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Eigenschaften

  • Gattung krautiger, ausdauernder Frühblüher
  • Blütenfarbe je nach Art gelb, weiß und rosé
  • bis zu 15 Zentimeter hohe Pflanzen
  • zart gefiedertes Laub umhüllt den Blütenstand
  • bilden prächtige Blütenteppiche

Winterlinge

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Die Gattung der Winterlinge (bot. Eranthis) gehört als Frühblüher zu den ersten Blüten des Jahres. Sie ist Bestandteil der Familie der Hahnfußgewächse (Ranunculaceae) und umfasst sieben bis neun Arten. Die winterharten Geophyten überdauern trockene Perioden und Frost mit Hilfe von Rhizomen als Speicherorganen.

Eranthis sind in Eurasien, vor allem in Südeuropa zu Hause. In Nordamerika gedeihen sie als Neophyten, sie haben sich hier nachträglich etabliert. Der Name Eranthis ist aus dem Griechischen abgeleitet, in dem éar für Frühling und ánthe für Blüte steht. Das Wachstum der ausdauernden, krautigen Pflanzen beginnt im Februar und Schnee behindert ihn nicht. Es setzt bei Temperaturen um den Gefrierpunkt ein. Winterlinge, in der Hauptsache ihre Rhizome, enthalten Glycoside, die für den Menschen giftig sind. Ihre Pflanzensäfte verursachen unter Umständen Irritationen der Haut. Nach neueren Erkenntnissen ist die Gattung der Eranthis jedoch weniger giftig, als vor Jahren angenommen.

Blatt

Pflanzen der Gattung Winterlinge weisen ein bis drei grundständige Laubblätter auf, die sich kurz unter den Blüten befinden. Sie erwecken den Eindruck eines Spiegelbildes der Blüte. Die Laubblätter bilden sich an einem bis zu zehn Zentimeter langen Stängel aus. Die Blattspreite ist zart gefiedert, bei anderen Arten gelappt. Die Ränder der einzelnen lanzettförmigen Blattsegmente sind unregelmäßig gezähnt. Die kleinen Blätter werden 0,5 bis drei Zentimeter lang. Sie wachsen leicht herabhängend. Die Farbe des Laubes variiert in Abhängigkeit von der Art von Bronze-Braun bis Hellgrün.

Blüte

Winterlinge bilden im Februar und März endständige einzelne Blüten aus. Sie sind radiärsymmetrisch und haben fünf bis zehn Blütenblätter. Wie bei allen Hahnenfußgewächsen erscheinen die farbigen Blütenblätter als Kelchblätter. Die Kelchblätter der Winterlinge sind länglich bis eiförmig. Die Kronblätter bildet die Pflanze zu tütenförmigen Nektarien um.
Die zwittrigen Blüten sind glänzend goldgelb, weiß, rosé und gelbgrün. Sie erreichen eine Größe von bis zu drei Zentimetern und sind ungefüllt. Die Blüten verströmen einen frischen, süßen Duft. Die frühblühende Gattung der Eranthis ist im Frühjahr eine der erste Bienenweiden und dient anderen Insektenarten als frühe Nahrungsquelle.

Frucht

Nach der Blüte bildet die Gattung der Winterlinge hellbraune, zart quergestreifte Balgfrüchte, sogenannte Streufrüchte, aus. Vier bis neun dieser Balgfrüchte stehen zusammen. Sie bestehen aus einer trockenen, lederartigen Fruchtwand, die mehrere Samen umhüllt, und sind zwei bis drei Millimeter lang. Die eiförmigen Samen sind anfangs gelb und nehmen nach der Reife eine braune Farbe an. Sie streuen sich im Mai und Juni aus.

Wuchs

Die krautigen, ausdauernden Eranthis-Gewächse treiben bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt aus. Ihre dunkelbraunen, unregelmäßigen Rhizome mit zahlreichen knollenförmigen Segmenten dienen als Nährstoffspeicher und ermöglichen den frühen und sehr schnellen Austrieb. Aus den Rhizomen bilden sich zehn bis fünfzehn Zentimeter lange, hellgelbe, zunächst liegende Stängel, die sich beim Aufrichten in kräftiges Grün färben. Später umgibt eine elegant gefiederte Hochblatthülle die Blüten der Winterlinge. Die Wuchsbreite von Eranthis beträgt zehn bis zwölf Zentimeter. Die Pflanzen ziehen bis Ende Juni ein. Winterlinge verbreiten sich schnell und bilden prächtige Blütenteppiche.

Standort

Eranthis-Gewächse bevorzugen einen halbschattigen bis sonnigen Standort in windgeschützter Lage. Winterlinge benötigen ein tiefgründiges, lockeres, humoses und mäßig nährstoffreiches Substrat und sind kalktolerant. Sie lieben einen schwach sauren bis leicht alkalischen, mäßig sauren Lehmboden.

Verbreitung

Die Heimat der Gattung der Winterlinge sind Eurasien und Südeuropa. In Frankreich, Süditalien, Ungarn, Bulgarien und der Türkei wachsen die Eranthis-Pflanzen in feuchten Laubwäldern und an Weinbergen. In deutschen Gärten finden sich Winterlinge seit dem 16. Jahrhundert kultiviert. Joachim Camerarius, ein deutscher Botaniker und Naturforscher, brachte die Pflanzen von einer Italienreise mit und pflanzte sie 1588 in seinen Garten.

Nutzung

Die Winterlinge dienen häufiger als Zierpflanzen. Eranthis-Gewächse eignen sich als Frühjahrsschmuck von Gärten, Parks und Rabatten. Sie erblühen noch vor den Schneeglöckchen und eröffnen den Blütenreigen des Frühlings. Winterlinge eignen sich vorzüglich zum Unterpflanzen von Laubgehölzen. Die zierlichen, fragilen Blütenpflanzen entfalten ihre Pracht in Gruppen am Besten.

Pflege/Schnitt

Pflanzen der Gattung der Winterlinge sind bemerkenswert genügsam in der Pflege. Es genügt, die zarten Pflanzen vor dem Austrocknen zu bewahren und den Boden nach der Blüte mit frischem Kompost und Dünger für Blumenzwiebeln zu versorgen. Es ist empfehlenswert, den Kompost auf der Pflanzfläche zu verteilen, um die flachen liegenden Rhizome nicht zu beschädigen. Bei sonnigen Standorten ist zu empfehlen, die Pflanzen vor Hitze zu schützen.

Die winterharten Rhizome benötigen keinen speziellen Winterschutz. Der sorgsame Gärtner schützt die Pflanzen während der Vegetationszeit vor Staunässe und trockenem Boden. Pflanzzeit ist vom Spätsommer bis Ende Herbst, die Pflanztiefe der Rhizome beträgt drei bis fünf Zentimeter. Winterlinge wurzeln besonders gut an, wenn der Gärtner sie vor dem Einpflanzen über Nacht in Wasser einweicht.

Krankheiten/Schädlinge

Winterlinge sind robust und widerstandsfähig. An Krankheiten kommen lediglich Brandpilze in Betracht. Nach einem Befall empfiehlt es sich, die betroffenen Knollen mit dem umgebenden Erdreich auszutauschen. Auch sind Schnecken von dem frühen Grün angetan.

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