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Eigenschaften

  • verholzende Pflanzen
  • meist immergrün
  • hauptsächlich in der südlichen Hemisphäre verbreitet
  • nur schwach winterhart
  • kleine, radiärsymmetrische Blüten

Cunoniagewächse

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Cunoniagewächse (bot. Cunoniaceae) sind eine Pflanzenfamilie verholzender Gewächse. Etwa 300 bis 350 Arten sind bekannt. Die Cunoniagewächse gehören zur Gruppe der Rosiden und Eurosiden. Diese ist eine der zwei großen Ordnungsgruppen innerhalb der bedecktsamigen Pflanzen (Eudikotyledonen). Cunoniaceae zählen zur Ordnung der Sauerkleeartigen (Oxalides).

Die Rosiden entsprechen nach der Systematik der Angiosperm Phylogeny Group (APG) keiner definierten biologischen Einheit, sind deshalb kein eigenes Taxon. Die APG ist ein Projekt von Botanikern aus Europa und den USA. Seit den 1990er Jahren sammelt die Gruppe Daten und bewertet sie. Neue Ordnungen und Familien zur Kategorisierung der Pflanzen wurden 2009 veröffentlicht.

Blatt

Cunoniaceae besitzen Laubblätter mit Blattspreiten und Blattstiel. Die Blätter sind gegenständig oder quirlig angeordnet. Nebenblätter (Stipeln) sind vorhanden. Bei manchen Arten sind sie klein. Eine Gattung entwickelt große und auffällig löffelförmige Nebenblätter. Bei wirteligem Blattstand, sind die Stipeln miteinander verwachsen. Die Blätter werden bis zu 80 Zentimeter lang.

Überwiegend besitzen die Pflanzen ledrige Blätter mit den Formen. Sie erscheinen zusammengesetzt, dreiteilig oder unpaarig gefiedert. Die Blattränder sind meistens gezähnt. Die glatten Blattoberseiten sind glänzend. Bei einigen Arten sind die Unterseiten leicht behaart.

Blüte

    Die Blüten sind klein, radiärsymmetrisch und meist zwittrig. Der Aufbau variiert:
  • Blütenhüllblätter sind in Kelch- und Kronblätter gegliedert.
  • Kronblattähnliche Kelchblätter
Die Anzahl der Kelchblätter reicht von durchschnittlich fünf bis zehn Kelchblätter. Diese können frei oder mit der Basis verwachsen sein. Die Staubblätter sind in ein oder zwei Kreisen angeordnet. Die Anzahl der Staubblätter liegt zwischen vier und fünf. Zwei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen. Bei manchen Arten sind die Fruchtblätter frei (apokarp). Die Blüten wirken kugelig und sind in langen Rispen angeordnet. Manche Blütenstände erreichen eine Länge von bis zu 25 Zentimetern. Bei einigen Arten sitzen die Blüten in Trauben an Stamm oder dicken Zweigen. Diese Form der Blütenbildung nennt sich kauliflor. Cunoniaceae blühen oft weiß. Es gibt hellgelbe und cremefarbene Blüten. Manche Arten blühen rot bis rosa. Die Blüten vieler Arten duften nach Honig.

Frucht

    Die Früchte sind:
  • Kapselfrüchte, einige sind leicht behaart.
  • Steinfrüchte, bei denen nur die innere Fruchtwand verholzt. Die äußere Hülle besteht aus weichem Fruchtfleisch.
  • Nussfrüchte. Die kleinen Samen sind manchmal geflügelt.
  • Balgfrüchte haben eine trockene Fruchtwand und mehrere Samen. Sie entstehen aus den apokarpen Blüten und besitzen oft eine weiche Fruchthülle.

Wuchs

Cunoniagewächse sind Bäume, Sträucher oder Lianen. Viele davon sind immergrün. Die Bäume haben einen geraden Stamm mit rauer Rinde, die braun oder schwarz gefärbt ist. Die Krone ist rundlich oder hoch-oval und verzweigt.
In den Küstenregionen von New South Wales in Australien wachsen die Bäume einiger Arten bis zu zwölf Meter hoch. Die Breite der Krone beträgt zwischen drei und sechs Meter. Zweige und Blattstiele sind am Neuaustrieb mancher Arten hell- bis dunkelrot oder rosa.

Verbreitung

Die rund 23 Gattungen der Cunoniagewächse sind auf der Südhalbkugel verbreitet. Der Schwerpunkt liegt in Australien, Neuguinea und Neuseeland. Weitere Arten kommen in Neukaledonien, auf den Maskarenen und im südlichen Afrika sowie in Südamerika vor. Im Überblick entsprechen die Regionen dem erdgeschichtlichen Urkontinent Godwana.

Cunoniaceae benötigen feuchten Boden. Trotz ihrer ledrigen Blätter bevorzugen sie feuchte Luft in Regenwäldern. Eine Häufung von Gattungen und Arten liegt in den Regionen New South Wales, Queensland, Südaustralien. Eine bedeutsame Verbreitung haben die Cunoniagewächse auf den Philippinen.

Nutzung

Einige Gattungen sind in Arten in ihren Herkunftsländern als Zier- oder Nutzpflanzen verbreitet. Zunehmend kommen Auslesen zum Einsatz. In Mitteleuropa sind die Pflanzen nur eingeschränkt an geschützten Standorten und in milden Klimazonen etwas winterhart.

    Genutzt und angebaut werden die Pflanzen zu verschiedenen Zwecken:
  • Aufforstung beschädigter Waldgebiete in den Ursprungsländern.
  • Straßenbäume und Stadtbegrünung zur Luftverbesserung in Städten und Ballungsgebieten in den Heimatländern.
  • Zierbäume in Parks und Gärten in Australien, Neuseeland, Südafrika. Große endständige Dolden mit schönen roten Blüten und Duft werden von Menschen und Insekten bevorzugt. Der Kap-Löffelbaum (botanisch Cunonia capensis) ist in Südafrika wegen seiner großen Löffelblätter ein beliebter Zierstrauch.
  • Holznutzung für Möbel. Die Holzfarbe ist warmrot und gemasert. Das Holz der Gattung Scheinulmen (botanisch Eucryphia) ist hart und für Musikinstrumente begehrt.
  • Honiggewinnung von den Blüten der Gattung Scheinulmen. Der Honig aus Tasmanien heißt Leatherwood-Honig, ist cremig, gold-braun und leicht bitter.
  • Früchte entstehen an allen Arten und dienen unterschiedlichen Tieren als Nahrung. Die Art Davidsoniaceae, Davidson Pflaume, wird kultiviert. Sie zeichnet sich durch attraktiven rosa Austrieb und vielen rotbraunen Blüten an Stamm und Zweigen aus - ein reich tragender Obstbaum. Die Früchte sind eiförmig, purpur bis bläulich-schwarz gefärbt mit saftigem Fruchtfleisch.
  • Zierpflanzen in Mitteleuropa sind nur sehr gering frosthart. Im Sommer im Freien, im Winter kühl, erfreuen Cunoniagewächse als Kübelpflanzen über viele Jahre.

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Scheinulmen (Eucryphia)
Scheinulmen

Eucryphia

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