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Eigenschaften

  • mögen keine direkten Sonnenstrahlen
  • benötigen eine hohe Luftfeuchte
  • auffällige Blätter
  • blühen selten
  • mäßig winterhart

Keulenlilien

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Die Keulenlilien (bot. Cordyline) stellen eine Pflanzengattung in der Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae) innerhalb der Ordnung der Spargelartigen (Asparagales) dar. Die Gattung umfasst rund 24 Arten. Einige Arten, die zuvor zur Gattung Cordyline zählten, stehen nach aktuellen Erkenntnissen in der Gattung der Drachenbäume (Dracaena).

Der deutsche Name der Keulenlilien rührt daher, dass Vertreter dieser Gattung keulenförmige Speicherknollen an ihren Wurzeln ausbilden. Einige Sorten weisen bunte, meist rote, Blätter auf. Deshalb sind Keulenlilien zunehmend beliebt als Zimmerpflanze oder als Zierpflanze in Gärten und Parkanlagen. Die bekannteste Vertreterin der Keulenlilien ist die Cordyline fruticosa. Sie stammt aus den feuchten Waldgebieten Neuseelands und Australiens. Leicht frostverträglich kommt sie in heimischen Gärten vor. Wie alle Arten blüht sie selten; sie erbringt mit ihren auffällig roten Blättern einen hohen Zierwert und schmückt oft Innenhöfe und Topfgärten.

Blatt

Die Laubblätter der Keulenlilien stehen wechselständig in einer boden- oder endständigen Rosette zusammen. Die Blätter bestehen aus Blattspreite (Lamina), Blattscheide und Blattstiel, der zwischen zehn und 30 Zentimeter lang ist. Einige Arten bilden keinen Blattstiel aus. Die Blattspreiten sind länglich, zugespitzt und ganzrandig. Sie sind in der Form vorwiegend schwertförmig und weisen parallele Blattadern mit Seitenadern auf, die ihren Ausgangspunkt an der Mittelrippe haben.

Cordyline präsentieren sich abhängig von Art und Sorte mit grünen, gelblichen, tiefroten oder mehrfarbigen Laubblättern. Unabhängig von der Art sind die Blätter bei allen jungen Pflanzen anfangs stets grün und entwickeln ihre Farbe beim Heranwachsen. Wegen der lanzettlichen Blätter und der Wuchsform der Keulenlilien kommt es teilweise zu Verwechslungen mit Arten aus der Gattung Drachenbaum.

Blüte

Keulenlilien blühen selten. Sie entwickeln große rispige, meistens weiße Blütenstände, die an kurzen Blattstielen in den Blattachseln der oberen Blätter stehen. Die Blüten sind dreizählig und zwittrig. Sie zählt sechs gleichgestaltig, röhrig und glockenförmig bis zylinderförmige Blütenhüllblätter. Keulenlilien-Blüten haben sechs Staubblätter, die jeweils mit der Blütenhülle verwachsen. Der Griffel ist schlank und läuft in einer kopfigen, kleinen Narbe zu. Die drei Fruchtblätter der Blüten verwachsen zu einem oberständigen Fruchtknoten, der zwei bis mehrere Samenanlagen in jeder seiner Kammern enthält.

Frucht

Keulenlilien entwickeln ledrige Beeren, in denen sich ein bis mehrere Samen befinden. Die Samen enthalten das für die Gattung charakteristische Phytomelanin, wodurch sie eine auffällig schwarze Farbe aufweisen.

Wuchs

Keulenlilien zweigen je nach Art zwei unterschiedliche Arten von Wuchs. Einige Arten der Gattung haben einen ausdauernden krautigen Wuchs, andere wachsen verholzend als Sträucher. Bei diesen Arten verholzen die Sprossachsen und verzweigen sich geringfügig. Einige Arten bilden einen dünnen, kahlen Stamm mit einer endständigen Blattrosette.

Standort

Keulenlilien lieben einen halbschattigen bis hellen und warmen Standort. Pralle Sonne schätzen sie genauso wenig wie zu trockene Luft; sie bevorzugen eine recht hohe Luftfeuchte. Die Arten mit dunklen Blättern gelten als nicht so empfindlich gegenüber äußeren Einflüssen wie die Arten mit hellerem Laub. Einige Vertreter der Gattung vertragen Fröste; insgesamt gelten Keulenlilien als mäßig winterhart.

Verbreitung

Keulenlilien sind in Asien, Australien und Neuseeland heimisch. Von den 24 Arten kommen acht in Australien vor.

Nutzung

Keulenlilien haben durch ihren Wuchs und ihre auffälligen Blätter in unseren Breiten einen hohen Nutzwert als Zierpflanze. Sie finden Einzug in Topfgärten, dienen zum Begrünen von Innenräumen, verzieren Innenhöfe oder gedeihen in Pflanzgefäßen in Wintergärten.
Die Ureinwohner Polynesiens empfanden die Cordyline terminalis und die Cordyline fruticosa als heilig und pflanzten sie in direkter Nähe ihrer Tempel. Die typische schwarze Farbe der polynesischen Tätowierungen besteht aus verbrannten Pflanzenteilen der Keulenlilien.
Für den Stamm der Eipo im zentralen Hochland West-Neuguineas sind Keulenlilien sakrale Pflanzen. Sie wachsen am sogenannten Männerhaus und stellen symbolisch eine Wiederholung der Schöpfung dar.

Pflege/Schnitt

Keulenlilien benötigen während der Wachstumsperiode vom Frühling bis in den Herbst wöchentlich eine Gabe von Grünpflanzendünger. Im Winter ist ein Düngen alle vier bis sechs Wochen ausreichend. Es empfiehlt sich, Keulenlilien alle zwei Jahre zum Frühjahr in einen größeren Topf mit lockerer Blumenerde umzupflanzen, um ihr Wachstum und ihre Vitalität zu begünstigen. In der Wachstumszeit benötigen die Pflanzen reichlich Wasser. Im Idealfall saugt der Wurzelballen beim Gießen gründlich Feuchtigkeit auf und trocknet nie ganz aus. Keulenlilien vertragen keine Staunässe. Als Gießwasser bevorzugen sie kalkarmes Wasser mit Zimmertemperatur. Da sie eine hohe Luftfeuchte brauchen, besprüht der Gärtner die Pflanzen mit Wasser. Einen regelmäßigen Schnitt benötigen Keulenlilien nicht.

Krankheiten/Schädlinge

Durch zu trockene Luft nehmen die Pflanzen Schaden an den Blättern. Staunässe führt zum Faulen der Wurzeln und hat das Absterben der Pflanze zur Folge. Für den Befall von Schädlingen sind die Pflanzen nicht anfällig.

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Pflanzen innerhalb der Gattung Keulenlilien Cordyline

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