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Eigenschaften

  • monotypische Gattung
  • mehrjährig
  • sommerblühend
  • schattenunverträglich
  • toxisch

Jochlilie

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Die Zigadenus (bot. Jochlilie) war eine polyphyletische Gattung, die zur Familie der Liliaceae (Liliengewächse) gehörte und heute zu den Melanthiaceae (Germergewächse) zählt. Vormals galt sie als nordamerikanische Gattung mit achtzehn bis zuletzt achtundfünfzig Arten. Jedoch hat sich die Taxonomie der Jochlilie aus molekularen Gründen verändert. Unterstützt haben dies ihre morphologischen Merkmale und Distribution.

Die früheren Arten gehören heute fünf verschiedenen Gattungen an, namentlich Amianthium, Anticlea, Stenanthium und Toxicoscordion. In dieser Gattung der Jochlilie verbleibt nur noch eine Art, Zigadenus glaberrimus. Die wesentlichen Unterscheidungsmerkmale zu den anderen Gattungen sind zwei auffällige Drüsen pro Tepal, welche der Pflanze ihren Namen geben. Außerdem wächst die Jochlilie aus einem Rhizom, nicht wie ihre vormaligen Gattungsarten aus einer Zwiebel.

Blatt

Die Blätter der Zigadenus sind grasartig, meist basal, zehn bis dreißig Zentimeter lang und zwei bis zehn Millimeter breit. Sie wachsen am Ansatz der Pflanze, sind unbehaart und wachsbeschichtet. Die basalen Blätter sind schwertförmig, drei bis fünf Zentimeter hoch und gehen aus einem kurzen Rhizom hervor.

Blüte

Die Zigadenus trägt dreißig bis siebzig Blüten an endständigen, traubigen Blütenständen mit einer Länge von fünf bis zwanzig Zentimeter. Die Blüten sind cremeweiß mit zwei auffälligen grünlichen Drüsen. Die Fäden der sechs Staubgefäße umgeben den Stempel. Sie sind circa so lang wie die Tepalen, mit rosaroten Punkten an der Basis, die einen farbigen Ring an der Basis der Blüte bilden. Die Fäden sind zur Basis hin verbreitert, die Staubbeutel herzförmig und nach außen gerichtet, die Pollensäcke verbinden sich. Die wachsartigen Blütenblätter bilden attraktive sternförmige Blüten.

Frucht

Die Samen der Zigadenus sind klein und entwickeln sich in einer konischen, zehn bis fünfzehn Millimeter langen Kapsel mit drei Kammern. Die Kapseln enthalten mehrere bis viele, glatte Samen.

Wuchs

Die Gattungsart der Zigadenus ist eine mehrjährige Pflanze. Sie wächst aus einem dichten dicken Rhizom, im Gegensatz zu anderen ehemaligen Mitgliedern der Gattung, die aus einer Zwiebel wachsen. Einzelne Pflanzen produzieren einen einzigen, aufrechten, unverzweigten, spärlich blattförmigen Stängel und erreichen eine Höhe von fünfzehn bis siebzig Zentimeter.
Zigadenus ist eine der ersten Pflanzen, die im Frühjahr mit dem Wachstum beginnt. Sie tritt im Frühsommer in eine Ruhephase ein, wenn die Bodenfeuchte abnimmt und blüht im Hochsommer.

Zigadenus sind extrem giftig. Dies ist auf den chemischen Wirkstoff Zygacin zurückzuführen, einem neurotoxischen Steroidalkaloid. Selbst getrocknete Zigadenus bleiben zumindest zwanzig Jahre lang giftig.

Standort

Zigadenus gedeihen auf sandigem und felsigem Boden. Sie kommen häufiger an grasbewachsenen Hängen und Hügeln, nassen und trockenen Wiesen vor, in Küstenprärien und entlang von Bächen sowie in Kiefernwäldern. Seltener sind sie in offenen Grasflächen und Hochbänken oder in sauren Sümpfen zu finden. Sie sind schattenunverträglich und wachsen auch in durch Feuer, Straßenbau, Landwirtschaft und Viehweide geschädigten Böden. Die Pflanzen bevorzugen jedoch nährstoffreiche, feuchte Böden.

Verbreitung

Die Zigadenus stammt aus den USA und ist in den Golfstaaten entlang der Südostküste, von Virginia im Süden bis Nord-Florida und im Osten bis Texas verbreitet. Ihre Distribution reicht über mehrere Klimazonen. Vertreter der Zigadenus gedeihen in heißen und trockenen Zonen und an der kühleren, niederschlagsreichen Küste von British Columbia.

Nutzung

Die amerikanischen Ureinwohner der Blackfoot, Chehalis, Squaxin verwenden die Pflanze traditionell um Geschwüre, Rheuma und Schmerzen zu lindern. Die Chehalis und Squaxin nutzten die giftigen Pflanzen auch als Brechmittel.

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