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Eigenschaften

  • groß- und schnellwüchsig
  • Laubblätter verändern im Alter ihre Form
  • Staubblätter als Blütenschmuck
  • in Australien sehr artenreich
  • Nutzpflanzen

Eukalypten

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Eukalypten (bot. Eucalyptus) sind eine Gattung in der Pflanzenfamilie der Myrtengewächse. Die Pflanzengattung ist in rund 600 Arten, die vorwiegend in Australien und Indonesien wachsen, unterteilt. Eukalypten sind landläufig unter dem Namen Blaugummibäume bekannt, deren Laubblätter an Gummibäume erinnern. Einige Vertreter der Pflanzengattung Eucalyptus wachsen als hoch aufragende Bäume, die eine Wuchshöhe von bis zu 90 Metern und eine Stammdicke von bis zu 20 Metern erreichen.

Andere Eukalypten sind schnellwüchsige Sträucher. Sowohl bei Sträuchern als auch bei Bäumen ändert sich die Rinde im Laufe der Jahre. Eukalypten bilden jährlich eine neue Borkenschicht aus, wodurch die Ringe im Holz des Stammes entstehen. Bei einigen Arten stirbt die äußere Rindenschicht ab und löst sich in größeren Stücken vom Stamm. Die Pflanzengattung Eucalyptus fand erstmalig 1789 durch Charles Louis L'Héritier de Brutelle ihre Erwähnung. Eukalypten sind Nutzpflanzen in der Holzgewinnung und in der Herstellung ätherischer Öle. Zu den bekanntesten Produkten, die aus dem Öl der Eukalypten zu gewinnen sind, zählen pharmazeutische Produkte mit Eukalyptus zur Behandlung von Erkältungskrankheiten und bronchialen Infekten.

Blatt

Die Laubblätter der Eukalypten unterscheiden sich zwischen jungen und älteren Trieben. Junges Laub steht gegenständig, während älteres Laub gegenständig an den Zweigen wächst. Das Junglaub ist lanzettlich oder linealisch, läuft spitz zu und ist schmal. Bei älteren Blättern bildet das Laub eine Herz- oder Eiform, bei einigen Arten eine Sichelform. Vor allem die älteren Laubblätter sind ledrig. Das ist der Grund für den Beinamen Gummibaum. Auffallend ist die um 90 Grad gedrehte Blattspreite. Durch diese Drehung haben Eukalypten einen Schutz gegen die hohe UV-Strahlung entwickelt. Das Laub ist mittel- bis dunkelgrün oder blaugrün und artenabhängig matt oder glänzend. Die Blattoberflächen sind ebenmäßig und die Blattränder sind glatt. Eukalypten Laub besteht aus einem Blattstiel und einer Blattspreite.

Blüte

Die Blüten der Pflanzengattung Eucalyptus sind vierzählig, zwittrig und strahlenförmig. Zahlreiche Einzelblüten sind in einem doldigen, oftmals zusammengesetzten Blütenstand angeordnet. Im Knospenstadium ist die Blüte von einer Art Kapsel umschlossen, die aus zwei bis vier unscheinbaren Blütenhüllblättern besteht. Die Blüten enthalten zwischen 20 bis 150 lange Staubblätter, die gelb, rot, aber auch weiß sind und sich von Art zu Art unterscheiden. Die Staubblätter sind der Schmuck von Eukalypten Blüten, die sich bei Blütenöffnung ausweiten und die Knospenhülle sprengen. Pro Blüte gibt es zwei bis sieben Fruchtblätter, die einen halb- oder ganz unterständigen Fruchtknoten bilden und zu einem Stempel verwachsen.

Frucht

Eukalypten bilden Kapselfrüchte, die zu mehreren in einem zapfenförmigen Blütenstand wachsen. Die Früchte haben eine holzige und trockene Außenhülle und sind kegelförmig. Auf den ersten Blick erinnert die Frucht der Pflanzengattung Eucalyptus mehr an eine Nuss, als an eine Kapselfrucht. An den Enden der Früchte sitzen ventilförmige Öffnungen, durch die die Samen nach der Reife austreten und sich verteilen.

