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Eigenschaften

  • auffallende Blütenstände in aufregenden Blautönen
  • attraktive, rote Herbstfärbung
  • ausdauernde krautige Pflanzen
  • behaarte oberirdische Pflanzenteile
  • pflegeleicht und robust

Hornnabe

Gattung Ceratostigma ab €4.80 kaufen
     
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Die Gattung der Hornnaben (bot. Ceratostigma) gliedert sich unter die Familie der Bleiwurzgewächse (Plumbaginaceae). Sieben bis acht Arten gehören zu dieser Gattung, von denen die Blaue Hornnabe (botanisch Ceratostigma plumbaginoides) zu den häufigsten Kulturpflanzen zählt.

Sie versprühen einen Hauch von Asien, wenn die Pflanzen im Felsengarten ihre volle Blütenpracht entwickeln. Hornnaben sorgen für eine meditative Stimmung im eigenen Garten. Sie verbreiten eine ganz besondere Energie. Die Pflanzen dieser Gattung gelten als Besonderheit, denn eine blaue Blütenpracht ist unter verholzenden Gewächsen äußerst selten. Das Feuerwerk der Blüten entwickelt sich je nach Art im Früh- oder im Spätsommer und bereichert Steingärten und Randbeete. Wenn der Herbst seine letzten warmen Tage hervorbringt, dann verzaubern die Gewächse jeden Gartenbesitzer mit einem prächtig gefärbten Herbstlaub. Auch dann tragen die Stauden vereinzelte Blüten. Das Blau und Rot erzeugt einen wunderschönen Kontrast.

Blatt

Hornnaben tragen Blätter in wechselständiger Anordnung. Die Blattspreite ist einfach. Sie verschmälert sich allmählich in den Blattstiel. Es scheint, als ob die Blätter an der Sprossachse sitzen. Die Blätter sind behaart und haben einen ganzrandigen Blattrand. Am Blattrand sitzen deutlich sichtbare Haare, die eingekrümmt sind. Die Härchen wirken wie kleine Dornen. Auf der Blattunterseite sitzen kleine weiße Schüppchen. Die derben Blätter glänzen in der Sonne. Junge Blätter treiben in einem frischen Grün aus, während sich ältere Blätter dunkelgrün verfärben. Im Herbst leuchten die Blätter in einem dunklen Rot. Die Blattspreite ist leicht gewellt. Sie krümmt sich entlang einer deutlichen Mittelrippe nach außen.

Blüte

Ceratostigma-Arten entwickeln kopfige Blütenstände, die end- oder seitenständig sind. In den Blütenständen sitzen wenige oder viele Einzelblüten dicht zusammen. Jede Einzelblüte ist zwittrig aufgebaut und besteht aus Kelch und Krone. Fünf Kelchblätter sind zu einer Röhre verwachsen. Die Kelchröhre ist auf ihrer Außenseite behaart. Fünf Kronblätter bilden eine lange Kronröhre. Am Ende streben die Kronzipfel tellerförmig auseinander. Die breiten Kronzipfel haben eine verkehrt-deltaförmige Gestalt. Sie tragen leuchtende Blautöne. Aus der Kronröhre ragen dunkel gefärbte Staubblätter heraus, die im unteren Bereich mit der Kronröhre verwachsen sind. Die Blütezeit beginnt im Mai und erstreckt sich bis in den Herbst hinein.

Frucht

Hornnaben bilden nach der Blüte Kapselfrüchte. Die Kelchröhre bleibt zur Fruchtreife erhalten. Die Fruchtstände wirken wie stachelige Kugeln. Sie bilden mit ihren Brauntönen in der Herbstsonne einen dekorativen Akzent. Die Kapselfrüchte öffnen sich mit mehreren Klappen und entlassen zahlreiche Samen. Vögel nutzen diese Nahrungsquelle im Winter und sorgen auf diese Weise für eine Ausbreitung der Samen.

Wuchs

Die Arten der Gattung Ceratostigma wachsen als ausdauernde krautige Pflanzen. Die Mehrzahl bildet Sträucher und Halbsträucher. Sie erreichen Wuchshöhen bis zwei Meter. Die oberirdischen Pflanzenteile sind behaart. Die Sprossachse ist kantig. Einige Hornnaben sind Spreizklimmer. Sie klettern mit ihren langen Trieben an Felsen oder anderen Pflanzen empor. Sie bekommen Halt, indem sich ihre Triebe verspreizen. Steife Triebe wachsen entlang der Kletterhilfe in die Höhe. Quertriebe geben der Pflanze Stabilität, sodass die Pflanzen langsam nach oben klettern. Viele Hornnaben bilden einen dichten Teppich über dem Boden aus. Sie entwickeln unterirdische Ausläufer und gelten als beliebte Bodendecker.

