Klassifikation

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  • Ordnung: Pfefferartige
  • Familie: Osterluzeigewächse
  • Gattung: 2 Einträge
  • Art: 2 Einträge
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Eigenschaften

  • unterschiedliches Aussehen, oft krautiges oder strauchiges Wachstum
  • wechselständig angeordnete Laubblätter, oft handnervig
  • viele Arten bilden Kesselfallenblüten aus
  • Bestäubung erfolgt durch Insekten
  • Inhaltsstoffe sind toxisch und karzinogen

Osterluzeigewächse

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Die Pflanzenfamilie der Osterluzeigewächse (bot. Aristolochiaceae) gehört zur Ordnung der Pfefferartigen (Piperales). Die Familie teilt sich in sieben Gattungen mit rund 410 bis 500 Arten auf. Die Angaben hinsichtlich der konkreten Anzahl der Gattungen und Arten unterscheiden sich in der Literatur teils stark voneinander.

Osterluzeigewächse sind in zwei Unterfamilien eingeteilt. Die Unterteilung erfolgt aufgrund des Vorhandenseins des Alkaloids Benzylisochinolin, einer stickstoffhaltigen chemischen Verbindung. Die erste Unterfamilie, Asaroideae, bildet das Alkaloid nicht, während die zweite Unterfamilie, Aristolochioideae, es ausbildet. Asaroideae ist in drei Gattungen mit über 100 verschiedenen Arten eingeteilt. Die zweite Unterfamilie ist mit vier Gattungen und bis zu 400 Arten zugleich die Artenreichste.

Blatt

Die gestielten Laubblätter der Aristolochiaceae sind wechselständig an der Sprossachse angeordnet. Oft sind sie handnervig. Dabei handelt es sich um ein Netz von mehreren Hauptnerven, die vom Spreitengrund strahlenförmig ausgehen.
Es gibt auch Arten mit einer fiederartigen Blattnervatur. Hier entspringen die zweireihig angeordneten Seitennerven einem Hauptnerv. Die Blattspreite kann einfach oder geteilt sein, wobei einfache Blattspreiten herzförmig sind. Geteilte Blattspreiten sind in der Regel handförmig oder dreiteilig. Nebenblätter sind nicht vorhanden.

Blüte

Die zwittrigen Blüten stehen entweder einzeln oder zusammen. Die Blütenstände können einfach oder verzweigt sein, seiten- oder endständig, zymös (die Hauptachse endet mit einer Blüte), traubig (gestielte Blüten entlang einer Sprossachse) oder ährig (ungestielte Einzelblüten an einer Hauptachse).

Die Blüten haben einen halbunterständigen oder unterständigen Boden. Dieser ist mit dem Blütenboden verwachsen oder in diesen eingesenkt. Die Kronblätter (Sepalen) setzen oberhalb an. Die Blütenhülle (Perianth) ist dreizählig, mit Ausnahme der Gattung Saruma. Bei manchen Arten sind die Blüten strahlig angeordnet, bei anderen zygomorph. Bei letzteren bilden sich die typischen "Kesselfallen" aus. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten, im Falle der Kesselfallenblüten durch Zweiflügler. Diese werden durch den unangenehmen Aasgeruch der Blüte sowie die an Aas erinnernde bräunliche Blütenfarbe angelockt.

Frucht

Die Früchte erscheinen in verschiedenen Varianten. Seltener bilden sie sich fleischig. Viele Arten bilden Kapselfrüchte aus. Beeren-, Nuss- oder Spaltfrüchte kommen seltener vor. Die Gattung Saruma bildet Balgfrüchte aus. Das so genannte Endosperm, das den Samen umgebende Nährgewebe, ist meist ölhaltig. Der Embryo im Sameninneren ist zur Samenreife ansatzweise bis schwach ausgebildet.

Wuchs

Hinsichtlich des Wuchses unterscheiden sich Aristolochiaceae stark voneinander. Der Habitus beinhaltet sowohl krautartig wachsende Arten als auch Sträucher oder Lianen. Der Wuchs erfolgt aufrecht, wobei Kletterpflanzen häufiger vorkommen. Manche Arten weisen ein sekundäres Sprosswachstum auf, sie bilden Stämme aus und erinnern in ihrer Optik an Bäume.

Verbreitung

Aristolochiaceae sind, mit Ausnahme der Arktis, weltweit verbreitet. In Mitteleuropa sind die Gewöhnliche Osterluzei oder auch Pfeifenblume (Aristolochia clematitis) sowie die Gewöhnliche Haselwurz (Asarum europaeum) heimisch.

Nutzung

In früheren Jahrhunderten waren manche Arten der Osterluzeigewächse in der volksmedizinischen Verwendung, da ihnen entzündungshemmende, krampflösende und fiebersenkende Wirkungen zugesprochen wurden. Hauptsächlich die Wurzeln und Samen waren für die Verwendung wichtig.
Seit 1981 dürfen diese Arzneimittel nicht mehr hergestellt, verkauft und zugelassen werden, da alle Osterluzeigewächse die giftige Aristolochiasäure enthalten. Der Stoff gilt als nephrotoxisch, nierenschädigend, sowie karzinogen, krebserregend. In der Homöopathie findet Aristolochia bis heute Anwendung.
In Nord- und Südamerika setzen die Ureinwohner manche Arten der Pflanzenfamilie heute noch zur Behandlung von Schlangenbissen ein.

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Pfeifenblumen (Aristolochia)
Pfeifenblumen

Aristolochia

Gattung
Haselwurzen (Asarum)
Haselwurzen

Asarum

Gattung
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