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Eigenschaften

  • robuste und genügsame Pflanzen
  • weltweit verbreitet
  • knotige Stängel
  • schnell wachsend
  • einjährig

Vogelknöteriche

Gattung Polygonum ab €0.00 kaufen
     
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Die Pflanzengattung der Vogelknöteriche (bot. Polygonum) gehört zu der Familie der Knöterichgewächse. Es gibt rund 65 Arten und viele weitere Unterarten, die in vielen Teilen der Welt zu finden sind.

Vogelknöteriche gehören zu den einjährigen Pflanzen und zeichnen sich durch ihre knotigen Stängel aus. Alle Knöteriche haben die Eigenart, schnell zu wachsen und unempfindlich gegen äußere Einflüsse zu sein. Auch auf unwegsamen Gelände wachsen diese genügsamen Pflanzen. In kultivierten Gärten oder in den Fugen von Terrassen sind Vogelknöteriche nicht gern gesehen. Aufgrund ihrer Genügsamkeit ist ihnen schwer beizukommen. Daher gelten sie als hartnäckiges und unbeliebtes Unkraut.
Vogelknöteriche dienen mit ihrem kargen und krautigen Erscheinungsbild den Insekten und Kleintieren als Schutz. Sie bieten gute Versteckmöglichkeiten und geschützte Nistplätze. Hier fühlen sich beispielsweise Käfer und Spinnen zu Hause.

Blatt

Nahezu stiellos sind die blaugrünen, elliptisch geformten Blätter der Vogelknöteriche. Sie bewachsen die gesamten Stängel der Pflanzen. Auf den Blattunterseiten befinden sich silbrig-glänzende, häutige Blattscheiden. Die Blätter der seitlichen Sprossen sind eine Spur größer, als die der mittigen Stängel.

Blüte

Die kleinen, eher unscheinbaren und geruchlosen Blüten sind grünlich-weiß und an den Rändern artabhängig zartrosa oder -rot. Sie blühen von Mai bis September und manches Mal bis in den Oktober oder November hinein. Die fünfblättrigen Blüten sitzen einzeln oder in kleinen Grüppchen an den Stängeln. Da die Blüten keinen Nektar erzeugen, suchen Insekten sie nicht auf. Die Vogelknöteriche zählen zu den selbstbestäubenden Pflanzen. Das macht sie unabhängig von der Verbreitung ihres Blütenstaubs durch Insekten.

Frucht

Die braunen bis schwarzen Früchte oder Samen der Vogelknöteriche sind zwei bis drei Millimeter große, dreikantige Nüsse. Sie bilden sich aus den Fruchtknoten der Pflanzen. Ihre Oberfläche ist matt, glänzend, glatt oder gerillt. Die Samen keimen bei ausreichender Wärme. Die langlebigen Samen breiten sich mithilfe von Regen, durch Vögel oder durch Huftiere aus. Sie haben die Fähigkeit, bis zu 250 Jahre lang keimfähig zu bleiben.

Wuchs

Die einzelnen Stängel der Vogelknöteriche haben eine flächige Wuchsrichtung. Dennoch sind die Pflanzen in der Lage, eine Wuchshöhe von bis zu 50 oder 60 Zentimetern zu erreichen. Die knotig verdickten Stängel der einjährigen Pflanzen sind stark miteinander verästelt und verzweigt. Die kleinen Blättchen entwachsen aus einer den Stängel umfassenden Blattscheide, die häutig und leicht silbrig aussieht. Ihre Pfahlwurzel ragt abhängig von Art und Standort 25 bis 80 Zentimeter tief in die Erde. Das Wurzelgeflecht breitet sich durch Ausläufer weiter aus.

Standort

Vogelknöteriche breiten sich schnell aus. Sie wachsen am liebsten an Wald- und Feldrändern, Äckern und auf Wildwiesen. Auch im Gebirge, auf steinigen Böden oder auf Schutt und Kies sind sie zu finden.

Verbreitung

Vogelknöteriche sind auf der ganzen Welt weit verbreitet. Größtenteils sind sie in Europa und in Teilen Asiens zu finden. Bereits seit der Jungsteinzeit begleiten sie die Kultur des Menschen.

Nutzung

Der hohe Nährstoffgehalt der Vogelknöteriche macht die Pflanzen für verschiedene Ansprüche attraktiv. Die gesamte Pflanze ist in der Naturheilkunde und Pharmazie beliebt und als Futtermittel für Tiere von Nutzen. Die getrockneten und die blühenden Teile mitsamt Blättern, Stängeln und Blüten und die Wurzeln sind verwendbar. Junge Stängel und Blätter bereichern als Wildgemüse den Speiseplan. Aus frisch geernteten Pflanzen lässt sich Saft pressen. Getrocknete Blätter dienen als Bestandteil von Teemischungen.

Der hohe Gehalt an Mikro- und sekundären Pflanzenstoffen, Gerb- und Schleimstoffen machte Vogelknöteriche für die Naturheilkunde und die Pharmazie interessant. Er gilt als entzündungshemmend, adstringierend (zusammenziehend), entwässernd und schmerzlindernd. Extrakte der Pflanzen sind bei Bronchitis und Lungenkrankheiten, bei Infektionen in Mund und Rachen, zur äußerlichen Behandlung von Wunden und Hautunreinheiten oder bei Diabetes und Harnwegsinfekten von Nutzen.

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