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Eigenschaften

  • vielseitiges Heilmittel
  • robust und pflegeleicht
  • selbstständige Vermehrung
  • große Blütenstände in verschiedenen Farben
  • Höhenwachstum auf bis zu 2,5 Meter

Engelwurzen

Gattung Angelica ab €5.20 kaufen
     
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Die Gattung der Engelwurzen (bot. Angelica) gehört zur Pflanzenfamilie der Doldenblütler. An den großen, doldenförmigen Blüten ist die Verwandtschaft sofort zu erkennen. Zur Gattung gehören rund 100 Arten, die sich vor allem durch die unterschiedliche Färbung ihrer Blüten kennzeichnen.

Die Farbpalette reicht vom einfachen Weiß über eine gelbliche Färbung bis hin zu Rosa und Violett. Doch ist die Gattung weniger für ihr Aussehen, sondern aufgrund ihrer Heilkräfte bekannt. Der Mythos rankt sich um das wilde Kraut. Der Engel Gabriel habe es vom Himmel geschickt. Ein frommer Mann soll die Pflanze gefunden und erfolgreich gegen die Pest eingesetzt haben. So erhielt die Gattung ihren Namen. Offiziell brachten sie die Wikinger nach Mitteleuropa.

Blatt

Die Blätter der Engelwurzen sind groß, hellgrün und sind unterschiedlich gefiedert. Ihre Blattscheide ist bauchig. Im Winter frieren die Blätter ab und wachsen im Frühjahr darauf erneut nach. Tragblätter, die die sogenannte Hülle der Dolde bilden, fehlen oft. Oder es sind wenige linealische Tragblätter vorhanden.

Blüte

Die großen, doppeldoldigen Blütenstände blühen im Juli und August. Sie sind end- oder seitenständig. Die Dolde spaltet sich in mindestens zehn kugel- oder halbkugelförmige Döldchen auf. Ihre Blüten haben, je nach Art, eine weiße, gelbliche, grünliche oder rosa bis violette Färbung. Sie sind klein, zwittrig und vormännlich. Ihre Spitze ist schmal und meist leicht eingebogen.

Frucht

Die Früchte der Angelica sind eiförmig bis rund und seitlich abgeflacht. Sie zerfallen in zwei Teile mit jeweils fünf Rippen. Die vier seitlichen Rippen sind meist breiter oder geflügelt. Die Früchte bilden sich nach der Bestäubung durch Insekten, bei Reife färben sie sich gelblich oder braun.

Wuchs

Die Arten der Angelica sind zwei- bis mehrjährige Kräuter. Sie bilden Pfahlwurzeln oder Rhizomen (unterirdische Erdsprosse). Die Stängel sind hohl und wachsen bis zu 2,5 Meter aufrecht in die Höhe. Sie sind gerillt und im oberen Teil verästeln sie sich. Die Stängel sind entweder kahl oder behaart. Die Blätter stehen wechselständig und ihre Blattstiele umfassen den Stängel mit der breiten Blattscheide.

Standort

Besonders gern wachsen Engelwurze auf feuchtem und nährstoffreichem Boden. Auf zu trockenem Boden gedeihen die Pflanzen nicht. Ihr idealer Platz ist sonnig bis halbschattig und windgeschützt. Aufgrund der Größe von bis zu über zwei Metern, braucht die Angelica ausreichend Platz. Die Aussaat erfolgt im Herbst oder Frühjahr. Auch vermehrt sich die Angelica von selbst.

Verbreitung

Die ursprüngliche Heimat der Angelica liegt in den gemäßigten Zonen der Nordhalbkugel, in Island, Grönland, Sibirien und Skandinavien. Heute gedeihen viele Arten auch in anderen Gebieten der Erde, vor allem in Eurasien, einige in Nordamerika und Nordafrika.

Nutzung

Engelwurzen dienen hauptsächlich als Heilpflanzen. Auch als Delikatessen finden Teile der Angelica einen Platz in der Küche. Sammelzeit für die Wurzel ist im frühen Frühjahr oder Spätherbst. Ihre wirksamen Inhaltsstoffe sind ätherische Öle und Bitterstoffe. Die Wurzel kommt zur Verwendung bei der Herstellung von Tee, Tinkturen, Ölen und Badezusätzen. Die Sammelzeit der Blätter ist noch vor der Blüte. Ihren Nutzen finden sie, wie die Stiele, als frischer Snack, alternativ getrocknet und zerkleinert als Würzmittel. Auch kandiert sind die Stiele eine beliebte Delikatesse.

Pflege/Schnitt

Die Aussaat im eigenen Garten ist rasch nach der Ernte zu tätigen, da die Samen nur kurz keimfähig sind. Nach der Pflanzung braucht die Angelica wenig Zuwendung. Nur an sehr trockenen Tagen ist sie ausreichend zu gießen. Vor allem anfänglich ist darauf zu achten, dass der Boden locker und frei von Unkraut bleibt. Das Schneiden ist nicht unbedingt nötig, aber empfiehlt sich für einen kräftigen Wurzelstock. Soll die Pflanze nach dem Blühen nicht absterben, empfiehlt sich das Abschneiden der Blütenköpfe vor der Samenbildung. Darauf bildet die Pflanze neue Seitentriebe aus.

Krankheiten/Schädlinge

Da Engelwurze robuste Pflanzen sind, gibt es wenige Krankheiten und Schädlinge. Besonders unter guten Bedingungen zum Wachsen und Gedeihen. Ein dennoch häufig gesehener Schädling ist die Blattlaus.

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