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Eigenschaften

  • dekorative Schwimmpflanze
  • Blütenpracht
  • ökologisch wertvoll
  • stark wüchsig
  • mehrjährig

Krebsschere

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Die Krebsschere (bot. Stratiotes) ist eine in Deutschland heute streng geschützte Wasserpflanzenart. Die Schwimmpflanze gehört zur Familie der Froschbissgewächse (Hydrocharitaceae). Die Krebsschere ist unter den Namen Wassersegen, Wassersichel, Sichelkraut, Wasserscheer und vielen anderen Begriffen bekannt.

Sie ist die einzige Vertreterin der Gattung der Stratiotes. Typisch sind ihre großen Blattrosetten und die weißen Blüten im Sommer. Der Begriff Stratiotes verweist auf eine am Nil vorkommende und seit der Antike bekannte Heilpflanze. Der Artname Stratiotes aloides leitet sich von der Ähnlichkeit mit einigen Aloe-Arten ab. Ihr deutscher Name geht vermutlich auf die scherenähnlichen Hochblätter der Stiele zurück. Die Krebsschere kommt an langsam fließenden Gewässern, an Teichen, in Talauen oder Kanälen vor.

Blatt

Die Krebsschere besitzt rosettenartig angeordnete Blätter, die bis zu 40 Zentimeter Länge und fast vier Zentimeter in der Breite erreichen. Sie ragen im Sommer aus dem Wasser hervor. Ihr Wuchs ist trichterförmig, der Blattrand ist gesägt und scharfkantig. Die Hochblätter ähneln durch ihren greifartigen Wuchs Krebsscheren. Unter der Wasseroberfläche sind die Rosetten zu großen Gesellschaften miteinander verbunden.

Blüte

Die Krebsschere ist zweihäusig. Es gibt männliche und weibliche Pflanzen. Die Blüten der Wasserpflanze haben einen Durchmesser von bis zu vier Zentimetern. Sie bestehen aus drei weißen Kronblättern und drei grünen Kelchblättern. Sie ähneln den Froschbiss-Blüten (Hydrocharis). Die Blütezeit dauert von Mai bis in den Juli.

Frucht

Die Stratiotes-Pflanzen entwickeln nach der Blüte sechskantige eiförmige Früchte. Diese werden bis zu 35 Millimeter lang. Allerdings läuft das Vermehren bei der Wasserpflanze in erster Linie über Ausläufer.

Wuchs

Krebsscheren haben unverzweigte lange Wurzelbüschel. Sie reichen bis zum Gewässergrund. Über die Wurzeln nehmen die Pflanzen die Nährstoffe aus dem Wasser auf. Die Krebsscheren leben während der Vegetationsphase an der Wasseroberfläche.
Im Herbst sinken die Blätter zum Gewässergrund. Die Pflanzen bilden Winterknospen und die Blätter sterben meist ab. Im Frühling treiben die Winterknospen sowie die Rosettenherzen bei steigender Wassertemperatur erneut aus. Die frischen Triebe wachsen zur Wasseroberfläche. Hier bilden sie neue Ausläufer mit neuen Blättern.
Krebsscheren sind in der Lage, großflächige Einheiten zu bilden. Sie bedecken Gewässer und bilden undurchdringliche Wurzeldickichte unter Wasser. Die Pflanzen der Gattung Stratiotes verbreiten sich lokal durch Ausläufer sowie durch Hochwasser.

Standort

Krebsscheren kommen vorwiegend in windgeschützten, warmen und nährstoffreichen Gewässern bis zu einer Wassertiefe von rund zwei Metern vor. Sie bevorzugen saubere und stehende Gewässer. Sie gedeihen in Auengebieten größerer Flüsse, in Altgewässern, Tümpeln, Gräben oder Kanälen.

Verbreitung

Stratiotes kommen in einigen Regionen Mitteleuropas vor. In Deutschland besiedeln sie vorwiegend wasserreiche Gebiete in Norddeutschland. Ihr Verbreitungsgebiet zieht sich weit nach Osten bis zum Kaukasus. Auch in Westsibirien gibt es Vorkommen von Krebsscheren.

Nutzung

Gezüchtete Krebsscheren sind beliebte Zierwasserpflanzen für Gartenteiche oder große Aquarien. Mit ihren Rosetten und den weißen Blüten bieten sie einen dekorativen Anblick. Früher dienten die Pflanzen bei einem großflächigen Vorkommen zur Gründüngung oder als Schweinefutter. Grund dafür ist der hohe Phosphor- und Kaliumgehalt der Pflanzen.

Die unterhalb der Oberfläche wachsenden Ausläufer versorgen das Wasser mit Sauerstoff. Dies ist in Teichen für die übrigen Wasserpflanzen und Fische von Vorteil.
Die Grüne Mosaikjungfer legt ihre Eier ausschließlich in den Blättern der Krebsscheren ab und ist daher vom Vorkommen dieser Wasserpflanzen-Art in ihrem Bestand abhängig.

Pflege/Schnitt

Krebsscheren sind extrem wüchsig. Nehmen die Pflanzen im Wasser überhand, sind sie auszulichten. Die Pflanzen benötigen einen sonnigen bis halbschattigen Standort sowie sauberes Wasser. Eine Pflanzung am Teichgrund ist nicht sinnvoll, da die Pflanzen selbst Ausläufer bilden und sich im Boden mit ihrem Wurzelgeflecht verankern. Ein kümmerlicher Wuchs kann durch kalkhaltiges oder verschmutztes Wasser verursacht sein. Außerdem reagieren die Krebsscheren empfindlich auf Schwankungen des Wasserstandes.

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