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Eigenschaften

  • immergrüne Zwergsträucher
  • unscheinbare Blüten von Dezember bis März
  • angenehmer Duft in der kalten Jahreszeit
  • schwarze, glänzende Beeren als Zierde im Herbst
  • dicht verzweigter, aufrechter Wuchs

Fleischbeeren

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Die Gattung der Fleischbeeren (bot. Sarcococca) gehört zur Familie der Buchsbaumgewächse (Buxaceae). Vertreten sind die auch als Schleimbeeren bekannten Fleischbeeren mit insgesamt elf Arten. Der Gattungsname lässt sich aus den griechischen Wörtern sarkos (Fleisch) und kokkos (Perle, Kugel) ableiten und verweist damit auf das Erscheinungsbild der Früchte.

In Gärten und Parkanlagen finden die aus dem asiatischen Raum stammenden immergrünen Laubgehölze aufgrund ihres geringen Lichtbedarfs häufig an vollschattigen Standorten Platz. Als buschig wachsender Bodendecker in der Rabatte oder als Pflanzung im Kübel auf der Terrasse stellen sie das ganze Jahr über einen echten Blickfang dar. Beim Gartenbesitzer wecken die Pflanzen aufgrund ihrer Blühzeit großes Interesse. So verwöhnen die weißen bis gelblich grünen Blüten mit ihrem intensiven wohlriechenden Duft in den Wintermonaten die Nase.

Blatt

Das einfache, ledrige Laub der Fleischbeeren ist wechselständig angeordnet, eiförmig bis elliptisch und am Ende spitz. Hell- oder dunkelgrün glänzend, machen die drei bis zwölf Zentimeter langen, kahlen Blätter die Pflanzen der Gattung Sarcococca zu attraktiven Blattschmuckpflanzen.

Blüte

Fleischbeeren besitzen männliche und weibliche Blüten mit jeweils vier Staubblättern. Die grünlich-weißen Blütenhüllen sind unscheinbar. Mit ihren massiven rosafarbenen Staubblättern, elfenbeinfarbenen Staubfäden und rötlichen Staubbeuteln fallen die männlichen Blüten stärker auf. Letztere sitzen oberhalb der weiblichen Blüten. Ihnen entsteigt ein dünnflüssiger Nektar, den ausschließlich Bienen mit ihrem langen Rüssel erreichen.
Ein süßlicher, an Vanille erinnernder Honigduft, lockt die Insekten an. Hummeln, die einen Blütenstand von unten nach oben abfliegen, landen zunächst auf den weiblichen Blüten, die sie durch abgelegten Blütenstaub bestäuben. Die eingeschlechtlichen, in Büscheln stehenden Blüten treten in den Blattachseln in den Wintermonaten Dezember bis März in Erscheinung. Sie machen die Fleischbeeren zu dekorativen Winterblühern.

Frucht

Aus den weißen Blüten entwickeln sich eiförmige Früchte. Ihnen verdankt die Gattung der Fleischbeeren ihren Namen. Sie sind zunächst leuchtend-rot, später purpur bis schwarz. Sie enthalten gallertartiges Fruchtfleisch, sind glänzend und fünf Zentimeter dick. Zum Verzehr sind die kugeligen Beeren, die im Winter den Zwergstrauch zieren, nicht geeignet.

Wuchs

Die Pflanzen der Gattung Sarcococca bereichern Garten- und Parkanlagen in Form eines dichtbuschigen Strauches. Er wächst aufrecht und erreicht eine Höhe und Breite von bis zu 70 Zentimetern. Durch seine reiche Verzweigung setzen Gärtner das Laubgehölz mit bogenförmig überhängenden Sprossachsen gerne als flächendeckenden Bodendecker ein.

Standort

Eine zu den Fleischbeeren zählende Art trägt den Namen Schattenblume. Dieser Name gibt Auskunft darüber, wie tolerant die Pflanzen der Gattung Sarcococca gegenüber einem schattigen Standort sind. Bevorzugt sind bei diesen Gewächsen die halbschattigen bis vollschattigen Plätze. Ideal ist ein saurer oder neutraler Boden, der gut feucht, durchlässig sowie humus- und nährstoffreich ist. Steht der Pflanze ein ausreichend feuchter Boden zur Verfügung, darf es gerne sonniger sein. Um die empfindlichen Triebe vor starkem, langanhaltendem Frost sowie Wind zu schützen, ist ein gut geschützter Standort die beste Wahl.

Verbreitung

In Form von immergrünen Sträuchern oder kleinen Bäumen sind die elf zu den Fleischbeeren zählenden Arten in Asien heimisch. Ihre natürlichen Vorkommen erstrecken sich von Afghanistan bis nach China und die Philippinen.

Nutzung

Die hierzulande mitunter noch wenig bekannten Arten finden in Gärten gerne als Ziergehölz Verwendung. Als kompakter Kleinstrauch verleiht es der Pflanz-Rabatte Struktur und macht auch im Kübel eine gute Figur.

Pflege/Schnitt

Das Wässern erfolgt idealerweise mit abgestandenem Wasser oder kalkfreiem Regenwasser. Ratsam ist es, die gegenüber Trockenheit empfindlichen Pflanzen der Gattung Sarcococca zu mulchen. Hierdurch bedarf es keiner zusätzlichen Düngung. Der Schnitt der in unseren Breiten winterharten Fleischbeeren findet direkt nach der Blüte statt.

Krankheiten/Schädlinge

Die zur Gattung Sarcococca zählenden Arten sind anfällig für den Schadpilz Cylindrocladium buxicola. Zu einer Infektion mit den Sporen kommt es, wenn es zu feucht oder zu warm ist. Mit Fungiziden lässt sich einem Befall vorbeugen. Allerdings ist ein regelmäßiger Einsatz erforderlich.

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Pflanzen innerhalb der Gattung Fleischbeeren Sarcococca

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