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Eigenschaften

  • artenreiche Gattung
  • reich blühende Sträucher oder Bäume
  • stark duftende Blüten
  • lieben Sonne und Wärme
  • bedingt winterhart

Jasminum

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Jasminum (bot. Jasminum) stellt eine Gattung aus der Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae) dar. Dieser gehören bekannte Arten von Zierpflanzen an. Typischer Vertreter ist der duftende Echte Jasmin (Jasminum officinale). Auch der Winter-Jasmin (Jasminum nudiflorum) erfreut sich hoher Bekanntheit. Die ursprüngliche Heimat des Jasminum liegt in tropischen und subtropischen Gebieten sowie im Mittelmeerraum. Über 200 verschiedene Arten gibt es weltweit.

Sie sind in ihrem Aussehen, dem Duft und in der Pflege verschieden. Zu diesen vielen Arten kommen zahlreiche falsche Jasmine. Sie leiten ihren Namen aus ihrer ähnichen Optik oder dem gleichen betörenden Duft ab. Tatsächlich gehören diese Pflanzen nicht dem Jasminum an. Das Zugehören einer Pflanzenart zur Gattung Jasminum lässt sich am sichersten anhand des botanischen Namens feststellen. Falsche Arten, wie Duftjasmin (Philadelphus) oder Jasmin-Nachtschatten (Solanum laxum) führen den Zusatz Jasmin nicht im Namen. Gehört beim botanischen Namen das Wort Jasminum zum Bestand, handelt es sich um eine Art aus der Gattung Jasminum.

Blatt

Die Blätter der Jasminum-Arten stehen wechselständig oder gegenständig an den Stängeln der Pflanzen. In wenigen Fällen erscheinen sie quirlständig. Bei den meisten Pflanzenarten bildet das Laub einen dichten Flor. Die Stiele der Laubblätter verfügen in der Regel über ein Gelenk. Vielfältig präsentieren sich die Blattspreiten. Je nach Art sind sie einfach oder dreiteilig sowie unpaarig gefiedert. Die Blätter einiger sommergrüner Arten färben sich im Herbst gelblich ein. Diese Pflanzen werfen ihre Blätter vor dem Winter ab. Manche Arten sind immergrün.

Blüte

Die Blüten der Arten sind zymös (die Seitenachsen übergipfeln die verkümmerte Hauptachse). Aus der endständigen Knospe entwickelt sich die Blüte. Sie erscheint in verschiedenen Formen wie rispen- oder traubenartig sowie köpfchen- bis doldenförmig. Bei wenigen Arten stehen die Blütenstände in einzelnen Blüten.

Die Blüten sind zwittrig und oft heterostyl. Das bedeutet, die Pflanze bildet bei ihren Blüten unterschiedliche Typen aus. Das fördert das Fremdbestäuben. Angenehm und stark ist der Duft der Blüten beinahe aller Arten. Glocken- bis trichterförmig erscheinen die Kelchblätter. Sie haben artenabhängig 4 bis 16 zierliche Kelchzipfel, die sich radförmig ausbreiten.
Die Krone ist weiß, gelb, rosa oder rötlich. In einem roten Ton zeigen sich die Knospen und Kronröhren vieler Arten. Die beiden Staubblätter überragen die Kronröhre nicht. Die Staubfäden sind kurz. Zwei Fruchtblätter bilden gemeinsam einen oberständigen Fruchtknoten mit zwei Fruchtkammern. Der dünne Griffel endet in einer Narbe.

Frucht

Die Arten des Jasminum bilden runde bis ovale Früchte. Die zum Anfang grünen Beeren reifen dunkelrot und färben sich später violett bis fast schwarz.

