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Eigenschaften

  • meist fiederartige Laubblätter
  • vierzählige Blüten, gelb oder weiß
  • als Salatpflanze beliebt (Rucola)
  • in Trockengebieten beheimatet
  • schotenförmige Früchte

Doppelsamen

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Die Doppelsamen (bot. Diplotaxis) sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Kreuzblütengewächse. Die Pflanzengattung unterteilt sich in 32 Arten, die vorwiegend in der Alten Welt beheimatet sind. Doppelsamen sind ein- oder zweijährig. ausdauernd und krautig. Je nach Art sind die Pflanzenteile kahl oder behaart.

Die erstmalige Aufstellung dieser Pflanzengattung ist auf das Jahr 1821, auf Augustin Pyrame de Candolle zurückzuverfolgen. Der Gattungsname besteht aus den griechischen Wörtern diplo für doppelt und taxis für angeordnet. Durch ihre robusten und anspruchslosen Eigenschaften wachsen Doppelsamen vorwiegend auf trockenen, steinigen und unwirtlichen Böden. Die Laubblätter sind bei den diversen Arten unterschiedlich angeordnet, während sie artenübergreifend identische Blütenmerkmale aufweisen. Die häufigsten und artenreichsten Vorkommen sind im Mittelmeerraum und in den nordafrikanischen und indischen Wüstenregionen verzeichnet. In Mitteleuropa wachsen drei Arten der Gattung Diplotaxis. Dort, wo andere Pflanzen wenig Nährstoffe vorfinden, gedeihen Doppelsamen gut.

Blatt

Bei den meisten Doppelsamenarten sind die mittel- bis dunkelgrünen Laubblätter fiederlappig oder fiederteilig. Bei wenigen Arten ist das Laub ungeteilt und sieht nierenförmig, oval bis spitz zulaufend aus. Das Laub ist behaart oder kahl. Bei behaarten Blättern erscheint die Grundfarbe optisch silbrig bis grau. Das unbehaarte Laub zeigt sich in einem satten Mittel- oder Dunkelgrün. Die Blattunterseite ist heller als die Oberfläche und nimmt bei allen Arten der Diplotaxis eine graugrüne bis silbrig-grüne Färbung an. Das Laub ordnet sich rosettenständig am Stiel, direkt über dem Erdreich, an. Am oberen Stängel wachsende Blätter sind gleichständig und gegenüberliegend.

Blüte

Die Blütenstände der Doppelsamen setzen sich aus vielen Einzelblüten zusammen und sind zu Beginn der Blütezeit schirmförmig. Im Laufe des Wachstums bilden sie lockere, traubenförmige Gesamtblütenstände. Die Blüte ist gelb, zwittrig und vierzählig. Die Kelchblätter stehen aufrecht, leicht oder nicht gesackt. Die Kronblätter sind hell- bis mittelgelb, seltener sonnengelb oder weiß. Doppelsamen besitzen einfache Staubfäden von geringer Größe. Jede Blüte hat vier unterschiedlich große Nektarien in Nieren- oder Zungenform. Die Blüten sind abgeflacht und schmal.

Frucht

Doppelsamen bilden flache, schnabelförmig zulaufende Schotenfrüchte in linearer Form. Die Fruchtklappen haben einen deutlichen, dicken Mittelnerv. Bereits bei den geschlossenen Schoten sind die beidseitig vorhandenen Samenanlagen verdickt. Die Keimblätter sind rinnenartig und längs gefaltet. Die Schote wirkt leicht zusammengedrückt und hat einen marginal gebogenen Schnabel.

Wuchs

Die Pflanzen wachsen aufrecht, stark verzweigt und im Regelfall krautig. Je nach Art handelt es sich um ein- bis zweijährige, oder mehrjährig ausdauernde Pflanzen. Ein typisches Merkmal aller Doppelsamen sind die langen und schlanken, runden Stängel, die bei den meisten Arten über das krautige Laub hinausragen. Die Blütenstände überragen das Laub bis um einige Zentimeter. Die in Trockengebieten wachsenden Arten sind in der oberen Hälfte kahl. Die Belaubung über dem Erdreich ist dicht und rosettenartig um den Stängel angeordnet.

