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Eigenschaften

  • schöne Blüten
  • wachsen ausdauernd
  • homöopathische Heilpflanze
  • weit verbreitet
  • enthalten giftige Stoffe

Zeitlose

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Die Zeitlose (bot. Colchicum) ist mit ihren 100 zugehörigen Arten eine verbreitete Pflanzengattung Europas und Asiens. Sie gehört zu der Familie der Zeitlosengewächse und damit zur Ordnung der Lilienartigen (Liliales). Die Zeitlosen als Gattung definierte der schwedische Botaniker Carl von Linné (1707-1787).

Die Kolchi, ehemaliges Gebiet des westgeorgischen Königreichs, verhalfen der Zeitlosen zu ihrem botanischen Namen. Die zugehörige Art, Colchicum variegatum, stellt den Bezug mit dieser Region her, da sie sich dort zu einem großen Teil verbreitet. Zahlreiche Geschichten der griechischen Mythologie verorten sich an der georgischen Küste, darunter etliche über die Giftmischerin Medea, der Tochter des Königs von Kolchi. Colchicum setzt sich aus den beiden Untergattungen Eucolchicum und Archicolchicum zusammen. Die hierzulande bekannteste Art der Zeitlosen ist die sogenannte Herbstzeitlose (Colchicum autumnale). Diese ist eine für den menschlichen Verzehr giftige Pflanze, die trotz dessen in der Homöopathie zum Lindern von Verdauungs- und Gelenkbeschwerden ihren Nutzen findet. Wissenschaftlich zählt diese Art zu der Untergattung Eucolchicum.

Blatt

Die Blätter sind artabhängig von breiter Struktur, schmal oder lanzettförmig. Am ehesten lassen sie sich mit den Blättern einer Tulpe vergleichen. Sie entspringen direkt an der Sprossachse, sind also grundständiger Natur und besitzen an der Basis Blattscheiden.

Blüte

Die Blüten der Zeitlosen sind zwittrig und meistens zu dritt an einer Pflanze anzutreffen. Sie ordnen sich zirkulär symmetrisch in mehreren Ebenen an. Die Farben reichen von rosa, hellviolett, purpur, weiß und gelb. Die Blütenblätter ähneln in ihrer Form denen der Lilien und sind als Perigonblätter bezeichnet. Sie sind nicht kelch- oder kronenartig angeordnet, sondern ergeben in ihrer Position eine gleichmäßige Blütenhülle. Die Blüten des äußeren Kranzes sind artabhängig länger als die des Innenkranzes.

Da die Zeitlosen zu den Bedecktsamern gehören, besitzen sie zusätzlich Staubblätter, welche die Blütenpollen der Pflanze erzeugen. Diese ordnen sich zu zwei Kreisen mittig an. Wie bei den meisten Bedecktsamern vorhanden, besitzen auch die Zeitlosen sogenannte Fruchtblätter weiblichen Geschlechts, die den Samen als schützende Kammer dienen. Die Blütezeit variiert von Art zu Art. Die Herbstzeitlosen blühen von September bis Oktober.

Frucht

Zeitlose besitzen eine Kapselfrucht. Diese enthalten die Samen der Pflanze. Sie setzen sich bei der endgültigen Reife frei, indem sich die Kapsel aufbläst und ihre aus drei Blättern bestehende Wand eröffnet. An den Samen hängen Elaiosome, vor allem für Ameisen gehaltvolle, gelblich verfärbte Fettkörper. Sie sichern den Weitertransport der Samen durch Ameisen (Myrmekochorie) und gewährleisten somit das Vermehren der Pflanzen.

Wuchs

Als ausdauernde Pflanze bei Botanikern beliebt, bildet die Zeitlose eine unterirdische Sprossknolle aus, um sich vor äußeren Umwelt- und Wettereinflüssen zu schützen. Damit gehört diese Gattung zu den Knollengewächsen. Aus dieser Knolle entstehen direkt die Blüten, selten erwächst zuvor ein längerer Blütenstandschaft. Die Pflanzen erreichen unterschiedliche Höhen, meist erreichen sie eine Größe von 10 bis 25 Zentimetern.

Standort

Arten der Gattung Colchicum bevorzugen sandige bis lehmige Bodenverhältnisse. Im Idealfall ist die Erde humusreich, kalkhaltig und feucht. Lichtverhältnisse von Sonne bis Halbschatten sind optimal für die Zeitlosen.

Verbreitung

Mit dem Schwerpunkt Vorderasien verteilen sich die Zeitlosen über den ganzen europäischen und asiatischen Kontinent. Von Südirland bis zum Westen der Ukraine, Türkei, Georgien und Griechenland finden sich Vertreter dieser Gattung. Auch in Teilen Nordafrikas wachsen Zeitlose in freier Natur.

Nutzung

Für den menschlichen Verzehr sind vor allem die Arten Colchicum autumnale und Colchicum variegatum ungeeignet, da sie giftige Stoffe enthalten. Die Pflanzen sind robust und blühen mehrjährig. Da sie schöne Blüten ausbilden, bilden sie eine optische Zierde. In den kälteren Monaten verleihen die spätblühenden Gewächse ansonsten kargen Grünlandschaften Farbe und Leben.

Pflege/Schnitt

Bezüglich Standort und Boden benötigen Zeitlose keine besondere Pflege. In ihrer Ruhezeit, in ausreichender Bodentiefe und an einem sonnigen Standort finden die Knollen ideale Bedingungen zum Keimen. Ihre erste Blüte entsteht vier Wochen später.

Krankheiten/Schädlinge

Grauschimmel und Schneckenbefall sind mögliche Komplikationen beim Anpflanzen der Zeitlosen. Der Pilz ist als grauer, fellartiger Film auf der Blattoberfläche zu erkennen. Die befallenen Blätter und Blüten sind direkt zu entfernen, um das Ausbreiten zu vermeiden.

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