Standort

Hornnaben haben einen mäßigen bis hohen Lichtbedarf. Sie wachsen in sonnigen bis halbschattigen Gebieten. Mindestens vier Stunden Sonne unterstützen einen prachtvollen Wuchs. Auf schattigen Standorten ist die Blütenentwicklung eingeschränkt. Das Substrat ist idealerweise wasserdurchlässig und leicht humos. Hornnaben wachsen auf verschiedenen Böden. Sie fühlen sich auf einem normalen Gartenboden wohl. Ein steiniger und felsiger Untergrund bereitet den Hornnaben keine Probleme. Sie wachsen auch auf sandig bis lehmigem Substrat. Ein pH-Wert zwischen sieben und neun ist optimal. Hornnaben lieben trockene und warme Verhältnisse. Hitze macht ihnen nichts aus. Sie vertragen ein leicht frisches bis feuchtes Substrat. Da die Zweige schnell zum Abbrechen neigen, ist ein windgeschützter Ort ideal.

Verbreitung

Hornnaben sind überwiegend in Asien verbreitet. Ein Hauptverbreitungsgebiet zieht sich durch den Westen Chinas, wo sie Waldböden, Waldränder und Freiflächen besiedeln. Eine Art der Gattung ist in Ostafrika heimisch.

Nutzung

Die verholzenden Gewächse lassen sich vielseitig im Garten einsetzen. Er belebt Biotope an Gehölzrändern und wächst unter lichtdurchlässigen Bäumen. Die Gewächse bringen Farbe in Themengärten. Kiesflächen, Steppengärten und Steinbeete erstrahlen in neuem Glanz, wenn die enzianblauen Blüten zur Höchstform auflaufen. Hornnaben wachsen auf Mauerkronen und in Trockenmauern. Die Pflanzen entwickeln auf trockenen Böschungen einen weitreichenden Teppich, sodass die das Erdreich vor Erosion schützen. Sie kommen in Einzelstellung genauso gut zur Geltung wie in Gruppenpflanzung.

Zu den Hornnaben gesellen sich Pflanzpartner, die eine gleich hohe Ausbreitungsfreudigkeit an den Tag legen. Sie überwuchern schnell konkurrenzschwache Arten. In Gemeinschaft mit Wolfsmilch (Euphorbia), Sommermargeriten (Leucanthemum maximum), Fingerkraut (Potentilla), Japansegge (Carex morrowii) oder Ziest (Stachys) erzeugen die Stauden ein buntes Farbspektakel. Die früh blühenden Arten eignen sich perfekt in Kombination mit Frühjahrsblühern, die farbliche Kontraste liefern. Gelb und Orange harmonieren perfekt mit dem Blau der Hornnaben. Eine interessante Abwechslung bildet die Mischung von Hornnaben und hoch wachsenden Gräsern.

In Blumenkübeln dekorieren sie Terrassen und Balkone. Eine Mischung aus Hornnaben und Zwiebelblühern wie Narzissen und Tulpen harmonieren gut. Die Hornnaben treiben erst nach den Frühjahrsblühern aus. Die Vegetationsperioden gehen direkt ineinander über, sodass keine kahlen Lücken entstehen.

Pflege/Schnitt

Hornnaben vertragen lang anhaltende Trockenperioden, wenn sie auf humosen und feuchten Standorten wachsen. Eine zusätzliche Bewässerung ist auf sandigen und steinigen Substraten notwendig, wenn die Sommerhitze lange anhält. Staunässe vertragen die Pflanzen nicht. Im Frühjahr erfreuen sich die Stauden über eine Düngung mit Hornspänen, Kompost oder Hornmehl. Es sind natürliche Langzeitdünger, die den Pflanzen für die gesamte Vegetationsperiode wichtige Nährstoffe liefern. Ein Rückschnitt ist nicht notwendig. Die verwelkten Triebe dienen den Pflanzen als Winterschutz.

Krankheiten/Schädlinge

Die robusten Stauden zeigen sich unproblematisch gegenüber Schädlingen und Krankheiten. Wenn die Frühlingsmonate feucht und kalt sind, besteht die Gefahr eines Befalls durch den Echten Mehltau. Der Pilz äußert sich durch einen abwischbaren Belag auf den Blättern. Bei einem starken Befall verwelken die Blätter vom Rand nach Innen. Es empfiehlt sich die rechtzeitige Entfernung der infizierten Pflanzenteile, sodass sich der Pilz nicht weiter ausbreitet.

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