Wuchs

Die Pflanzengattung der Eukalypten wächst immergrün und aufrecht. In Form von Sträuchern oder Bäumen, erreichen die schnellwüchsigen Pflanzen eine enorme Wuchshöhe und Wuchsbreite. Die weltweit größte bekannte Baumart ist der Riesen-Eukalyptus, von dem ein Exemplar mit 97 Metern Wuchshöhe und 20 Metern Stammdurchmesser bekannt ist. Pro Jahr bilden die Bäume eine neue Borkenschicht, wodurch sich der Stammdurchmesser vergrößert. Sowohl Eucalyptus Bäume als auch Sträucher erreichen eine breite Krone von mehreren Metern. Der aufrechte, verzweigte und dichte Wuchs ist ein wichtiges Merkmal aller Arten, die in der Pflanzengattung Eucalyptus eingeordnet sind.

Standort

Eukalypten bevorzugen einen warmen und sonnigen Standort. Dort wachsen sie rasend schnell und erreichen in wenigen Jahren eine stattliche Größe und Breite. Am halbschattigen Standort verläuft der Wuchs langsamer. Im vollständigen Schatten verliert die Pflanzengattung Eucalyptus ihre attraktive Laubfarbe und neue Triebe schießen lang, aber ohne dichte Belaubung aus den Ästen. Kurzzeitige Minustemperaturen verträgt die Pflanzengattung. Bei lange anhaltendem Frost sind vor allem Jungbäume gefährdet.

Verbreitung

Aufgrund ihrer Standortanforderungen sind Eukalypten vor allem in Australien, im östlichen Indonesien und in Tasmanien angesiedelt. Einige Arten wachsen weltweit. Vor allem in den subtropischen Regionen sind sie beheimatet. Die größte Artenvielfalt, und mit 70% den monumentalsten Baumbestand an Eukalypten, weist der australische Kontinent auf. Durch die Kultivierung ist die Pflanzengattung Eucalyptus auch auf dem europäischen Kontinent vorhanden. Allerdings konzentriert sie sich vollständig auf die Pflanzung in Gärten und Parkanlagen.

Nutzung

Die Pflanzengattung Eucalyptus ist in der Holzgewinnung und für die Herstellung ätherischer Öle in Verwendung. Als Futterquelle für Koalas und andere Beuteltiere sind Eukalypten vor allem in Australien nützlich. Das Holz der Bäume ist weltweit geschätzt. Eukalypten zählen zu den harten Hölzern für die Herstellung von Massivmöbeln. Die ätherischen Eucalyptus-Öle lassen sich aus den Laubblättern und den Zweigen mittels Wasserdampfdestillation gewinnen. Sie sind in der Pharmazie, in der Heilkunde und in der Kosmetik von Nutzen.

Pflege/Schnitt

Eukalypten benötigen mäßig, aber regelmäßig Wasser. Der Wurzelballen darf nicht austrocknen und nicht in Staunässe stehen. Ein Schnitt der Triebe ist nicht notwendig. Er dient lediglich der Formgebung, die der Gärtner bei Sträuchern und Bäumen der Pflanzengattung Eucalypten im Herbst vornimmt. Gedüngt wird im Herbst.

Der beste Boden für Eukalypten ist locker, frisch und nährstoffreich. Bei Kübelpflanzung ist eine Überwinterung im Haus notwendig. Ist der Eucalyptus auf einer Freifläche gepflanzt, benötigt der Wurzelballen zur Überwinterung einen Schutz aus einer dicken Schicht Rindenmulch. Auch im Winter ist Bewässerung nötig. Junge Pflanzen erhalten eine Abdeckung mit Gartenvlies, um sie damit vor Erfrierungen an Zweigen und Jungtrieben zu schützen.

Krankheiten/Schädlinge

Durch die ätherischen Öle ist die Pflanzengattung Eucalyptus für Schädlinge weitgehend uninteressant. Zu dem bekannten Eukalyptus-Aroma gesellt sich eine leichte Zitronennote. Ein paar wenigen Blattlausarten ist der Duft der Pflanzen egal. Sie lassen sich nicht abschrecken. Aber sie richten auch keinen Schaden an. Mehltau entsteht, wenn die Pflanze im Schatten steht oder einer zu hohen Feuchtigkeit ausgesetzt ist.

Ein wirkliches Risiko für Pflanzenkrankheiten bei Eukalypten entsteht, wenn der Baum oder Strauch zu trocken oder in Staunässe steht. Die Wurzeln faulen und ein gesunder Baum stirbt ab. Wird das Laub gelb oder braun, steht das mit einem ungeeigneten Standort in Verbindung. Fallen die Laubblätter im Frühjahr ab, hat der winterliche Frost die Wurzeln geschädigt. Eukalypten sind robuste Pflanzen, die am richtigen Standort und mit richtiger Pflege keine Krankheiten entwickeln.

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