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Eigenschaften

  • Bienentrachtpflanzen
  • brauchen viel Licht und Wasser
  • farbenfroher Blütenreichtum von Frühjahr bis Herbst
  • unempfindlich gegen Schädlinge
  • bedingt winterhart

Lobelien

Gattung Lobelia ab €5.00 kaufen
     
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Die Pflanzengattung der Lobelien (bot. Lobelia) stellt die artenreichste Gattung der Unterfamilie Lobelioidae Burnett dar. Diese ist der Familie der Glockenblumengewächse (Campanulaceae) zuzuordnen. Namensgeber der Lobelie war der flämische Botaniker und Arzt Matthias de L'Obel.

Meist sind Lobelien mehrjährige, seltener ein- oder zweijährige Pflanzen. Sie führen einen weißlich klaren Milchsaft. Dieser Pflanzensaft enthält Lobelin, ein nikotinähnliches Alkaloid. Kinder und Haustiere sollten dieser Giftpflanze fernbleiben.
Lobelien stammen ursprünglich aus subtropischen und tropischen Zonen. Viele Arten sind polykarpisch, sie blühen und fruchten mehrmals jährlich. Alle Lobeliae zeichnen sich durch gestielte Blüten und das Fehlen von Nebenblättern aus. Dank ihres farbenfrohen und üppigen Blütenflors haben sie in Form spezieller Züchtungen nach und nach die Gärten nördlicherer Weltregionen erobert. Kreative Gärtner gestalten mit den prachtvollen Pflanzen gerne kunstvolle Blumenrabatten.

Blatt

Lobelien haben wechselständige Blätter mit einfachen Blattspreiten. Die Blattränder können gezähnt oder gelappt sein. Im Allgemeinen sind sie elliptisch geformt und schmal.

Blüte

Die Kelchblätter der Lobelienblüten sind an der Basis verbunden. Die fünf unterschiedlich gefärbten Kronblätter sind zu einer glockenförmigen Röhre verwachsen. Die Blattspitzen (Kronspitzen) liegen frei. An ihrer Basis vereinen sich die Staubblätter zu einem Kreis, die Hochblätter sind reduziert. Meist stehen die Blüten in traubigen Dolden. Der Griffel ist von einer Staubbeutelhülle umschlossen. Um eine Selbstbestäubung zu verhindern, reifen die Staubbeutel vor den Fruchtblättern. In der Folge lagert sich der Pollen an den Griffelhaaren ab, bevor der Stempel ausreift.

Die zygomorphen Blüten leuchten in intensiven Farbschattierungen von Purpur und Blau, seltener in Rot, Rosa, Orange, Gelb, Grün oder Weiß. Unermüdlich blüht die Lobelie vom späten Frühling bis zu den ersten Herbstfrösten. Sie erzeugt beachtliche Mengen an Pollen und Nektar, was diese prächtige Blühpflanze zur ökologisch wertvollen Bienennährpflanze macht.

Frucht

Drei bis fünf Fruchtblätter sind zu einem unterständigen Fruchtknoten verwachsen. Lobelien bilden wenige Millimeter große Kapselfrüchte aus. Im getrockneten Zustand öffnen sich die zwei Fruchtklappen und entlassen die zahllosen Samen in die Freiheit. Manche Vertreter der Gattung Lobelia bilden samenhaltige Beeren aus. In der Beschaffenheit der Samen ist das Prinzip der außergewöhnlichen Vielfalt innerhalb der Gattung erkennbar: Sie sind länglich oder dreikantig geformt, ihre Oberfläche ist entweder gerillt oder warzig.

Wuchs

Vertreter der Gattung Lobelia weisen kein einheitliches Erscheinungsbild auf. Sie treten in Größenordnungen von zwei Zentimetern bis zu neun Metern auf. Durch ihren krautigen Wuchs, kann sich die Pflanze zu einem Strauch oder einem sogenannten "Schopfbaum" entwickeln. In diesem Fall verholzt die Basis. Die Triebe der Lobelie wachsen entweder aufrecht oder liegend und sind im Regelfall wenig verzweigt. Je nach Größe der Unterart können sie Durchmesser zwischen unter fünf Millimetern und über 30 Zentimetern aufweisen. Einige Arten bilden ein dicht über oder unter dem Boden horizontal wachsendes Sprossachsensystem, wie es typisch für krautige Pflanzen ist.

Standort

Die Lobelie braucht viel Licht und Wasser und mag keine pralle Mittagssonne. Günstig sind ost- und westgerichtete Standorte, um ein zu rasches Austrocknen zu vermeiden. Kleinwüchsige Arten kommen mit windigen Wetterverhältnissen besser zurecht als Staudenlobelien. In ihrer Heimat wachsen viele Lobelienarten in Uferbereichen, was sie in unseren Breitengraden zu einer beliebten Teich- und Wasserpflanze macht.

Verbreitung

In Südafrika und den tropisch-alpinen Regionen Ostafrikas existiert die größte Artenvielfalt der Gattung Lobelia. Ein weiterer Schwerpunkt des Verbreitungsgebietes liegt in Süd- und Mittelamerika, vor allem in Mexiko. Die meisten der in Europa im Handel angebotenen Gartenlobelien sind Nachfahren südamerikanischer Pflanzen. Einige Arten kommen ausschließlich in Hawaii, China und Madagaskar vor.

Nutzung

Eigens gezüchtete Unterarten sind unter dem Begriff "Gartenlobelien" zusammengefasst. In Form von einjährigen Sommerblumen, Topfpflanzen und Stauden schmücken sie Parks, Gärten, Terrassen und Balkone. Einige Variationen der Lobelia eignen sich als Aquariumpflanzen.
Amerikanische Ureinwohner nutzten den Wirkstoff der Lobelie als Mittel gegen Asthma. Daraus entwickelte sich die umgangssprachliche Bezeichnung "Indianertabak".

Pflege/Schnitt

Aufgrund ihrer tropischen Herkunft ist die Lobelia nicht winterhart. Geduldige Gärtner ziehen den Lichtkeimer ab Januar im Innenbereich vor und setzen ihn nach den Eisheiligen Mitte Mai im Außenbeet ein. Einjährige Arten verblühen nach einer Saison endgültig, Stauden haben in milden Klimazonen und bei entsprechender Abdeckung eine gute Überlebenschance. Lobeliae, die Balkon oder Terrasse im Topf verschönern, überwintern in einem hellen, frostfreien Quartier.
In der Blütezeit ist die Lobelie dankbar für eine monatliche Kompostgabe unter Zugabe von Hornspänen. Ein Rückschnitt nach der ersten Blüte erleichtert ihr ein neuerliches üppiges Austreiben.

Krankheiten/Schädlinge

Lobelien sind außerordentlich robuste Geschöpfe, die nicht zu Schädlingsbefall neigen.

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