Standort

Diplotaxis bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Mit trockenen, steinigen und unwirtlichen Böden kommen Doppelsamen gut aus. Sie finden auf Wiesen und in kultivierten Beeten optimale Wuchsbedingungen. Senken eignen sich nicht, da die Pflanzen auf Staunässe empfindlich reagieren. Gerne wachsen die Arten auf ebenen Flächen oder in hügeligen und bergigen Regionen und in reinen Trockengebieten.

Verbreitung

Doppelsamen wachsen auf den marokkanischen Inseln, in Ägypten und den meisten Flächen im arabischen Raum. Sie besiedeln Israel und Jordanien, Südosteuropa und Westasien sowie Pakistan, Nepal und die Himalaya-Region. Die größte Artenvielfalt ist in den Wüsten Nordafrikas und im Mittelmeerraum vorhanden. Auf mitteleuropäischem Territorium sind wildwachsend drei Arten beheimatet. Doppelsamen bevorzugen trockene Böden. Sie wachsen in Mauerspalten, auf Geröllhängen und in steinigen Böden.

Nutzung

Die meisten Arten sind keine Nutzpflanzen. Nur ein Doppelsame hat sich weltweit als gesunde und nahrhafte Delikatesse etabliert. Der Schmalblättrige Doppelsame, auch unter dem Namen Wilde Rauke oder Stinkrauke bekannt, ist eine beliebte Gewürz- und Salatpflanze. Diese Doppelsamenart ist als Rucola in der mediterranen und gehobenen Küche bekannt. Rucola ist aufgrund seiner scharfen Senföle beliebt und schmeckt herrlich aromatisch.

Pflege/Schnitt

Doppelsamen sind anspruchslos und pflegeleicht. Sie schätzen trockene Böden und erreichen dort eine Wuchshöhe bis zu einem Meter. Dient der Anbau von Rucola dem Verzehr, ist die Blüte zugunsten der Blattentwicklung zu kappen. Nach dem Entfernen der Blüten, entwickeln sich die essbaren Laubblätter aromatischer und größer.

Eine spezielle Pflege benötigen Doppelsamen nicht. Der ideale Standort bietet ganztägig Sonne. Auch bei Starkregen lässt er keine Staunässe zu. Möglich ist der Anbau im Pflanzkübel, im Staudenbeet oder im Steingarten. Hier benötigen alle Diplotaxis Arten einen durchlässigen, nährstoffreichen und bevorzugt trockenen Boden. Wassergaben erfolgen mäßig und in den frühen Morgen- und Abendstunden.

Krankheiten/Schädlinge

Doppelsamen droht die Gefahr, durch Pflanzenschädlinge zu erkranken. Vor allem der Erdfloh, der trockenheitliebende Pflanzen befällt, ist ein Risiko. Der mehrjährige Rucola wird von Erdflöhen in seinem Wuchs beeinträchtigt. Andere Schädlinge, beispielsweise die Kohlfliege, schränken das Wachstum ein. In extrem feuchten Sommern oder am ungünstigen Standort neigen Doppelsamen zur Blattfleckkrankheit. Da sich diese Krankheit auf andere Pflanzen im Umfeld überträgt, sind betroffene Pflanzen zu entfernen.

Falscher Mehltau äußert sich durch weiße und an Spinnmilben erinnernde Ablagerungen auf der Blattoberfläche. Bei Früherkennung und der Entfernung der geschädigten Pflanzenteile, lässt sich die übrige Pflanze retten. Bei falschem Mehltau handelt es sich, im Gegensatz zum Echten Mehltau, nicht um eine Pilzerkrankung. Der Rucola ist trotz des Befalls mit falschem Mehltau essbar. Die Blattfleckkrankheit entsteht durch zu viel Dünger, den die Doppelsamen nicht benötigen.

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