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Eigenschaften

  • immergrüne Gehölzrandpflanzen
  • zahlreiche weißlich-gelbe oder blaue Blüten von April bis Juni
  • krautiger, polsterförmiger Wuchs
  • robust und pflegeleicht
  • winterhart

Lithodora

Gattung Lithodora ab €4.20 kaufen
     
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Die Gattung Steinsame (bot. Lithodora) untersteht der Familie der Raublatt- oder Borretschgewächse (Boraginaceae). Für die Raublattgewächse typisch, sind sowohl die Blätter als auch die Stängel bei den sieben zur Gattung zählenden Arten rau behaart.

Durch den Vergleich der steinharten Teilfrüchte mit Hirsekörnern trugen die Pflanzen im Volksmund den Namen Steinhirse. Eine direkte Ableitung des Gattungsnamens Lithodora aus den griechischen Wörtern lithos (Stein) und dora (Geschenk) führte zur heute gültigen deutschen Bezeichnung Steinsame. In der Antike fand der mittlerweile nur noch als Zierpflanze verbreitete Steinsame als Heilkraut seine Verwendung. Er kam bei Leiden wie Husten, Darmentzündung, Rheuma, Nieren- oder Blasensteine, Hautentzündungen und -ausschlag oder Juckreiz zum Einsatz.

Blatt

Die immergrünen, rund vier bis acht Zentimeter langen Laubblätter der Lithodora-Arten haben eine linealisch bis lanzettliche Form und eine ausgeprägte Spitze. Ihre Oberfläche ist rau und behaart. Wechselständig und ganzrandig sitzen die Blätter in der Regel direkt am Spross. Mitunter sind die unteren Blätter kurz gestielt. Neben den Blüten gilt das dunkelgrüne Laub als Zierde.

Blüte

Die wunderschönen Blüten der Steinsamen erscheinen in weiß-grüner bis gelber oder purpur- bis azurblauer Farbe von April bis Juni. Vielfach erreichen sie einen Durchmesser von bis zu einem Zentimeter. Angeordnet sind die tellerflachen, zwittrigen und fünfzähligen Blüten in gedrängten Wickeln. Sowohl die Krone als auch der langröhrige Kelch weisen eine dichte Behaarung auf. Die Kronblätter zeigen eine trichterförmig verwachsende Form, und auch die fünf Kelchblätter sind verwachsen. Der Griffel und die Staubblätter ragen nicht über die Krone hinaus. Beim genauen Hinschauen erinnern die Blüten an Sterne.

Frucht

Bis zum Spätherbst entwickeln sich aus den Blüten bis zu fünf Millimeter große Klausenfrüchte. Sie erscheinen in Form von Nüsschen, deren vier glatten Teilfrüchte eiförmig, glänzend, stachellos und steinhart sind. Das Verstreuen der Samen erfolgt im Laufe des Winters durch die mittlerweile ausgetrockneten Pflanzen.

Wuchs

Eigentlich handelt es sich bei den Pflanzen der Gattung Lithodora um immergrüne Zwerggehölze. Doch aufgrund ihres krautigen Wuchses, sind sie im Handel zumeist als Stauden betitelt. Aufrecht bis niederliegend wachsend, erreichen sie eine Höhe von 15 bis 60 Zentimetern und eine zum Teil ebensolche Breite.

Verbreitung

Die Gattung der Steinsame sind Bewohner lichter Wälder auf südexponierten Hängen. An einem trockenen, warmen und sonnigen Standort entwickeln sie ein optimales Wachstum. Förderlich ist eine windgeschützte Lage. Der Boden ist idealerweise frisch, mäßig nährstoffreich, gut durchlässig und sauer. Die Eigenschaft sich gerne auszubreiten, ist bei der Wahl des Standortes zu berücksichtigen.

Der Steinsame ist in der westlichen Mittelmeerregion sowie südlich der Linie Südenglands, Belgiens, Nordböhmen bis zum Kaukasus und nördlichen Iran verbreitet.

Nutzung

Lithodora-Arten finden als attraktive Gartenpflanzen hierzulande gerne als Bodendecker sowie in Steingärten Verwendung. Des Weiteren eignen sich die Pflanzen zur Begrünung von Mauern oder Hängen. Auch im Kübel machen die Vielblüher eine hervorragende Figur.

Pflege/Schnitt

Bei der Gattung Lithodora handelt es sich um pflegeleichte Pflanzen, die Trockenheit besser vertragen als zu viel Feuchtigkeit. Für eine während der Pflanzung erfolgte Kompostgabe und darüber hinaus regelmäßige Düngergaben zeigen sie sich dankbar. Um die blühfreudige Steinsame in ihrer Verbreitung einzuschränken, erfolgt ein Rückschnitt nach der Blüte oder im zeitigen Frühjahr. Zwar sind die Pflanzen winterhart, doch empfiehlt sich in Gebieten mit langen und harten Wintern das Abdecken mit Reisig.

Krankheiten/Schädlinge

Ein Schneckenbefall bei Jungpflanzen ist seltener zu beobachten, aber nicht ausgeschlossen. Vorbeugend lässt sich um die Pflanze Schneckenkorn oder Sägespäne verteilen. Ein Zuviel an Nässe begünstigt einen Pilzbefall.

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