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Eigenschaften

  • bevorzugen Standorte an Gewässern
  • wachsen wächst niedrig liegend
  • teilweise im Bestand gefährdet
  • würzig-scharfer Geschmack
  • hoher Gehalt an Vitamin C

Brunnenkressen

Gattung Nasturtium ab €3.60 kaufen
     
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Brunnenkressen (bot. Nasturtium) bilden eine Gattung innerhalb der Familie der Korbblütler, die fünf Arten umfasst. Die europäischen Vertreter dieser Gattung sind die Echte Brunnenkresse und die Kleinblättrige Brunnenkresse. Drei außereuropäische Arten komplettieren die Gattung. Diese Brunnenkresse-Arten wachsen in Florida, Marokko und im Gebiet um Kalifornien und Mexiko.

Die Arten der Nasturtium bevorzugen sehr wasserreiche Standorte und wachsen hauptsächlich an Bachläufen und Gewässern. Die Echte Brunnenkresse gedeiht unter bestimmten Vorraussetzungen auch im heimischen Garten. Sie sieht dem bitteren Schaumkraut ähnlich und beide Pflanzen bevorzugen den gleichen Lebensraum. Eine Verwechslung ist ungefährlich.
Die Echte Brunnenkresse ist für ihren frischen, würzigen Geschmack beliebt und bekannt. Ihr Name leitet sich vom althochdeutschen Wort cresso ab, was soviel wie scharf bedeutet. Wegen dieses Geschmacks fand sie schon bei den alten Römern und Griechen in der Küche Verwendung.
Zwischen dem 17. und dem 19. Jahrhundert war die Brunnenkresse als Küchenkraut beliebt. Der Anbau fand auf großen Flächen statt und verlor später an Bedeutung. Mittlerweile kommt die Brunnenkresse erneut in Mode. Sie wächst heute vor allem in England, wo es ausreichend frisches Oberflächenwasser gibt. Die kleinblättrige Brunnenkresse kommt fast ausschließlich in ihrer Naturform vor und ist mittlerweile in vielen Regionen eine gefährdete Pflanzenart.
Von Mai bis Juli zeigt die Echte Brunnenkresse ihre kleinen, weißen Blüten. Die Pflanze begeistert in erster Linie wegen ihres Geschmackes, als Zierpflanze ist sie unscheinbar.

Blatt

Die Arten der Nasturtium haben meist unpaarig gefiederte Blätter. Sie sind stängelständig und gestielt. Der Rand ist oft glatt, seltener gezähnt.

Blüte

Die Arten dieser Gattung haben zumeist kleine weiße oder rosa Blüten, die in Trauben zusammenstehen. Sie sind zwittrig und vierzählig. Die Kelchblätter sind länglich und wachsen aufrecht oder aufsteigend. Die Blütenblätter sind länglich und umgekehrt eiförmig. Sie sind schmaler und länger als die Kelchblätter. Der Nektar befindet sich meist tief unten in den Kelchblättern.

Frucht

Die Früchte der Brunnenkressen treten in Form von kleinen Schoten auf. Sie sind meist kurz und linealisch und haben eine leichte Mittelader. Sie haben einen kurzen Griffel und die Samen sind in ein bis zwei Reihen angeordnet.

Wuchs

Die Vertreter der Gattung Nasturtium sind ausdauernde, krautige Pflanzen. Sie wachsen auf rund zehn bis 100 Zentimeter Höhe heran. Meist wachsen sie niedrig liegend.

Standort

Brunnenkressen wachsen in der Natur an Bachläufen und Gewässern. Sie brauchen einen feuchten Standplatz, bevorzugt im Halbschatten liegend. Vollsonnige Standorte vertragen die Pflanzen dieser Gattung nicht. Da Brunnenkressen eine ständige Wasserzufuhr benötigen, ist es sinnvoll, sie in einen Gartenteich zu setzen.

Die Echte Brunnenkresse wächst im Gartenbeet auf undurchlässigen Böden, die die Feuchtigkeit gut speichern. Um eine konstante Feuchtigkeit zu garantieren, eignet sich ein fest installierter Wasserzulauf. Alternativ wächst die Brunnenkresse in einem wasserdichten, in die Erde gesetzten Pflanztopf.

Verbreitung

Die Arten der Gattung Nasturtium sind in Europa, Nordafrika, Asien und Nord- bis Zentralamerika verbreitet. Da die echte Brunnenkresse eine beliebte Nutzpflanze ist, kommt diese Art heute in fast allen Ländern der Welt vor. Die kleinblättrige Brunnenkresse, die in der Regel nicht als Kulturpflanze wächst, ist mittlerweile in vielen Teilen Europas im Bestand gefährdet.

Nutzung

Die Echte Brunnenkresse ist eine beliebtes Würzpflanze und ein wirkungsvolles Heilkraut. In Form von Tee hilft sie traditionell gegen Erkältungsbeschwerden und Verdauungsprobleme. Der Sud beruhigt unreine Haut und Ekzeme und regt den Appetit an. Brunnenkresse hat einen hohen Gehalt an Vitamin C und gilt seit jeher als Aphrodisiakum.

Pflege/Schnitt

Solange Brunnenkressen genügend Wasser zur Verfügung haben, kommen sie ohne Dünger und Rückschnitt aus. Ein Schnitt erfolgt zur Ernte des Würzkrauts. Um das Wachstum zu fördern, ist es sinnvoll, die Blüten nach der Blütezeit zu entfernen. Pflanzen, die in einem Pflanzbehälter wachsen, brauchen im Winter einen frostfreien Platz.

Krankheiten/Schädlinge

Schnecken und Blattläuse schätzen die Brunnenkresse als Leckerbissen. Der falsche Mehltau befällt vor allem Echte Brunnenkresse, die in stehendem Wasser wächst. Der Befall zeigt sich an der Blattunterseite als weißer Belag. Befallene Pflanzen sind ungenießbar. Bedingt durch die hohe Feuchtigkeit, neigen Brunnenkressen zu Fäulnis und Schimmel.

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