Wuchs

Jasminum bilden sowohl laubwerfende Gewächse als auch immergrüne und verholzende Arten. Sie wachsen ausladend und bodendeckend oder aufrecht locker als niedrige Sträucher oder kleine Bäume. Die Gehölze haben zum Teil stark überhängende Äste und Triebe. Zahlreiche Arten sind stark kletternde Gewächse, die sich mit ihren dünnen Trieben auf bis zu fünf Metern Höhe nach oben ranken. Mit einem Zuwachs von 20 bis 30 Zentimetern im Jahr, gehören Jasminum Arten zu den schnell wachsenden Pflanzen.

Standort

Jasminum Arten brauchen einen hellen Standort. Nur dort sind die Gewächse in der Lage, ihre Blüten voll auszubilden. Es empfiehlt sich ein überwiegend sonniger Platz. In halbschattigen und windgeschützten Lagen benötigen die Pflanzen mehrere Stunden Sonne am Tag. Eine stark strahlende Sonne am Mittag ist weniger gut. Leicht verbrennen hier Blüten und Blätter. Auch Bereiche im tiefen Schatten sind ungeeignet. Bei der Haltung als Zimmerpflanze, brauchen die Pflanzen regelmäßige und reichliche Belüftung.

Besondere Ansprüche an den Boden stellen die Pflanzen nicht. Das ideale Substrat rund um die Wurzeln der Pflanzen ist frisch bis feucht, sandig-lehmig, humos und reich an Nährstoffen. Die Arten vertragen saure bis alkalische Böden. Ihre Wurzeln sind kalkliebend.

Verbreitung

Die Arten des Jasminum gedeihen ursprünglich in weiten gebieten Asiens und Afrikas. Ein natürliches Zuhause haben die Pflanzen außerdem in Madagaskar und Australien sowie auf den Pazifischen Inseln. Einige Vertreter stammen aus dem Gebiet rund um das Mittelmeer, von den Kanarischen Inseln und den Azoren.

Nutzung

Wegen der duftenden und dekorativen Blüten sind die Pflanzen als Ziersträucher kultiviert. In warmen Gefilden entwickeln sie sich wunderbar im Freiland. In den kühleren Gegenden Europas gibt es Jasminum-Arten, die als Zimmerpflanzen wachsen.

Die Blüten einiger Arten sind in der Kosmetik verwendet. So lassen sich aus den Blüten des weißen Jasmins ätherische Öle gewinnen. Sie dienen dem Herstellen von Parfüm. Auch für die Aromatherapie und zum Gewinnen von Tee verwendet die alternative Medizin Arten des Jasminum. In Asien und in Südeuropa wachsen einige Arten auf Feldern und sind dort kommerziell genutzt. In Asien dienen andere Arten als Arzneipflanzen.

Pflege/Schnitt

Die Pflanzen sind empfindlich gegen Staunässe. Deshalb gießt der Gärtner regelmäßig und achtet darauf, dass sich das Gießwasser gleichmäßig im Boden verteilt. Lange trockene Phasen vertragen die Wurzeln der Pflanzen nicht. Mäßiges Gießen mit abgestandenem Wasser oder mit Regenwasser ist optimal, wenn die obere Erdschicht trocken ist. Im Winter gießt der Pflanzenfreund wenig, lässt aber den Ballen der Pflanze nicht vollkommen austrocknen.

Einen Schnitt erhalten die Pflanzen nach Bedarf. Die Arten dieser Gattung sind gut schnittverträglich. Die Pflanzen treiben unentwegt aus. Der Schnitt nach der Blühphase fördert seitliche Triebe und in der Folge eine reiche Blüte. Ein guter Zeitpunkt für einen Rückschnitt ist das Frühjahr vor dem Beginn des Austriebs.

Krankheiten/Schädlinge

Die Pflanzen sind extrem widerstandsfähig gegen Krankheiten. Überwintern die Pflanzen in einem zu warmen Quartier, ziehen sie Blattläuse an. Vereinzelt zeigen sich Wollläuse. Sie sitzen an den Stängeln und in den Blattachsen der Pflanzen.

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