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Eigenschaften

  • immergrün oder selten laubabwerfend
  • Wärme und feuchte Böden liebend
  • teilweise ausladende Blätter
  • steinfruchtartige Früchte
  • Stämme mit großem Durchmesser

Sabiaceae

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Die Pflanzenfamilie der Sabiaceae (bot. Sabiaceae) umfasst drei Gattungen: Meliosma, Ophiocaryon sowie Sabia. Es sind mehr als 100 Arten bekannt. Die meisten Arten umfasst die Gattung Meliosma. Es handelt sich um immergrüne oder Bäume und Sträucher, die ihr Laub selten abwerfen, sowie Lianen und Rankengewächse.

Dornen oder Stacheln sind bei wenigen Spezies vertreten. Außerdem sind die Pflanzenteile fein behaart. Die Arten der Sabiaceae lieben Wärme und hohe Luftfeuchte, sodass sie sich in tropischen Klimazonen wohlfühlen. Sie sind sowohl in Südamerika als auch in Südostasien verbreitet. Vermutlich entwickelten sich diese Pflanzen vor 122 bis 118 Millionen Jahren. Fossile Funde lassen darauf rückschließen.

Blatt

Die kraut- oder lederartigen Blätter sind spiralförmig bis zweireihig angeordnet und fallen bei manchen Arten ausladend aus. Die Blätter sind am Stiel verholzt und weisen sägezahnartige oder glatte Blattkanten auf. Stipeln (Nebenblätter) kommen nicht vor. Die eingefaltete Vernation (Knospenlage) ist bei vielen Arten mit Drüsen übersät. Die Nerven sind gefiedert angeordnet und verlaufen brochidodrom, bilden also Schlingen, bevor sie in einen anderen Nerven einmünden.
Die Arten der Sabiaceae sind üblicherweise hypostomatisch (Stomata sind nur auf der Blattunterseite zu finden). Die Stomatasind anomozytisch (ohne Nebenzellen) oder parazytisch (mit zwei zu den Schließzellen parallelen Nebenzellen) angelegt.

Blüte

Der Blütenstand ist in end- oder achselständigen Rispen angelegt und bei vielen Arten auf eine einzelne achselständige Blüte reduziert. Zymen (Trugdolden) oder Blütentrauben sind nur selten aufzufinden. Die kleinen Blüten sitzen auf kurzen Blütenstängeln. Sie sind weißlich bis gelblich gefärbt und üblicherweise pentamer (aus fünf Blütenblättern) zusammengesetzt. Entweder sind sie aktinomorph (radiärsymmetrisch) oder zygomorph (eine einzige Symmetrieebene aufweisend) angelegt. Deckblätter können zahlreich vorkommen, bei einigen Arten fehlen sie.
Im Unterschied zu den Blüten der meisten anderen Pflanzen stehen Kelch-, Kron- und Staubblätter, die fünfzählig pro Blüte angelegt sind, auf denselben Radien.

Die Anthese (Zeitdauer von dem Ausbilden der Knospe bis zum Verblühen der Blüte) fällt extrem kurz aus. Bei der leichtesten Berührung der Blüten öffnen diese sich explosionsartig gemeinsam mit den Staubbeuteln, sodass diese Pollen in die Luft schleudern.

Vor allem die Beschaffung der Blüten unterscheidet Arten der Meliosma von denen der beiden anderen Genera. Die Blütenblätter sind ungleichmäßig gestaltet und beinhalten zwei stark reduzierte, innere Blütenblätter. Die Staminodien sind mit lateralen (seitlichen) Hohlräumen ausgestattet, die dazu dienen, den Staubbeutel aufzunehmen.

Frucht

Die gebogenen, flachen Früchte sind steinfruchtartig aufgebaut: Der Samen im Inneren ist von einem verholzten Kern umgeben. Das Endokarp ist von steiniger oder krustiger Konsistenz. Zumeist sind die Früchte monospermatisch und ein- oder zweifächerig. Zum Teil sind sie schizokarp, brechen also bei der Fruchtreife auf.

Wuchs

Die Bäume und Sträucher der Gattungen Meliosma und Ophiocaryon zeichnen sich durch verhältnismäßig dicke Stämme mit großem Durchmesser aus. Sekretorische Aushöhlungen lassen sich nicht finden, dafür aber komplexe unilakunäre Holzkröpfe(Maserknollen). Die circa 30 Arten des Genus Sabia suchen sich kletternd ihren Weg zum Sonnenlicht. Ihre Ranken neigen dazu, zu verholzen.

Das Indument (botanische Bezeichnung für das Haarkleid einer Pflanze) kann sich aus sehr feinen, weichen und kurzen Haaren, die an zarten Flaum erinnern, zusammensetzen. Manche Vertreter der Familie der Sabiaceae sind gänzlich haarlos. Zumeist handelt es sich bei den Gewächsen dieser Familie um Hermaphroditen, vereinzelt sind sie polygamodiözisch (polygam und diözisch (zweihäusig) innerhalb einer Spezies).

Standort

Der natürliche Lebensraum der Arten der Sabiaceae ist gekennzeichnet durch reichlich Zugang zu Wasser und warme Umgebungstemperaturen. Dies trifft vor allem auf humide Bereiche an Flüssen in tropischen Wäldern und Regenwäldern zu.

Verbreitung

Die Arten der Sabiaceae benötigen sowohl einen feuchten Boden als auch warme Temperaturen. Daher sind sie heimisch in Süd- bis Südost-Asien bis hin zu den Salomon-Inseln sowie in tropischen Zonen Zentral- und Süd-Amerikas und Mexikos.
Die zugehörigen Arten der Gattung Meliosma erstrecken sich über das gesamte Verbreitungsgebiet der Sabiaceae: Zentral- und Süd-Amerika, Mexiko, die Antillen, Süd- und Südost-Asien.
In Süd- bis Südost-Asien bis zu den Salomon-Inseln kommen die Arten der Sabia vor. Die Arten der Gattung Ophiocaryon sind im tropischen Süd-Amerika angesiedelt.

Nutzung

Einige Arten der Meliosma bilden große und angenehm duftende Blütenripsen aus, sodass sie als Ziergehölze begehrt sind.

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Meliosma

Meliosma

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