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Eigenschaften

  • Gattung mit nur einer Art
  • mehrjährige, niedrige Stauden
  • früh blühend
  • bodendeckend
  • wachsen im Halbschatten

Hylomecon

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Hylomecon (Waldmohn) ist eine nördlich-temperierte Gattung, die zur Familie der Papaveraceae (Mohngewächse) zählt. Sie ist in China, Japan, Korea und dem russischen Osten verbreitet. Der Name Hylomecon setzt sich aus den griechischen Worten für hyla (Wald) und mékon (Mohn) zusammen. Obwohl der Hylomecon eine monotypische Gattung bildet, ist sie variabel. Einige Verzeichnisse führen Variationen als eigenständige Arten auf. Der viel verwendete Zuname 'japonicum' verweist auf die ostasiatische Herkunft der Pflanze.

Seit 1889 trägt die Gattung ihren Namen. Zuvor beschrieb ihn der Botaniker Carl Peter Thunberg im Jahre 1748 unter dem Namen Chelidonium. Noch 1870 bezeichnete das Botanikmagazin Curtis ihn als Stylophorum japonicum. Heute tragen die verschiedenen Variationen der Gattung diese Namen. Allerdings führten Forscher vor einigen Jahren Feldstudien im chinesischen Dabashan-Gebirge durch. Deren Ergebnisse stellten die heutige Taxonomie in Frage.
Zwei bis drei Variationen sind gegenwärtig anerkannt. Sie teilen viele der morphologischen Merkmale. Sie unterscheiden sich in der Art und Weise, wie die Blattsegmente unterteilt sind. Die Wissenschaftler stellten fest, dass die Variation der Blattmorphologie innerhalb und zwischen den zwei bis drei Hylomecon-Sorten kontinuierlich war. Zudem wuchsen verschiedene Variationen sowohl in derselben Population als auch an ein und derselben individuellen Pflanze. Andere wissenschaftliche Felder interessieren sich für die chemischen Wirkstoffe des Waldmohns. Aktuelle Forschungen untersuchen den medizinischen Nutzen.

Blatt

Die gefiederten Blätter des Japanischen Waldmohns haben meist fünf weiche grüne Blättchen. Auch kommen Pflanzen mit jeweils drei und sieben Blättchen vor. Die langstieligen, zehn bis fünfzehn Zentimeter langen Blätter weisen eine längliche bis rhombische Form und ein Muster von ausgeprägten Zähnen an den Rändern auf. Die lanzettlichen und gekerbten Blätter ordnen sich wechselständig um die Stängel an. Im Hochsommer sterben die Blätter ab und die Pflanze zieht sich unter die Erde zurück.

Blüte

Die Vertreter der Gattung Hylomecon beginnen im April zu blühen. Im Schatten kann die Blüte bis Ende Juni dauern. Der Blütenstand ist ein- bis zweiblütig. Die grüne, behaarte Blütenknospe ist zugespitzt, von zwei behaarten Kelchblättern umgeben und zieht Bienen an. Die Staubbeutel sind gelb. Jede Blüte verfügt über vier hellgelbe Kronblätter mit gewelltem Rand und zahlreiche Staubblätter. Die Blütenblätter sind drei bis fünf Zentimeter breit, im Anfang und mit zunehmendem Alter abflachend.

Frucht

Die Früchte des Hylomecon sind schotenähnliche, fünf bis acht Zentimeter lange und drei Millimeter breite, behaarte, dehydrierte Kapseln mit vielen Samen.

Wuchs

Dieser Mohn ist eine mehrjährige Pflanze, die sich über Rhizome ausbreitet. Die niedrig wachsende Staude bildet unterirdische Knollen, die im frühen Frühjahr zu wachsen beginnen. Ihre Stängel wachsen langsam und aufrecht und erreichen eine Höhe von 20 bis 30 Zentimeter. Sie breitet sich teppichartig bis zu 30 Zentimeter aus. Ist die Blütezeit beendet, hat die Pflanze einen dichten Laubhaufen gebildet, der bis zum Frühsommer anhält. Dann sterben die Blätter ab und die Pflanze ruht bis zum nächsten Frühjahr unter der Erde.

Standort

Sein typischer Lebensraum ist ein feuchter, schattiger Wald, der angesammeltem Humus bietet. An Grabenrändern und im Unterholz fühlt er sich am wohlsten. Er gedeiht optimal in humusreichem, lockerem Gartenboden in halbschattiger bis schattiger Lage und kommt mit täglich vier Stunden Sonnenlicht zurecht. Der Waldmohn wächst in Höhenlagen von bis zu 2400 Metern und ist winterhart.

Verbreitung

Die Pflanze stammt aus Ostasien und ist in Ost-, Nordost- und Zentralchina (vorrangig Mandschurei) beheimatet. Sein Gebiet verläuft weiter über Sibirien und Korea bis nach Japan sowie ins östliche Nordamerika.

Nutzung

Die chinesische Medizin behandelt mithilfe der Wurzeln des Mohns traditionell Leiden wie Rheuma und Verletzungen. Er gilt als schmerz- und entzündungshemmend sowie durchblutungsfördernd. Pharmakologische Studien untersuchen ihn aktuell auf entzündungshemmende, antibakterielle und antitumorale Wirkstoffe.
Im Garten beleben seine goldgelben Blüten schattige Stellen und haben einen hohen Zierwert. Aufgrund der kurzen frühen Blütezeit empfiehlt es sich, ihn mit später blühenden Pflanzen, Farnen oder Funkien zu kombinieren.

Pflege/Schnitt

Hylomecon benötigt in regelmäßigen Abständen viel Wasser. Bleiben Pflanze und Boden zwischendurch genügend Zeit um zu trocknen, wachsen die Wurzeln schneller und tiefer. Auf diese Weise übersteht der Mohn Trockenperioden besser. Einzelne Pflanzen benötigen einen zwanzig Zentimeter weiten Abstand voneinander um sich optimal zu entwickeln.

Krankheiten/Schädlinge

Krankheiten und Schädlinge sind nicht bekannt; der Mohn ist aufgrund seiner chemischen Wirkstoffe toxisch.

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