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Eigenschaften

  • blattlose Blütenschäfte
  • zarte, milchweiße, cremefarbene bis grünliche Blüten
  • süßlicher Duft im Hochsommer
  • mehrjährige Zwiebelpflanze
  • nicht zuverlässig winterhart

Galtonia

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Die Gattung der Galtonia ist nach dem britischen Naturforscher Sir Francis Galton benannt. Bei uns ist diese Gattung auch unter den Bezeichnungen Riesenhyazinthe, Sommerhyazinthe oder Kaphyazinthe geläufig. Erstmalig 1880 vom französischen Botaniker Joseph Decaisne beschrieben und den Liliengewächsen (bot. Liliaceae) zugeordnet, folgten nicht alle Taxonomen dieser systematischen Einordnung.

Während die Gattung Galtonia nach Meinung einiger Taxonomen den Liliengewächsen angehört, zählen sie andere zur Unterfamilie Scilloideae innerhalb der Familie der Spargelgewächse (bot. Asparagaceae) oder subsumieren ihre vier Arten in die Gattung Milchsterne (bot. Ornithogalum).

Blatt

Die grundständigen, blau- bis graugrünen Blätter der Galtonia-Arten sind lineal bis schmal lanzettlich und ganzrandig. Sie stehen meist aufrecht nach oben und erreichen eine Länge von 40 bis 60 Zentimetern und eine Breite von bis zu fünf Zentimetern.

Blüte

Charakteristisch für die Gattung Galtonia sind die zwischen dem Blattschopf entspringenden Blütenschäfte, die in vielen Fällen mehr als einen Meter Höhe erreichen. An ihnen hängen 15 bis 30 weiße bis gelblich-grüne Einzelblüten in lockeren Trauben. Sie haben eine Länge von rund fünf Zentimetern, sind mit großen Deckblättern versehen und erinnern in ihrem Aussehen an Glocken. Sich von unten nach oben öffnend, betören die zarten Blüten den Gartenfreund von Juli bis September mit einem süßlichen Duft.

Frucht

Die Pflanzen bilden als Kapselfrucht bezeichnete Samen. Sie sind dreiklappig und schwarz.

Wuchs

Die ausdauernden krautigen Pflanzen wachsen häufig straff aufrecht und erreichen eine Höhe von 60 bis 120 Zentimetern. Da sie gerne Horste bilden, wirken sie in der Fläche kompakt.

Standort

Am besten behagen den wärmeliebenden Gewächsen vollsonnige bis absonnige sowie geschützte Lagen. In Bezug auf den Boden bevorzugen sie es sandig und gut durchlässig. Ist das Substrat darüber hinaus fruchtbar humos, wirkt sich das förderlich auf das Wachstum der generell robusten Pflanzen aus. Liegen passende Bedingungen vor, blühen die vor Frost geschützten Sämlinge mitunter bereits im zweiten Standjahr.

Verbreitung

Die Galtonia-Arten sind im östlichen Südafrika, Lesotho und Swasiland heimisch und wachsen hier in den Höhenlagen der Drachenberge auf feuchtem Grasland.

Nutzung

Als dekorative Blütenjuwelen finden die Zwiebelpflanzen hierzulande in bunten Blumenbeeten, Stauden- und Bauerngärten Verwendung. Hier lassen sie sich aufgrund ihrer grün-weißen Farbgebung wunderschön mit anderen Pflanzen kombinieren. Sie ziehen mit ihren nickenden, glockenförmigen Blüten die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich. In großen Kübeln machen die einen ungestörten Standort bevorzugenden Gewächse ebenfalls eine gute Figur. Da sie gut schnittverträglich sind, schmücken die langlebigen Blütentrauben die Vase und verströmen im Haus ihren süßlichen Duft.

Pflege/Schnitt

Sowohl ein Austrocknen als auch eine Vernässung des Bodens ist zu vermeiden. Letzteres ist deshalb wichtig, da die Zwiebeln einen zu feuchten Boden nicht tolerieren. Die Pflanzung erfolgt idealerweise in einer Tiefe von etwa 20 Zentimetern. Eine Hinzugabe von Kompost oder organischem Dünger wie beispielsweise Hornspänen im Frühjahr fördert das Wachstum und ist auch während der Vegetationsperiode empfehlenswert. Verwelkte Blüten sind regelmäßig zu entfernen, um einen Neuaustrieb zu fördern. Das Wässern ist nach der Blüte einzustellen.

Um kraftvoll in das folgende Jahr zu starten, verbleibt das Laub nach der Blüte an der Pflanze. In ein gut wasserdurchlässiges Substrat gepflanzt, machen den Pflanzen hiesige Winter unter einer schützenden Schicht aus Laub oder Mulch nichts aus. In extrem kalten Regionen ist es empfehlenswert, die Zwiebeln vor dem Frost auszugraben und sie dunkel, trocken und kühl zu lagern. Einen Schnitt vertragen die Galtonia-Arten ohne Schaden zu nehmen.

Krankheiten/Schädlinge

Möglich ist ein Befall durch Schnecken, der sich durch Fraß- und Schleimspuren zeigt. Zur Vorbeugung empfiehlt sich eine regelmäßig stattfindende Bodenbearbeitung. Mit dem Einsatz von Schneckenkorn oder Nützlingen wie beispielsweise Fadenwürmern lässt sich der Befall eindämmen. Am Abend ist das Absammeln der Schädlinge sinnvoll.

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