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Eigenschaften

  • Blüten erinnern an Mäuse
  • mehrjährige Pflanzen
  • im Mittelmeerraum verbreitet
  • pfeil- oder herzförmige Blätter
  • bilden kleine, halbrunde Beeren

Mäuseschwanz

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Der exotisch anmutende Mäuseschwanz (bot. Arisarum), gehört zur Pflanzenfamilie der Aronstabgewächse (bot. Araceae) aus der Ordnung der Froschlöffelartigen (bot. Alismatales) und umfasst vier verschiedene Arten. Er verleiht seiner Umgebung aufgrund seines hierzulande ungewöhnlichen Äußeren ein besonderes Flair. Den Namen Mäuseschwanz verdankt er seiner grün-bräunlichen bis purpurroten, rund gewölbten Blüte sowie dem langen und dünnen Stiel. Sie erinnern an kleine Mäuse, die den Betrachter mit ihrem verspielten Anblick verzücken.

Die ausdauernde krautige Pflanze ist in ihrer Wildform oftmals im Schatten der mächtigen Korkeiche, in sumpfigen, morastigen Gebieten sowie Wäldern zu finden. In Kulturform ist sie als Garten- oder Topfpflanze, insbesondere im nordamerikanischen Raum, beliebt. Zu einem prachtvollen Blickfang entwickelt sich die Staudenpflanze mit geringem Pflegeaufwand. Mit ihren kontrastreichen Farben, der gestreiften Blüte und den auffallenden, großen Blättern verziert sie die schattigen Plätze des Gartens. Durch seine eindrucksvolle Blütenform hebt sich der Exot spielend leicht von den Pflanzen in seiner Nähe ab und zieht wie magisch die Aufmerksamkeit auf sich.

Blatt

Das pfeil- oder herzförmige Blatt des Mäuseschwanzes wird bis zu circa 15 Zentimeter lang und zwölf Zentimeter breit. Es ist grundständig, laubwechselnd, gestielt und verfügt über einen netznervigen Verlauf der Leitbündel in den Blätter. Das Blatt ist glatt und ganzrandig. Durch ihre breitflächige Größe wirft das Blatt des Mäuseschwanzes Schatten unter sich, die das Anwachsen und Ausbreiten von Unkraut verhindern. Zum Winter wirft er sein Laub ab und trägt im kommenden Frühjahr ein neues Blattkleid.

Blüte

Gebildet werden die glockenförmigen Blüten abhängig von der Art von April bis Mai oder Oktober bis Mai. Sie bestehen aus einem Hochblatt (Spatha) und einem Kolben und werden circa fünf Zentimeter lang und zwei Zentimeter breit. Sie haben eine grün-bräunliche, dunkel- bis purpurrote oder violette Farbe, wobei die Basis weiß ausfällt und kleine Streifen aufweist. Im Inneren bilden die Kolben circa vier bis sechs weibliche Blüten heraus. Diese reifen zu gelben oder grünen Beeren heran. Über den weiblichen Blüten befinden sich rund 20 männliche. Sie besitzen jeweils ein eingeschlechtiges Staubblatt, das nicht verwachsen ist. Für das Bestäuben sorgen Mücken, fehlen diese bestäubt sie sich von selbst, da die männlichen und weiblichen Blüten zeitgleich heranreifen.

Frucht

Die Früchte des Mäuseschwanzes sind kleine, halbrunde Beeren von grüner oder roter Farbe, die sich nach der Blüte bilden. Sie sind an der Spitze leicht abgeflacht, die Fruchtwand ist von fleischig-ledriger Konsistenz. Zudem sind sie giftig.

Wuchs

Gewöhnlich erreicht die Staude eine Höhe von zehn bis 30 Zentimeter mit einer Breite von 30 bis 40 Zentimeter. Sie ist mehrjährig, rhizombildend und wächst locker aufrecht. Das Wurzelwerk erreicht eine Tiefe von rund drei bis vier Zentimeter. Die Pflanze ist invasiv, um zu verhindern, dass sie sich ungewollt ausbreitet, sind die Knollen zu entfernen.

Standort

Der Mäuseschwanz liebt schattige bis halbschattige Plätze, bevorzugt unter größeren Pflanzen wie Sträuchern oder Bäumen. Ein Quadratmeter kann bis zu sieben Exemplare beherbergen. Der Boden ist idealerweise nährstoff- sowie humusreich, der Untergrund gut durchlässig und frisch. Zu vermeiden ist toniger Boden.

Verbreitung

Beheimatet ist der Mäuseschwanz im gesamten Mittelmeergebiet, sein Lebensraum erstreckt sich von den Azoren und Kanarischen Inseln bis in den Kaukasus und von Südfrankreich bis Nordafrika. Er gedeiht auf Brachflächen und Waldgebieten, auch auf Kulturland wie Ölbaumfeldern oder Olivenhainen.

Nutzung

Um Kinder zur Teilhabe an der Gartenpflege zu ermuntern, sind die Pflanzen der Arisarum ideal geeignet. Im Frühsommer, wenn die Pflanze nach der Blüte ruht, lässt sie sich leicht einzeln vom übrigen Mäuseschwanz-Grüppchen trennen. So können sie problemlos ihre eigenen kleinen Mäusenester kreieren und jeden am Spaß ihrer Gartenarbeit teilhaben lassen.

Die Wurzel des Gemeinen Krummstabs (bot. Arisarum vulgare) galt in vergangenen Jahrhunderten wegen des intensiv würzigen Geschmacks als beliebtes Wildgemüse.

Pflege/Schnitt

Diese einzigartigen Pflanzen sind überwiegend anspruchslos und pflegeleicht. Zu beachten ist, sie so zu bewässern, dass sich der Boden feucht und nicht trocken anfühlt. Staunässe ist jedoch zu vermeiden. Empfehlenswert ist es, das Laub abzuschneiden und als Grundlage einer Humusschicht am Boden der Pflanze zu hinterlassen. Für den milden Winter ist kein besonderer Schutz erforderlich, da der Mäuseschwanz ausreichend frosthart ist. Dennoch schützt ihn bei Temperaturen von unter minus fünf °C optimal eine Decke aus Tannengrün, Holzspänen oder Laub.

Krankheiten/Schädlinge

Es sind keine besonderen Schädlinge oder Krankheiten bekannt.

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