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Eigenschaften

  • wachsen als Bäume oder Sträucher
  • stark duftend
  • Blüten-Cluster
  • wenig bis nicht winterhart
  • immergün

Michelia

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Die in Südostasien beheimatete Gattung Michelia gehört der Familie der Magnoliengewächse (bot. Magnoliceae) an. Sie umfasst 45 bis 50 Arten tropischer bis subtropischer und immergrüner Bäume und Sträucher. Die Pflanzen fallen durch intensiv duftende Blüten auf.

Die Taxonomie der Michelia ist umstritten. Das Holz der Magnoliceae ist arten- und gattungsübergreifend homogen, was es schwer macht, einzelne Gattungen und Arten zu differenzieren. Die ursprünglich eigenständige Gattung der Michelia ist nach dem Florentiner Botaniker Pietro Antonio Micheli (1679-1737) benannt. Jüngere morphologische Studien und DNA-Sequenzanalysen ergaben, dass die Michelia viele Eigenschaften mit der Gattung Magnolia teilt. Aktuelle Verzeichnisse bezeichnen seitdem die Michelia mit 'Gattungssektion' der Magnolia.

Blatt

Die Pflanzen der Michelia sind aufgrund ihrer subtropischen Herkunft immergrün. Die einfachen Blätter sind ledrig und haben eine Länge von 13 bis 25 Zentimetern und eine Breite von vier bis acht Zentimetern. Sie sind lanzettlich bis eiförmig-lanzettlich und wachsen wechselständig. Beide Blattflächen sind behaart und an den Blattadern ab und zu kahl.

Blüte

An der Blüte lässt sich die Michelia am besten von anderen Magnolien unterscheiden. Ihre becherförmigen, stark duftenden Blüten bilden Cluster unter den Blättern, anstatt einzeln an den Enden der Zweige wie bei anderen Magnolien. Die Kelchblätter und die Blütenblätter sind farbig und kaum zu unterscheiden. Sie variieren in der Anzahl von sechs bis 30 Blättern, die in mehreren Reihen versetzt angeordnet stehen.

Frucht

Die häufiger braunen Früchte der Michelia sind ein bis zwei Zentimeter lang und genauso breit. Sie wachsen an einer fünf bis zehn Zentimeter langen Fruchtstandachse und sind spärlich behaart. Sie öffnen sich ein- oder beidseitig und enthalten braune, glänzende Samen mit einer Länge von fünf bis zwölf Millimetern.

Wuchs

Die Bäume der Michelia erreichen eine Höhe von zehn bis 45 Metern. Haben die Pflanzen wenig Platz zum Entfalten, wachsen sie als Strauch.

Standort

Die Michelia ist ein subtropisches bis tropisches Klima gewöhnt und wenig bis gar nicht winterhart. Lediglich einige wenige Arten entstammen kühleren Zonen am Rande des Himalayas und vertragen mäßig tiefe Temperaturen. Die Pflanzen benötigt einen windgeschützten, sonnigen bis halbschattigen Ort. Idealerweise erhalten sie mindestens vier Stunden Sonnenlicht am Tag.

Verbreitung

Die Michelia ist in den tropischen und subtropischen Regionen Asiens heimisch. Am häufigsten sind sie in den subtropischen Regionen des Himalayas bis Südchina anzutreffen sowie in Indien. Damit ist die Gattungssektion der Magnolia die einzige der Familie der Magnoliceae, die südlich in der indomalayischen Region verbreitet ist. Es finden sich auch vereinzelte Vertreter in nördlicheren Regionen. Eine Art ist in Japan beheimatet.

Nutzung

Einige der größeren Arten sind in ihren Herkunftsländern wichtige Holzquellen. Das Holz der Michelia hat wenig Gewicht und lässt sich leicht bearbeiten. Auch sind die Pflanzen der Gattung beliebte Ziergehölze und schmücken in Reihen angepflanzt die Straßenränder ihrer Herkunftsregionen. Auch stehen sie in einigen Regionen aufgrund ihrer schönen Blüten in Kultur. Sie dienen als Schnittblumen und in einigen Regionen schmücken Frauen traditionell ihr Haar mit den stark duftenden farbenfrohen Blüten. Die Blüten sind eine populäre Komponente ätherischer Öle und Parfums.

Pflege/Schnitt

Ist ein geeigneter Standort für die Michelia gefunden, bedarf sie keiner besonderen Pflege. Die subtropische Pflanze benötigt ausreichend Wasser, welches nicht über die Blüten und Blätter, sondern am Boden zuzuführen ist. Der Boden ist idealerweise humushaltig und durchlässig. Durch ihre geringe Winterhärte eignen sich für die Pflanzen der Gattung, die in hiesigen Breiten stehen, geschützte Standorte. Bei strengen Frösten ist ein Schutz ratsam, der aus Vlies oder Reisig besteht.

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