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Eigenschaften

  • dekorative Blütenstauden
  • Arzneipflanzen
  • angenehm duftend
  • mehrjährig
  • winterhart

Baldriane

Gattung Valeriana ab €3.10 kaufen
     
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Baldriane (bot. Valeriana) sind eine Pflanzengattung in der Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae). Sie gehören darin zur Unterfamilie der Baldriangewächse (Valerianoideae), die 150 bis 250 Arten umfasst. Baldriane wachsen meist als mehrjährige, ausdauernd krautige Pflanzen. Sie sie kommen selten auch als Sträucher vor.

Der Echte Baldrian (Valeriana officinalis) aber auch andere Baldriane zählen zu den ältesten Heilkräutern der Pflanzenheilkunde. Bereits der griechische Arzt Hippokrates verwendete die getrockneten Wurzeln. Aus ihnen lassen sich Tinkturen, Öle oder Salben gewinnen.
Die wissenschaftliche Erstbeschreibung der Gattung Valeriana stammt aus dem Jahre 1753 von dem schwedischen Botaniker Carl von Linné. Der botanische Name geht vermutlich auf das lateinische Verb valere für "kräftig sein" oder "gesund sein" zurück oder erinnert an den Gott Balder aus der nordischen Mythologie.

Blatt

Baldriane besitzen einfache oder geteilte grüne Blätter. Sie stehen gegenständig an den behaarten Stängeln. Bei einigen Arten sind die Laubblätter unpaarig gefiedert. Die Länge der Blattspreite unterscheidet sich artabhängig. Die Grundblätter sind bei vielen Arten ungeteilt.

Blüte

Meist bilden die Pflanzen aus der Gattung Valeriana endständige schirmrispige Blütenstände. Die einzelnen zwittrigen Blüten sind drei- bis fünfzählig. Sie verfügen über zwei Blütenhüllblattkreise. Die Kronblätter sind verwachsen. Die Blüten weisen bis zu drei Staubblätter auf. Die Fruchtblätter sind zum Fruchtknoten verwachsen. Die luftigen Blüten sind weiß oder rosafarben und duften angenehm.

Frucht

Nach der Blüte bilden sich bei den meisten Baldrianen einsamige, wenige Millimeter große Nussfrüchte. Deren Verbreitung erfolgt durch Wind, Wasser oder Tiere.

Wuchs

Baldriane wachsen in der Regel aufrecht. In Mitteleuropa kommen Baldrian-Pflanzen meist an Weg- und Waldrändern, auf Wiesen, aber auch in felsigen Bergregionen vor. Im Himalaya gedeihen einige Arten bis in 5.500 Meter Höhe. Die Pflanzen sind robust und winterhart. Die Wuchshöhen variieren und reichen von fünf Zentimeter bis über zwei Meter Höhe. Typisch für Baldriane sind die kurzen Rhizome, die leicht behaarten Stängel und die schirmrispigen weißen oder rosa Blütenstände.

Standort

Europäische Baldriane kommen vorwiegend auf sonnigen bis halbschattigen Standorten vor. Viele Arten gedeihen auf feuchten, nassen und nährstoffreichen Böden wie auf kargen oder trockenen Untergründen.

Verbreitung

Baldrian-Pflanzen kommen fast weltweit vor. Die verschiedenen Arten wachsen angepasst an unterschiedlichste Naturräume. Sie sind auf flachen Ebenen auf Meereshöhe beheimatet und kommen bis in extreme Gebirgsregionen des Himalaya auf 5.500 Meter Höhe vor.

Nutzung

Einigen Baldrian-Arten sind seit Jahrtausenden für medizinische Zwecke von großem Wert Alle Arten enthalten ätherische Öle und Alkaloide. Baldrian-Präparate dienen in der Pflanzenheilkunde als Beruhigungs- und Schlafmittel. Es lassen sich Tinkturen oder Trockenextrakte herstellen. Manche Arten liefern kostbare Öle und Salben. Auch in der Parfüm-Herstellung finden Baldriane ihren Einsatz. Baldriane fehlen in kaum einem Heil- oder Apothekergarten.

Baldrian-Pflanzen sind dekorative Duft- und Zierpflanzen in heimischen Gärten. Ihre Blüten liefern Nektar und Pollen für viele Insekten. Sie schmücken Staudenbeete oder Teichränder und kommen vor allem in einer Gruppenpflanzung zur Geltung.

Pflege/Schnitt

Die Pflanzen der Gattung Valeriana sind anspruchslos, winterhart und mehrjährig. Sie benötigen wenig spezielle Pflege. Damit sich die Pflanzen nicht ungewollt zu stark vermehren, sind die verwelkenden Blütenstände zu entfernen.

Krankheiten/Schädlinge

Baldrian-Pflanzen zeigen sich unanfällig für Krankheiten und Schädlinge. Einige Arten neigen zu einem gelegentlichen Blattlaus-Befall.

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