sie gestielt an den Zweigenden. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch. Das bedeutet, dass sie aufgrund mehrerer Symmetrieebenen sowohl durch Drehen als auch durch Spiegeln deckungsgleich sind. Die fünf Kronblätter sind rund acht Millimeter lang und zu einer Glocke miteinander verwachsen. Die Kelchblätter sind an der Basis verwachsen. Fünf Fruchtblätter bilden einen oberständigen Fruchtknoten. Das Bestäuben erfolgt durch Bienen. Mit ihrem süßlichen Geruch machen die Blüten den Sauerbaum zu einem wertvollen Gewächs in Duftgärten.

Frucht

Aus den Blüten entwickeln sich im September und Oktober mit vielen kleinen Samen gefüllte, gelbe Kapselfrüchte. Sie sind länglich-eiförmig und zwischen sechs und zwölf Millimeter lang. Im Herbst ergibt sich durch sie ein schöner Kontrast zu den leuchtend roten Blättern. Im Winter öffnen sich die Früchte und geben ihre Samen frei.

Wuchs

Als junge Pflanze entwickelt der Sauerbaum eine kegelförmige Krone, die im Alter eine rundlichere Form annimmt. Er wächst langsam und erreicht hierzulande eine Höhe von fünf bis zehn Metern. In seinem natürlichen Habitat sind Exemplare in doppelter Größe anzutreffen. Auch seine Wuchsbreite fällt mit bis zu fünf Metern deutlich geringer aus als in seiner nordamerikanischen Heimat. Die zunächst glatte und rostig-braune Borke zeigt bei älteren Individuen tiefe Risse.

Standort

Der Sauerbaum liebt es sonnig bis halbschattig. Auch Bereiche im Schatten toleriert er. Allerdings entwickelt er seine reiche Blüten- und Herbstlaubpracht am besten in voller Sonne. Die Pflanzen gedeihen in geschützter Lage und an exponierten Standorten. Am besten steht der Flachwurzler in frischem bis feuchtem, gut durchlässigem, humosem und schwach saurem Boden. Länger dauernde Trockenphasen oder einen verdichteten und sauerstoffarmen Boden verträgt er nicht gut. Temperaturen bis -23,3° C übersteht das Gehölz ohne Schaden zu nehmen.

Verbreitung

Ursprünglich kommt der Sauerbaum aus dem Osten der Vereinigten Staaten von Amerika. Dort finden sich Exemplare mit einer Wuchshöhe von bis zu 25 Metern.

Nutzung

Mit seinen rahmweißen Blüten und seinem gefärbten Herbstlaub stellt das attraktive Heidekrautgewächs von Juni bis Dezember einen sagenhaften Anblick dar. Im Freiland als Solitärgehölz, inmitten großzügiger Rasenflächen, entaltet sich das schöne Gehölz zu seiner ganzen Pracht. Auf diese Weise lässt sich der Sauerbaum von allen Seiten bewundern. Da er in Mitteleuropa nicht zu stark in die Höhe und Breite wächst, fügt er sich gut in durchschnittliche Gartensituationen ein. Auch in Gesellschaft mit anderen säureliebenden Pflanzen wirkt er dekorativ.

Das Holz des Sauerbaums dient zum Fertigen von Werkzeuggriffen sowie als Brennstoff. Hervorzuheben ist der Wert des Sauerbaums als Bienennährgehölz.

Pflege/Schnitt

Der Sauerbaum stellt ein pflegeleichtes Gehölz dar. Bei anhaltenden trockenen Phasen ist das Gießen erforderlich. Sofern Bedarf besteht, lässt sich der Baum durch einen starken Rückschnitt auf den Stock setzen.

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