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Eigenschaften

  • Wasser- und Sumpfpflanzen
  • nährstoffreiches, kalkhaltiges Wasser
  • reichert Sauerstoff an, klärt das Wasser
  • pflegeleicht, anspruchslos
  • winterhart

Hippuris

Gattung Hippuris ab €4.80 kaufen
     
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Ihr Name stammt vom Griechischen hippouris, zu Deutsch Schachtelhalm. Dennoch ist die Gattung Hippuris mit den Schachtelhalmen nicht verwandt, welche zu den Farnen zählen. Hippuris ist eine Gattung, die der Familie der Wegerichgewächse (bot. Plantaginaceae) angehört.

Weil ihr äußerliches Erscheinungsbild an die Spitze eines Tannenzweigs erinnert, heißen Pflanzen dieser Gattung im deutschen Sprachgebrauch Tannenwedel. Hippuris sind weit verbreitet über die gesamte Nordhalbkugel zu finden. Sie sind mehrjährig, frosthart und gehören zu den Blütenpflanzen. In der Natur besiedeln sie nährstoffreiches, kalkhaltiges Flachwasser in Buchten von Seen und Teichen, Flußufer, Gräben, Sumpfwiesen. Beliebt sind die anspruchslosen Wasserpflanzen für die Gestaltung des Gartenteichs.

Blatt

Die Blätter sitzen quirlständig am Stängel der Pflanze. Acht bis zwölf Blätter entspringen auf gleicher Sproßachsenhöhe einem Knoten. Optisch sehen die Blätter kahl, ganzrandig und sehen nadelartig, lanzettlich und spitz aus. Sie stehen waagrecht steif abgespreizt vom Stängel ab. Oberhalb des Wasserspiegels sind sie dunkelgrün gefärbt. Unterwasser erscheinen die Nadelblätter dünn, faserig weich und schlaff mit einer gelbgrünen bis bräunlichen Färbung. Hippuris bleibt während des Winters grün.

Blüte

Innerhalb eines Zeitraums von Mai bis August ist Blütezeit. Der genaue Zeitpunkt schwankt je nach Standort und Wassertemperatur. In unseren Breiten blühen Hippuris vornehmlich zwischen Juli und August. Die Pflanze bildet zwittrige und ebenso eingeschlechtliche Blüten. Diese sind rötlich-braun gefärbt und sitzen in den Achseln der Überwasser-Blätter. Eine einzelne, zirka einen Millimeter große Einzelblüte besteht aus einem Fruchtknoten mit Kelchblättern. Jeder Fruchtknoten besitzt ein einzelnes Fruchtblatt, welches die Samenanlage trägt. Kronblätter hat die Blüte nicht. Die bis zu fünfzig Zentimeter über den Wasserspiegel ragenden, aufrechten Stängel begünstigen die Windbestäubung. Mit Beginn der kälteren Jahreszeit wirft die Pflanze ihre Blüten ab.

Frucht

Nach der Reife entstehen eiförmige, glatte und bräunliche Samen (Schließfrüchte). Diese verbreiten sich schwimmend und auch Wasservögel tragen sie weiter. Für die Vermehrung haben die Samen keine Bedeutung, denn Hippuris vermehren sich rein vegetativ. Ebenso als Nahrungsquelle sind sie für Tiere nur von geringem Wert.

Wuchs

Hippuris sind schnellwüchsige Wasserpflanzen. Ihre weitverzweigten Rhizome (Sprossachsenwurzeln) verbreiten sich waagerecht kriechend in lehmig-schlammigen Gründen von Gewässern. Aus dem Wurzelstock sprießen einzelne hohle, unverzweigte Stängel, die unter Wasser weich flutend und hellgrün erscheinen. Über Wasser ragen die Stängel aufrecht, etwa zehn bis fünfzig Zentimeter empor. An den Stängeln sitzen Kränze von dunkelgrünen, nadelartigen und steif abgespreizten Blätter. Diesen verdankt die Pflanze ihr einem Tannenzweig ähnelndes Erscheinungsbild. Hippuris vermehrt sich vornehmlich vegetativ über ein verzweigtes Rhizomsystem, das sich im Bodengrund waagerecht kriechend verbreitet.

Standort

Diese Wasserpflanze bevorzugt vollsonnige bis halbschattige Standorte. Sie gedeiht in zwanzig bis fünfzig Zentimeter tiefem Wasser der Uferzonen von Teichen und Seen. Manche der Stängel wachsen vollkommen untergetaucht. In stehenden sowie fließenden Gewässern und gefluteten Sumpfwiesen ist Hippuris ebenso zuhause. Sie bevorzugt weiche, durchlässige, lehmig-schlammige Untergründe, bis hin zu Torfböden. Wichtig für gutes Gedeihen sind hoher Nährstoff- und Kalkgehalt. Sehr windige Standorte sind für die Pflanze ungünstig.

Verbreitung

In gemäßigten bis kalt-gemäßigten und kalten Regionen von Europa, West- und Zentralasien, Sibirien, Nordamerika ist Hippuris weit verbreitet. Hauptsächlich sind es örtlich begrenzte Vorkommen. Sie treten nirgends häufig auf. Von allen Sumpf- und Wassergewächsen dringen diese Pflanzen am weitesten nach Norden vor. Sogar in Grönland sind sie heimisch. Die Gattung beinhaltet nur eine Art. Von dieser sind verschiedene Unterarten bekannt, die ortsgebunden und auf ihre individuellen Umweltbedingungen jeweils stark spezialisiert sind. In einigen Gebieten der Erde gilt Hippuris heute als gefährdete Pflanzengattung.

Nutzung

In ihren natürlichen Verbreitungsgebieten nutzen Insekten wie Libellen die Stängel der Wasserpflanze als Ansitz. Dichtstehende Ansammlungen der Stängel bieten kleinen Wassertieren gute Versteckmöglichkeiten. Hippuris ist für die Kultivierung im heimischen Gartenteich ideal. Sie klärt das Wasser von Trübungen und reichert es mit Sauerstoff an. Das ist insbesondere bei Fischbesatz im Teich von großem Vorteil. Diese Pflanze bietet verschiedene Möglichkeiten zur Gestaltung des Teichs. Sie gedeiht nicht nur in den Randzonen. Ebenso in tieferen Zonen und untergetaucht fühlt sie sich wohl. Am richtigen Standort entsteht so in kurzer Zeit eine dichte Pflanzengruppe, die in ihrer Erscheinung optisch an einen Tannenwald erinnert. In Mini- und Terrassenteichen lässt sich die Wasserpflanze ebenfalls gut anpflanzen.

Pflege/Schnitt

Diese Wasserpflanze ist einfach zu kultivieren und pflegeleicht. Schwankende ph-Werte in der Wasserqualität sind für Hippuris kein Problem. Mit kleineren Verschmutzungen kommt sie gut zurecht. Die Pflanze ist ausgesprochen wuchsfreudig und breitet sich unter Umständen zu stark im Teich aus. Daher ist regelmäßiges Abstechen der Kriechtriebe nötig.
Es empfiehlt sich die Verwendung eines Wasserpflanzkorbs. Dieser dämmt die unerwünschte Ausbreitung durch Kriechwurzeln ein. Von Mai bis Juni ist für Hippuris die beste Pflanzzeit. Im Herbst lassen sich abgestorbene Stängel einfach abschneiden. Alle anderen gesunden Stängel bleiben immergrün und während der Winterphase stehen. Vermehren lässt sich die Pflanze durch Teilung des Wurzelstocks. Nennenswerte Krankheiten oder Schädlinge sind nicht bekannt.

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